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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-06-01 · 10 (6.1928) · p. Seite 323

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
10 (6.1928)
Date
1928-06-01
Page
Seite 323 (sequence 19)
Language
German
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323 Zeitschriften. Das Aprilheft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums beginnt mit einer Würdigung Hermann Cohens (durch Dr. A. Lewkowitz) anläßlich der 10. Wiederkehr.seines Todestages und der Herausgabe seiner kleinen Schriften durch die Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Harold M. Wiener gibt eine eingehende kritische Uebersicht über die Literatur zum Pentateuch, I. Elbogen eine solche über neue Werke zur Geschichte der Geonim. V. Aptowitzer hat einen wichtigen Beitrag zur vergleichenden Sagenforschung beigesteuert, Ch. Ahlbeck einen solchen zur Midrasch-Literatur. Völlig neues Licht auf das Grundwerk der Kabbala wirft ein Aufsah von vr. med. Preis über die Medizin im Sohar; der Verfasser verbindet mit der Beherrschung der Heilkunde gründliche Sprachkenntnis, die ihn befähigt hat, aus den Quellen zu schöpfen, einzelnes hat Professor G. Scholem beigetragen. M. Weißbergs Auffatzreihe über die Aufklärung in Galizien gelangt in diesem Hefte zum Abschluß. Die Gesellschaft für jüdische Familienforschung versendet soeben das erste Vierteljahresheft des lausenden Jahrgangs ihrer Zeitschrift, in dem der Warschauer Irrenarzt Raphael Becker die Bedeutung der Rassenhygiene für die jüdische Familie erörtert. Aus der spezifisch jüdischen Einstellung zur Ehe und Brautstand ergeben sich eu^enische Möglichkeiten besonderer Art, die wahrscheinlich in den nächsten Jahren zu steigender Bedeutung gelangen werden. Dr. L. -Sik - Zagreb, einer der Führer der Jugoslawischen Juden, schildert die Genealogie seiner eigenen Familie, die bis 1574 urkundlich nachweislich in Prag und Wien eine große Rolle gespielt hat. Max Markreich - Bremen bringt aus einer, bereits vor 20 Jahren erschienenen historischen Studie die sämtlichen von 1300 bis 1500 in niedersächsischen Städten nachweislichen Juden. Die Hauptrolle spielen als die ältesten Gruppen die Braunschweiger Familien David, die Goslarer Familien Sampson, Jordans, Dörenberg und die Hamelner Familien des Isaak van Oesendorf und Zothekind. Semmy Sachs aus Hamburg beginnt eine größere Studie über die ersten Oberlandesrabbiner der Mark Brandenburg und ihre sämtlichen Verwandten. Besonderem Interesse wird ein Aufsatz von Arturo Bab in Argentinien über die Namen der dortigen Juden begegnen, weil auf diesem Gebiete die spanische Sprache mit dem Jiddisch und den slawischen Einflüssen der eingewanderten Ostjuden eine sehr interessante Mischung ergibt. Rabb. Dr. Lewin- Hoppstätten schildert die Art und Weise, wie er bei einer bestimmten dortigen Familie Stern die unterbrochene Stammliste bis etwa 1700 zurückeruiert, als Beispiel wie man in Fällen, in denen zuzunächst die Ueberlieferung fehlt, bei genügendem Eiser und Geschick zum Ziele kommt. Dr. G a l l i n e r - Frankfurt a. M. hat es unternommen jüdische Familienbildnisse aus der Zeit von 1750 bis 1850 zu sammeln und gegebenenfalls wissenschaftlich zu bearbeiten. Buchbesprechungen und das diesmal besonders umfangreiche Suchblatt machen wie üblich den Schluß. Blätter des Heine-Bundes. (Herausgegeben vom Heine-Bund, eine jüdische Buchgemeinde) Berlin 1928. Zum Beginn seines zweiten Jahrganges bringt der Heine-Bund eine kleine interne Zeitschrift heraus. Das erste Heft liegt uns vor. Es enthält folgende Beiträge: Erinnerungen des Herausgebers, Dr. Ahron Eliasberg, an Martin Bubers Jugendzeit; eine Analyse des Romans von Mhriam Harry (Bd. 1 der zweiten Jahresreihe) aus der Feder des großen französischen Kritikers Jules Lemaitre; eine hübsche Auseinandersetzung der Frau Nadja Stein mit den „Judendichtern" Gebrüder Tharaud anläßlich ihrer „Kleinen Geschichte des jüdischen Volkes"; ferner Proben aus den in Vorbereitung befindlichen Büchern, Bildnisse von Verlagsautoren und endlich wissenswerte Angaben über Ausbau und Stand des Heine- Bundes. — Interessenten erhalten die Nummer kostenlos durch den Verlag des Heine-Bundes, Berlin W57, Palaststr. 10—11. Jüdische Arbeits- und W a n d e r s ü rs o rg e. 1. Jahrgang, Nr. 11. Das Maiheft enthält Aufsätze über Gefangenenfürsorge, Material zur Gründung einer Darlehenskasse, serner eine Rundschau, aus der ein Referat von Professor Dr. Hanauer- Frankfurt über jüdische Bevölkerungspolitik hervorzuheben ist. Mitteilungen des R e i ch s a u s s ch us s e s jüdischer I u g e nd v e r b ä nd e. Nr. 3. Die kleine Zeitschrift bringt Mitteilungen aus der gesamten jüdischen Jugendbewegung. Die vorliegende Nummer enthält u. a. eine Anregung zur Schaffung einer sozialen Gilde, die ein Arbeitskreis aller aus der Jugendbewegung kommenden in freiwilliger oder beruflicher sozialer Arbeit stehenden Menschen sein soll, wobei nicht an eine neue Organisation, sondern an eine Art Gesinnungsgemeinischaft gedacht ist. Der Junge Jude. 1. Jahrgang, Nr. 4. Aus dem Inhalt sind die Briefe I. Cb. Brenners über seine hebräisch-literarische Zeitschrift „Hameorer zu erwähnen. Palestine. 2. Band, Nr. 8 (bei Rieder, Paris). Die literarisch hochstehende Zeitschrift enthält in ihrer letzten Nummer u. a. eine eingehende völkerrechtliche Untersuchung über das jüdische Nationalheim, einen instruktiven Aufsatz von A. Ruppin über die jüdische Kolonisation in Rußland und Palästina, ferner eine eigenartige Dichtung von Henri Hertz, sowie eine Würdigung des jüdisch-kreolischen Malers Pissarro. „Lcße>vsSss"-<ZrskvSsckersS VaunusstesSa IS Innader: Csel Llsnee Hsnsa ^i°8tl<Ia88ige Hu8tün>ung in Usi'i'kN8tsi'I(vivA8vnö, Damenu. ttau8naltung8>vä8env ^bnolunA uncl I^ieterunL trei tlaus. postverssnä nscn su5>v3rt8. I HWM 6^?/^^//? U AöM MF «§5zkl,H . ^Vv»- «F»cF S-^S/^-nMMeK»^ ^25llALM^ s^leitausenc//scn von cien Arsten Unerkanntes Lcnut?« unci Oesin- /ektionsmittei Dr Alunci u. Kacken Q/./<5 ",7- SO 7'^6i.e?'?'5"

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