Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-06-01 · 10 (6.1928) · p. Seite 322

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
10 (6.1928)
Date
1928-06-01
Page
Seite 322 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3094266-3094324-3094333--1428-3096153
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

fort. Der bereits durch ein Buch über den Politischen Zionismus und seinen Begründer bekannt gewordene Verfasser beginnt mit einem kurzen Ueberblick über die jüdische Geschichte, um sodann die 'Emanzipationsbewegung in Deutschland, die er als eine „intellektuelle" bezeichnet, u-nd die gesetzliche Emanzipation in Frankreich eingehend darzustellen. Der Abschnitt über Frankreich ist offenbar aus eingehendem Quellenstudium erwachsen und verdient daher besondere Beachtung. Eine Uebersetzung dieses Buches würde eine wertvolle Ergänzung der .größeren Geschichtswerke bedeuten. Ein interessa-nes 'Vorwort des Professors an der Sorbonne, Charles Gnigembert, leitet das Buch ein. S. Kaak. Weltschöpfungsaera und Wissenschaf t. Berlin 1928. Verlag M. Poppelauer, 30 S. Mk. 1. — Eine dankenswerte Darstellung des sich aus der jüdischen Zeitrechnung ergebenden Problems. Im Ergebnis kommt der Verfasser dazu, daß die auf den überlieferten Urkunden Israels beruhende Jahresrechnung lediglich besagt, daß die Weltschöpfung einen zeitlichen Anfang habe, dagegen sei es menfchlicher Erkenntnis versagt, festzustellen, welche Zeitspanne diese Zählung umfasse. Arnold Merz back). Zeitkultur und jüdische E r z i e h u n g s g e m e i n s ch af t. I. Kauffmann Verlag Frankfurt 1928, 36 S. Mk. 1.20. Wiedergabe eines in der Jugendorganisation der Agudas Jisroel gehaltenen Referats, in dem der Verfasser versucht, sich mit den Zeitproblemen der Jugend auseinanderzusetzen. Julius Goldstein. Die Volks-Jdee und die Deutsch-Völkische Idee. Philo-Berlag 1927, 154 S. brosch. Mk. 2.90. — Von der kritischen Betrachtung einer völkischen Schrift (Wilhelm Stapel, Antisemitismus) ausgehend, faßt der bekannte Darmstädter Philosoph einige bereits in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift „Der Morgen" erschienene Aufsätze zusammen. Sein Grundgedanke ist die Unterscheidung zwischen einer deutschvölkischen Idee, die er ablehnt, und einer deutschen, aus der freien Entscheidung des Einzelnen abgeleiteten Volksidee, für die er sich entscheidet. Hans Brandt. Der Staat und die Juden. Verlag Königsberger Hartunasche Verlaasdruckerei, Königsberg 1928, 46 S. Mk. 2. — Der frühere Königsberger Polizeipräsident beschäftigt sich unter Anführung urkundlichen Materials mit den Verstößen amtlicher Stellen gegen die Gleichberechtigung der Juden im alten preußischen Staat. Da der Verfasser den Antisemitismus vom christlichen und vom republikanischen Standpunkt aus ablehnt, sind seine »knappen und übersichtlichen Darlegungen auch für -den jetzigen Abwehrkampf besonders geeignet. C. A. Loosli. Die schlimmen Juden. Pestalozzi- Fellenberg-Haus, Bern 1927, 257 S. Fr. 5. — Eine temperamentvolle Auseinandersetzung des durch manche Streitschrift bekannten Schweizer Republikaners mit dem Antisemitismus, u. a. mit Ford und den „Weisen von Zion". Neben den auf Abwehr und Widerlegung eingestellten Teilen des Buches wird 'den Leser das ernsthafte Bemühen Äes Verfassers um die Erkenntnis der Positiven Werte des Judentums interessieren- Alfred "Wiener. Kritische Reise durch Palästina. Philo-Verlag, Berlin 1927. Der Syndikus des Centrai- Vereins berichtet über eine im Frühjahr 1926 unternommene Reise nach Palästina. Ein beachtenswerter Beitrag zur polemischen Literatur über das Palästinensische Aufbauwerk. Otto Geismar. Bilderbibel. Verlag R. Maß, Berlin 1928. 48 S. Mk. 3. — Der als Schulmann und Illustrator bekannte Verfasser hat den Versuch gemacht, die biblische Geschichte bis zur Wüstenwanderung für Kinder bildlich darzustellen und verwendet dabei mit bemerkenswertem, Geschick die kindliche Art, Menschen und Dinge durch einfache Striche schematisch darzustellen. Der pädagogische Wert dieser Methode und die grundsätzliche Frage der Verwendung von Bildmaterial im Religionsunterricht soll hier nicht erörtert werden; sehr zu begrüßen sind in jedem Fall alle Versuche zur Verbesserung der jüdischen Lehrmittel. Das Buch ist vorzüglich gedruckt und ausgestattet. M i r j a m H a r r y. Das kleine Mädchen von Jerusalem. Aus dem Französischen, herausgegeben vom Heine-Bund, Eine jüdische Buchgemeinde. Berlin 1928, 280 S. — Die Verfasserin ist als Enkelin eines Juden, als Tochter eines Griechischorthodoxen und einer deutschen Diakonissin in einem sarazenischen Haus in Jerusalem aufgewachsen, viel im Orient herumgekommen und in Paris literarisch geschult worden. Ihr Buch ist eine spannende, wenn auch nirgends überwältigende Schilderung eines bewegten Lebens, es erhält eine gewisse kulturhistorische Bedeutung durch seine Schilderungen aus dem weniger bekannten nichtjüdischen Jerusalem. Hermann Seckbach. Sabbatgeist, Erzählungen und Skizzen. Verlag Sänger & Friedberg, Frankfurt 1928, 64 S. — Das Büchlein ist aus der Anschauungswelt des überlieferten Judentums erwachsen und kann, trotzdem es keine literarischen Ansprück,,' erhebt, als Lektüre für die Jugend um so mehr empfohlen werden, als der Reinerlös dem Gumpertz'schen Siechenhaus zufließt. Josef Guttmann. Geschichte der jüdischen Lehrerbildungsanstalt in Berlin. Teil II (1909 bis 1925). Fortsetzung der von Holtzmann aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der jüdischen Lehrerbildungsanstalt 1909 herausgegebenen Geschichte. Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. 'Das Kuratorium legt den Jahresbericht ür 1927 vor. Im laufenden Semester beträgt die Zahl der ordentichen Hörer 66, darunter 31 aus Deutschland, ferner 35 Hospitanten. Dem Bericht ist eine wissenschaftliche Abhandlung von Dr. Harry Torczyner beigegeben. Jahresbericht des Rabbiner-Seminars zu Berlin. Der Bericht umfaßt die Jahre 1925—1927. Im Winter- Semester 1926/27 waren 33 ordentliche Hörer, davon 21 aus Deutschland, vorhanden, ferner 9 außerordentliche Hörer. An den Bericht schließt sich im zweiten Teil eine wissenschaftliche Arbeit von Dr. Moses Auerbach. Deutsches Komitee Pro Palästina. Bericht über die Tagung in Köln am 22. November 1927 mit den dort gehaltenen Referaten. Auf eigener Scholle. Berlin, 40 S. Ein neugegründetes „Jnitiativ-Komitee zur Unterstützung der jüdischen Siedlungen in der Sowjet-Union" legt eine mit Bildern und Zustimmungserklärungen versehene Denkschrift vor. Au^^N^^?^ . ^StZNsSs'ktDStt? X..iÄeze5cli»k^."S"e S°w.«iÄ^.W5j.?N ^^P^ I. 5?L i dl dleue iVlittn^erstrssse 82 — naiie Qpernplst?- j WIIWWWIIIIII^ »«Nestes?rsnksu?ter <ZedSu«teuncl <Z>ssrsinigungs Institut unä Ll8te5 lVUtteldeutscnes LteinrenovierunZs - (ZesenSkt Hd«ssc>»e>» u. keinigsn von ^Zuser-?ss82cken, 8tejn-?288s6eri, auck mittel Zanä^edlIse, >VonnunZ8ten8tern, Lpiegelgcneiben, Krönleucntern, Wscnsen unä Oelen von Parkettunä I^inoleumdoden. Hnt8t3uburiZ mittel Vakuum. I^einneise I_Ieberl388unZ von weitem bis?u 26 Bieter Nöne. »v<zu5? kose« »« u 5 I X a »I? e n V/c s 22 lelekon dsroluz 41634 poskcneckkonto ^rsnkiurt-IV!. I^Ir. 3195 Illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.