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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-04-01 · 8 (4.1928) · p. Seite 241

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
8 (4.1928)
Date
1928-04-01
Page
Seite 241 (sequence 5)
Language
German
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Abend ausschließlich gebraten, da nämlich das Passah-Lamm ebenso wie das Festopfer nur am Bratspieß gar gemacht werden durften. Nach der Zerstörung des Tempels wurde diese Frage gegenstandslos und man ersetzte sie durch eine andere, die sich auf das „Anlehnen" bezog. Diesen vier Fragen entsprechen die vier Becher Weins, die vier Söhne, die vier symbolischen Gerichte auf der Sederschüssel. Mit der Haggada entspricht man dem biblischen Gebot „wehiggadeto", d. h. erzählen sollst du deinen Kindern vom Auszug aus Aegypten, damit dieses Ereignis sich der NachweU tief einpräge. Darum baut sich die Haggada auf dem Frage- und Antwortspiel zwischen den Kindern und dem Vater auf, und das ganze ist nur eine verlängerte Antwort auf jene vier Fragen, Me man durch ungewöhnliche Riten und Bräuche hervorzurufen trachtete. In die Erzählung der seit mindestens vierhundert Jahren kristallisierten Haggada flechten auch heute noch oft die Bäter Eigenes ein. Aus die Kinder hatte man es abgesehen. R. Akiba und R. Elieser, Zeitgenossen des Bar-Kochba-Aufstandes, waren besonders eifrig darin, die Kinder wach zu Erhalten, vamit sie dem Singen und Sagen wenigstens bis Mitternacht folgen konnten. In Deutschland war es vormals üblich, durch auffallende Handlungen die Aufmerksamkeit der Kinder anzuregen. Der Vater umkreiste in extemporierter Reiseausstattung das Gemach, dramatisch den Auszug aus Aegypten darstellend, oder er überschritt auch ein mit Wasser gefülltes Gefäß, um die Fraglust der Kinder anzuregen. Die Antworten ^sind Zimmer so gehalten, daß sie^mit e?ste Parti/^der haggada bis zum Halle! findet sich zum^ Teil wörtlich schon in den ältesten Partien der Mischna und Bora^iha, chischen und aggadischen Mioraschim. In den/späteren Zeiten kamen einzelne Stücke hinzu. Die Haggada des Maimonides einhält das an den Namen des R. Jose ha Gelili geknüpfte Stück mit der arithmetischen Detaillierung der ägyptischen Plagen nicht. Das Stück „Kammoh maalaus tauwaus" findet sich erst bei Jehuda Halewi (Kusari 3, 11) erwähnt. Die ersten Psalmen des Halle! (Psalm 113^und 114), bei^des^n rausck)ende^ zahlrei^hell Pokale bezeugen, die^ im Talmund bei verschiedenen Kampfs aesiegt und uns zu dem fast alkoholfreien Volke gemacht, das wir "jetzt sind. Noch Rabbi Josef Tow-Elem (Bonfils), ein f^ru^ T^lmu^ im^nzo^en We^-- di'e Kinder bis Mitternacht wach zu^erhal^en.Di^ Kinder beulten!mt^ ^it^w Aschkenazi, aus dem 16.^Jal)rhundert, hat in seinem" Kommentar „Maaseh Mizraim" sich eingehend befleißigt, der ganzen Sache

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