Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 8 (4.1928)
- Date
- 1928-04-01
- Page
- Seite 240 (sequence 4)
- Language
- German
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tum des Käufers überging. Der Käufer erlegte eine Kleinigkeit als Angeld; konnte er zum angesetzten Termine den Betrag nicht bezahlen, was natürlich immer der Fall war. so verfiel das Angeld nicht, sondern der Käufer erhielt es doppelt und dreifach zurück. Das war sein Gewinn an dem Geschäft, abgesehen von cnrer besonderen Belohnung. Die biblische Vorschrift war unangetastet geblieben und der Ruin verhütet worden. Ganz ungefährlich war das ^SPiel^ nichts Es kam^vor,^datz ein Magazin einzudringen, um nachzusehen, ob „seine" dort lagernden Vorräte, für die er in einigen Tagen den Restbetrag zu erlegen gedenke, unversehrt geblieben wären, er wolle sich einstweilen davon holen, so viel er brauchte. Der Jude mußre schweigen, w^nst wurde ^der ^ganze^Kauf annulliert. Ueber dieses ^^o. Inhalt eines seine/Magazine in den Vertrag einzuschreiben, er merkte da^ f^d^ t/'^Ää?d? kein Auswegs Wo^ mcl)t e^n^ Stünde Fässer aufgespundet und das kostbare ^Naß begannen den Fluß zu strömen,^ da ^.schien ihm Eliah, der Prophet, er erliob die Hand ^^p^^ Seder, Haggada, Festmahl. worden, ^tit ^snahme/d^r^GebetsamÄun ist kein anderes Werk Besitz des^Petersb^ur^er Asiatischen ^cuseu besinnlichen ^Friedweniger als 893 Haggada - Drucke' nachgewiesen. Der älteste stammt aus Prag, 1526. Im Jahre 2894 gab die berühmte Verhund^rtfüf^zeh^n Ko^m^en^aren^heraus^ her^zuge^ daß^dies^ sich au^auf das^ Halle!^bezieht)^ ^0^1626 Sanrmler. Einige davon wurden mit ih?em Bilderschmuck herausgegeben und verbreitet. Unter diesen dürfte die berühmteste die „Haggada von Serajewo" sein, die aus dem 13. Jahrhundert stammte und von sephardischen Juden aus der iberischen Halbinsel nach dem Balkan gebracht wurde. Es sind bisher etwa 45 Bildermanuskripte der Haggada bekannt geworden; ihre vergleichende Durchforschung würde einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Stilwandlung in der Bildkunst des Mitelalt-rs liefern. Auch den gedruckten Haggadas wurden bisweilen Illustrationen beigefügt, die mitunter künstlerisch nicht wertlos waren. Wiener zählt 194 solcher Drucke auf. Neuerdings wurden Prächtige Ausgaben^ der haggada ^veranstaltet, deren Jllu^trationss^mackvoll als Schmuck des modernen Buches verwendet ist. Dal)in gehören die Ausgaben von M. Lehmann,^ von ^Caesar Selig- ^^Auck) sonst waltete^ie schöne Kunst am Se^> er tische. Da waren zunächst die Sederschüssel, Trinkbecher, Näpfe für die Bitterkräuter, das Charoset^das Sal^oasser^und die^sonsttgen Zuwaren sorgfältig von Frauenhand oder berufsmäßigen Künstlern gearbeitet. Baron Lionel ^Rothschild in ^ndon^ besitzt eine kost- Glas. D?Sedertis^ des Barons^Wichelm Rothschild ^Frank^ Rothschild in Paris soll nach der Schilderung von Augenzeugen eine wahre Ausstellung von kostbaren Museumsstücken erlesener Handwerkskunst dargeboten haben, mit der Eigenart, daß jeder Gegenstand von jüdischen Händen gefertigt war — ein Zeugnis für das jüdische Können aus dem Gebiete des Kunstgewerbes. Besondere Sorgfalt wurde auf die Ausschmückung des von dem Hausherrn getragenen Kittels (Sterbekleid) gelegt, zu dem ein goldgeschmückter Gürtel, ebensolche Manschetten, Kragen und Kappe gehörten. Dieser Kittel ist in Deutschland schon im 13. Jahrhundert nachweisbar. Bezeichnung und Sache sind mit den deutschen (äschkenasischen) Juden weiter gewandert bis nach dem fernsten Osten und über den Ozean, haben aber, im Gegensatz etwa zur „Jahrzeit", bei den sephardischen Juden keinen Eingang gesunden. Das aus weißem Linnen gefertigte weite Obergewand gelegt^ Die Braut schenkt es dem Bräutigam ^zur Hochzeit, und am^Roschhafchono und am Jom Ki'ppur. Die Vorbeter außerdem in manchen Gegenden zum Vortrag des Gebetes um Tau am ersten Pessachtage um zum Vortrag des Gebetes um Regen am Schemi-Azeret. Schließlich wird es dem Manne, aller blinkenden Doch kehren^ w ^^hr Ältestes Stück ist Zerstörung d^e/Tempels in Babylon ^er^ älteste Fragen", ^die sct)on im^Tempell)ofe,"während das ^ssa^-Lamm Familienob^ gerichtet^ wurden." Eine^ bezo^ sich