Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 8 (4.1928)
- Date
- 1928-04-01
- Page
- Seite 239 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Frage beschäftigen, wie die jüdischen Frauen wieder für ihren Beruf innerhalb des Hauses zu gewinnen sind. Die Beschäftigung im Arbeitsleben des Alltags darf unsere jungen Mädchen nicht abhalten, sich noch nebenbei diejenigen Kenntnisse z« erwerben, die zur Führung eines jüdischen Hauses nun einmal unbedingt notwendig sind. Wenn der Einfluß des Elternhauses heutigen Tages oft versagt, oder frühzeitig aufhören muß, weil die Tochter eine Stelle in einer fremden Stadt annimmt, so müssen andere Institutionen, insbesondere die Jugend- und Frauenvereine eintreten, um die weibliche Jugend mit derjenigen geistigen und seelischen Kost zu versehen, deren sie bedarf, um ihre Pflicht innerhalb des Judentums erkennen und ausfüllen zu können. Der Besonnenheit und Standhaftigkeit der israelitischen Frauen ist unsere erste Befreiung aus dem Sklavenhaus Ägyptens zu verdanken. Der Einsicht unserer Mädchen und Frauen in die verzweifelte Lage unseres heutigen Judentums ist es anheimgegeben, ob wir einer neuen Frühlingszeit unserer Gemeinschaft entgegengehen dürfen. „Der Frauen Weisheit baut das Haus Israels" sagt der Weise Spruchdichter. Auf die Erfüllung dieses Wortes wartet unsere Zeit. Die pessachfeier. Von Binjamin Segel. Der Nüst tag. r^rh de^ anstimmten: „Die Werke meiner ^Hände versinken ^ns Meer"^ sprach er zu Moses, „und ihr stimmt Gesänge an?" Darum fasteten^ auch bisweilen^ die Erstgeborenen weissen Geschlechtes. 2^Mahrhun?Ä zu?"ZÄ^e?°R."'J^ Ha-Äasi erwähi8""Zlll! gemein üblich wurde es erst im 6. Jahrhundert, als der kleine historischer Zeit jedem Feste ein Fasttag voraus^ Da dieses Fasten nun kein „gebotenes^ ^st, braucht es mcht streng gehalten zu werdergl. Auch ein ^viel geringerer Anlaß bewirkt das^gleiche,^z. B. die kleine Feier, die man beim Abschluß eines Talmudtraktates veranstaltet (Sijjum). Meist wird eigens zu diesem Zwecke den Winter über der Traktat „Pessachim" in Gesellschaft durchgenommen und ^die Sä^lußpartie ^am ^Er^ni P^stnH nach dem Morgen- Amoräerzeit üblich. R. Abbaje veranstaltete sie jedesmal, so oft einer seiner Schüler ^einen Traktat vollendete. Im 16. Jahrhundert erlaubte Maharil, aus Anlaß eines Sijjums an den Trauertagen vor dem.9. Ab Fleisch und Wein zu genießen, und seithe^ dürfte aM) die^ Ablösung des Erstgeborenenfastens durch g e s ä u^e r t e n a m e z), ^das ungefähr um 10 Uhr vormittags 13, 7) „"Nichts Gegorenes und kein Sauerteig.darf sieben Tage lang in deinem ganzen Gebiete gesehen werden", muß am Vorabend des Rüsttages, sobald es dunkel wird, alles noch Vorhan- Bon da^ab tritt d^e Mazza in ihr^ Rechet und^jeder Genuß von Kindern vor dem Sederabeno zu genießen, die Erwachsenen müssen bis dahin „brottos^ bleiben. ^Die^e doppelte Zeremonie^ des^ Aus- Damit nun die Bene'diktion nicht inhaltslos gesprochen werde ^v^ er^ Es sich^^ Andererseits drohte of/bei einem Verschleudern des Besitzes dem Juden unverwe^erlich der ^Ruin. Man griff^also zum Scheinnacb^ /llen Vorschriften des^jüdisHe^ unter Be- Äia^ und G^enncht^aufgezählten Gegenstande gegen eine bestimmte' j am Ausgang des Pessachfestes zu zahlende Summe in das Eigen-