Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 6 (2.1928)
- Date
- 1928-02-01
- Page
- Seite 193 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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(Ze8ell8cl,akt für jüäisclie Vo1I<8biIljunA. Lnami8cno 085or b'scnwst - Kinäerkeier. Keo'ner: Konrektor Nokkmann. (ZroLer 8aal 6er^rankkurt-I^oZe, 16^. I^nr. IVttttivocn 8. Verein jVtontekiore V. Vortrag üder ^/Vteine Linärücke vom XV. Monisten-KonZreÜ unä seine Probleme" von .lakod Dränier, Qoetneplst? 5, 20 s/4 Unr. ^üliisclier I?rauenbun6. Ortsgruppensbenä. VortraZ über „Va8 bevorstehende keruksausbiläunAs^eset?" von Or. l.ucie Diekmann bei k^rau Ztepdanie?orcbneimer. öettingplat? 64. 20^ Ukr. I5reitsA 10. I'almuä l^kora-Verein. Vortrag von ksbd. Or. rlokkmann. 8vn. Lürnepwt?, nscn 6em ^benäZottesäienst.. 8am8taA N. I'simuä 17nora-Verein. Vortrs^ über „Kloses unä Lsrs" von Or. lernst 8imon, rlörsssl äer 8vn. körneölst?, eine LtuncZe vor Insekt. lZesellscnskt kür jüäiscke Volksbi16un?. Vortrag üder„vis^u^encl?emeinäe" von l?abb. Vr.Lrüne^valll- Narmneim, Lssl äer 8vn. I^nterlinäau, 20^ l^lnr. Sonntag 12. ^Läisclier l'urnerbunä. ^VanäerunA Hesseler psrk. Treffpunkt 81/4 llnr l^suptportsl risuptbarinkok (t^snrpreisermgLiZunZ). 17almu<Z I^kora-Verein. Vortrag über «Oer propnet ^eremiss unä seine?eit" von I^adb. Or. A/lav, riörsssl 6er 8vn. öörneplat?. Hlontsx 13. nl'oku^vabobu", Xo8tümkest cle8 ^s. tl.?'. QroL-^rsnkkurt. (I^äneres siede unter Anstalten unä Vereine.) Donnerst. 16.?ionl8tiscne Vereinigung. Vortrag über „Oer äeutscne ^uäe in Wirtscnakt uncl Politik" von Or. Lrnst Simon, rlocn'scnes Konservstorium, 20^ l^dr. ^üo'Iscner I?rauenbunä. Vortrag über ^^Iterskür- 8vrge" von?rau Nets Posen» I^ange8tr. 30, 16 l^br. 8smstag 18. 1'slmuo' l'nora-Verein. Vortrag über „/Vloses un6 Lsravon Or. Lrnsr 8imon, I-lör8ssI der 8vn. öörneplat?, eine 8tuncZe vor I^ackt. 8onntag 19. ^^rbe- und „k. 0. Q.« r'ünrung von Kadb. Or. Vienemann 6urcn die I>leue 8^nagoge Okkenbacn mit Vortrag über „^üo'iscne Svmbolik" von tterrn!5n,Il Münster. I'rettpunkt: 15 I_Ikr (ZoetnestrsLe (Linie 28). Karten?u Nk. 0.30 am Irektpunkt. Asittvocn 22. Verein iVlontekiore 15. V. Vortrag über „Vss Alelo- 6rsms" von 8kuäienrat k^rsnk Kotn8cnil6 mit I?e?itstionen von ^Ikreä ^uerdacn, Ooetkeplat? 5, 20S/4 Ubr. 8am8tsg 26. (Zesellscnskt kür Mäiscrie Volksbildung. Vortrag über „vis jüdiscnen Ereignisse 6er letzten ^eit" von Or. Lrnst Simon» VoIk8biI6ungsbeim 8sa1 V, 20 i/z Unr. 8onntag 26. ^üäiscner ^urnerbunä. Spessartwanäerunx.?rekkpunkt 8 Ilnr Ostdgnnnok (?3brprei8errn3üigung). Montag 27. <Zemeinäever8s.mm!ung. öerickt über „vie neue ^rieänokanwge" von I?eglerung8daume!8ter?rit2 k>Iatns.n, ^ula 6e5?kilantkropin8, 201/2 I^nr. A/lltt^vocn 29. freisinniger Verein kür jüä. (Zemeinckeleben. (Zesellsckaktsabenä» frankfurter riof. Verein ^ontekiore V. Vortrag üder „Das purimkestvon ksbb. Or. NorovitT. Ooetbeplst? 5, 20 s/4 I^kr. A/lär? vonnerst. 1. ^isni8ti8cne Vereinigung. Vortrag über „Oer deutscne ^u6e in ^Vi88en8ckakt unä vientung" von Or. IZrnst 8imon» k^ocb'8cke8 Kon8ervstorium, 201/2 I^kr. 8am8tsg 3. I'almuä 'rbora-Verein. Vortrag über „IVlegiNatn I58tker" von Or. lernst 8imon» ttör8sa1 6er 8vn. körneplatz:, eine 8tun6e vor I^acbt. Verein ^lontekiore V. purimkeier» (Zoetbeplst^ 5, 20 Unr. Berthold Nosenthal, Heimat ge schichte der badischen Juden seit ihrem geschichtlichen Austreten bis zur Gegenwart. Mit einer Urkundennachbildung, 10 Lichtbildern und einer Geschichlskarte von Baden. — Druck und Verlag Konkordia, Bühl, Baden, 1927. Der Rezensent ist in der angenehmen Lage, unter den Bildern, die dieses vorzügliche Buch, das Ergebnis jahrzehntelangen Sammeins, Suchens und Klärens, das Porträt Leopold Guggenheims, des jüdischen Bürgermeisters seiner Heimatsgemeinde Gailingen zu erblicken. Allein auch der Leser, der nicht den Vorzug genießt, dieser aliehrwürdigen Gemeinde zu entstammen, wird mit großer Befriedigung die Heimatsgeschichte der badischen Juden lesen. In Frankfurts Mauern haben zahlreiche Juden aus dem Nachbarlande sich angesiedelt sie erfahren hier zum ersten Male Näheres iüber Wachsen und Werden, über Jammer und Not, Verfolgungen und Anfeindungen ihrer Vorfahren, aber auch viel Erhebendes über ihre Willenskraft, ihre geistige Regsamkeit, ihren Lebensmut und jene Religionslreue, die ihnen die Kräfte verlieh, „ihren Geist für die höheren Regionen des Menschentums wach zu halten". Seit den in ziemliches Dunkel gehüllten Zeiten ihrer ersten Ansiedlung während der Römerkriege bis zu ihrer nach unendlichen Mühen um die Mitte des 19. Jahrhunderts erlangten Emanzipation blieb ihnen kein Leid erspart, von Ghetto-Not und Ghetto-Enge, von Ausweisung und Verfolgung, von Folter und Rad und Verbrennung bis zu den kleinlichsten Schikanen des täglichen Lebens. Sie mußten den spitzen Hut tragen und das gelbe Ninglein am Rock, und an einzelnen Orten beliebte es einer mittelalterlichen Wirtschaftspolitik, ihnen den Zutritt auf den Markt erst zu gestatten, wenn die Christen ihre Einkäufe besorgt hatten. Dem Pöbel waren sie — die notgedrungen vom Hausierhandel lebten — ein Gegenstand des Spottes, den Machthabern ein Objekt der Ausbeutung: Man ließ sie — nach den Worten eines nichtjüdischen Schriftstellers — sich zuerst wie ein Schwamm vollsaugen, um sie dann auspressen zu können. So ist die Geschichte der badischen Juden typisch für den historischen Werdegang unseres Volkes überhaupt. Doch dürfte es kaum irgend ein Geschichtswerk geben, das in so erschütternder Weise, so anschaulich und lebensnah Bild an Bild reiht von dem geistigen, sozialen und kulturellen Leben eines Volksteils auf begrenztem heimatlichen Gebiet. Die neue Pädagogik hat die kulturgeschichtliche Aufgabe des Geschichtsunterrichts mehr und mehr in den Vordergrund gerückt; sie beginnt mit der Heimatkunde und läßt den Lernbegierigen am Naheliegenden geschichtliche Erkenntnisse sammeln, an Dokumenten und Grabsteinen, an Trümmern und Türmen, an Tempeln und Inschriften, ehe sie zu den Babyloniern und Assyrern übergeht. Und da es sich um unsere eigene Geschichte handelt, um Oertliäikeiten in der Nähe und um führende Persönlichkeiten, die unsere Glaubensgenossen aus dunkler Vergangenheit in das Licht schönerer Tage geleitet haben, so sei dieses Werk eines gewissenhaften und gründlichen Forschers alt und jung aufs wärmste empfohlen. E. G u t. Zettschriften. Ose-Rundschau, Zeitschrift der Gesellschaft für Gesundheitsschutz der Juden „Ose" e. V. 2. Jahrgang Nr. 12. Berlin W. 15, Kaiser-Allee 204. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, Jahrg. 1927, Heft 11/12 enthält u. a. Dienemann, Judentum und Urchristentum im Spiegel der neuesten Literatur: Max Grunwald, Aus Böhmen; E. Baneth Der Piut des R. Sahlal Gaon und das Jahr seiner Abfassung- Max Markreich; Die Beziehungen der Juden zur Freien Hansestadt Bremen von 1065 bis 1848; Ermanno Loevinson, Die Juden in Badia Polesine. csrvlus 4 47ze lUskerung krsi «su» »KU L«V??»IUN<Z! l_sdsnsmittsl, Qdst uncl cZemUss-Qssoiiäft «-«Kl- VI-KLl-k5?I!Z».55turicj t-lsrrrisswsg l^lm gsnsigtsn ^usprueli dittst ^ocliaolitukigsvollZt kmevkic« saue«?seue«L»ki-»iu»«« _l?>I>s>v mit prükstückstuds_ V/ss«rs«rsKv 17 - kcke lXsiserstrsas __Z. Kaiser. ^furstksvrilX _ I'eleton Nansa 85lv » /»lteASSse 3 Vater ^uksickt 6er MtuaUcommiszion cier Isrselitisciiea QemeincZe