Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 6 (2.1928)
- Date
- 1928-02-01
- Page
- Seite 192 (sequence 24)
- Language
- German
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192 Nobel-Spende. In einer von Mitgliedern der Genleindeverwaltung, Gemeinderabbinern und zahlreichen Frauen besuchten Zusammenkunft im Gemeindehaus wurde am 16. Januar der von einer Frauen- und Mädchengruppe gestiftete goldene Becher dem Gemeindevorstand überreicht. Bei der Uebergabe des von Leo Horovitz entworfenen und ausgeführten Bechers, der für die Synagoge am Börneplatz bestimmt ist, hielt'. Frau Irene D a r mstädter eine Ansprache, in der sie der Dankbarkeit der jüdischen Frauen für das Wirken Rabbiner Nobels s. A. mit tiefempfundenen und eindrucksvollen Worten Ausdruck gab. Gleichzeitig kündigte die Rednerin als weitere Ehrung des unvergeßlichen Rabbiners die in Aussicht genommene Schaffung einer Nehemia- Nobel-Stiftung an. Im Namen der Gemeinde nahm Herr Justizrat Blau das Geschenk mit herzlichen Dankesworten entgegen. Das Komitee weist darauf hin, daß Frauen, die dies wünschen, ihre Unterschrift noch nachträglich unter die Schenkungsurkunde setzen können. Die Urkunde liegt im Gemeindehaus, Zimmer 14, auf, die Geldspende kann an' Frau Irene Darmstädter, Postscheckkonto 46778, überwiesen werden. Wegen der geplanten Nobel-Stiftung wird Näheres demnächst bekanntgegeben. Stiftung für die Rabbinische Lehranstalt „Jeschiwa" Zum Andenken an seinen Vater, den wegen seiner hervorragenden Thoragelehrsamkeit und seines unermüdlichen und erfolgreichen Wirkens im Dienste des gesetzestreuen Judentums unvergeßlichen Lassar Main z, hat Herr Hugo Mainz aus Hamburg der unter Leitung des Herrn Rabbiner Dr. Hoffmann stehenden Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" eine hochherzige Stiftung gewidmet. Er hat einen Trakt des Mainz'schen Familienhauses Uhlandstraße 46, sein Erbanteil an dem Haus, in dem sein Vater viele Jahrzehnte seines dem Thorastuoium zugewandten Lebens verbrachte, und in dem auch ein Lernverein (Schaß-Chewrah) untergebracht ist, der Rabbinischen Lehranstalt mit der Bestimmung geschenkt, daß ein Teil des Unterrichtsbetriebes in diese Räume verlegt werde. Durch diese Widmung wollte Herr Hugo Mainz das von seinem Vater geerbte Haus der Pflege und Verbreitung von Thorawissen erhalten. Die Uebernahme und Einweihung erfolgte am 28. 12. 27 :m Rahmen einer schlichten aber eindrucksvollen Feier. Anwesend waren das Kuratorium der „Jeschiwa", Mitglieder der Familie Mainz und die Hörer der „Jeschiwa". Nach dem Einlernen ergriff Herr Rabbiner Dr. Hoffmann das Wort und würdigte anknüpfend an ein Midraschwort zum laufenden Wochenabschnitt den Entschluß des Spenders, in diesem Haus, das in vergangenen ^agen nicht nur eine Wohnstätte, ein .-^-s ji^I, sondern auch ein Heim der Thora. ein T^IZ tvar, auch in Zukunft eine blühende Pflanzstätte des Thorastudiums zu schaffen. Er dankte im Namen des Kuratoriums für die hochherzige Widmung und sprach die Hoffnung aus, daß die Jünger, die in diesen Räumen zu vollwertigen und gesetzestreuen jüdischen Persönlichkeiten und Thoragelehrten heranreifen, in recht vielen deutschen und ausländischen Gemeinden als geistige und religiöse Führer jüdische Lehre und jüdisches Leben vertiefen und verinnerlichen werden. Er dankte auch dem Mitglied des Kuratoriums, Herrn Leo M. Goldschmidt, für dessen vielseitige Mühewaltung bei der Realisierung der Stiftung. Zum Schluß gab ein Herr des Kuratoriums der Hoffnung Ausdruck, daß das Beispiel des edlen Spenders Nachahmung finden und noch viele andere zu ähnlichen Stiftungen aneifern werde. Jahrzeitlernen für Herrn Dr. Heinrich Heinemann s. A. An seinem Jahrzeitstage am 1 9. Tebeth wurde zum Andenken an den verewigten Dr. Heimich Heinemann s. A., „Vorsteher einer Mädchenerziehungsanstalt und ehrenamtlicher Rabbinatsassessor der israelitischen Gemeinde in Frankfurt a. M", dessen Erben einen Teil seiner wertvollen Bibliothek der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" gestiftet haben, ein Jahrzeitlernen veranstaltet, wobei Herr Rabbiner Dr. Hoffmann in kurzen Worten der Persönlichkeit und Wirksamkeit Dr. Heinemanns gedachte. VMM8-«. kälMIM (Mitteilungen kür cUese Rubrik müssen spätestens am 2V. cles Monats in unserem Lesit? sein) k-LKKUäk l'slmuä I^nora-Verein. laglicn nacn clem Norgengottesclienst in clen Lvnago^en öorneplat? uncl Llermesveg Lcniurim» l^ortbilllungsunterriclit kür Hläclcnen uncl Knaben taglicn in kleinen Abteilungen. I^ortdilckungsunterncnt kür junge Leute laglicn von 20 bis Ll i/y LInr. Montag, Dienstag. lVlitt>vocn uncl Samstag unter Leitung von kabd. Donatn 8cnwrim kür ^kaöemiker. decken Samstag nacn jVlincbo kür junge Leute „Die (Zruncllenren cles duckentums im ^nscnIulZ an lVlaimonicles", l?abb. Dr. liofkmann. — ^nmelclungen kür clen l^ortbilclungsunterricnt kür Knaben uncl IVlacicken bitten >vir an clen Leiter unseres linierricntsivesens kierrn Lekner 8. Llnna, Llblanclstraüe 58 ricnten?u ^vollen. Spencien bitten ^vir an unseren Kassenkülirer, Herrn Hermann Hotnscrnlc!, Lscnenneimer Anlage 28, Postscbeckkonto 50304 gelangen?u lassen. — Vereinslokal: Lvnagoge öörneplat?. Lüroi kvlainstraLe 21. Lernverein Unterlinclau. Vereinsdüro: Llnterlinclau 23. decken Sonntag, kliltwocn uncl Freitag nacn clem lVlorgengottesclienst rierx Hadd. Dr. ktorovit?, ^liscbna pesacbim. 1e6en iVlittvvocb ^dencl i?abb. Dr. ^lav: propbeten (lerernia) 201/s Ukr. (Zesellscbskt für jüäiscne Volksbilllung. Die Oesellscbskt küncligt tur clie Monate Februar uncl ^lär? eine Heine bedeutsamer Veranstaltungen an, über clie Malleres aus clem Images- Kalender erseken ist. Antragen uncl keitsittserklaiungen sincl?u ricnten an: (üesellscnakt kür jüciiscbe Volksbilclung, Lockenbeimer LanclstraLe 115. Verein jVlontekivre L!. V. Kurse uncl ^rbeitsgemeinscbakten, Heimabencke uncl k^abrten,?urnuncl Sportabteilung, gesellige ^usammenkünkte. Libliotbek. I^äberes in clem susklllirlicben Vereinsprogramm uncl im Vereinslokal Qoetbeplatz: 5. „Kaäiman" kun<l ^iicliscker pkaclfincler. ^rdeitsgemeinscbakten, Kurse, lleimsdencle, I^abrten. I^äkere Auskünfte bei Qeorg Qutnmann, ^Vittelsbacker ^llee 87. Heim: Linterlinclau 21 uncl ^ugencibeim am ^lainksi. ^ücllscner l'urnerbun^. Von Sonntag bis Donnerstag nacnrnittags uncl abencls turnen, Leicbtalbletik, Qvmnaslik, Llanciball, Spiele. Kurse kür Knaben, AlZclcnen. Damen, rierren unck alte llerren. 8onckergvmnastikkurs kür brauen. 14tägig Lonntags Avancierungen, ^nmelclungen uncl Auskunft bei: ^clolk Biedermann, LangestraLe 3 (llansa 8315). I'urnunä 8portabteiIunA beim keicksbunl! jüä. ^rontsoläaten. Von Lonniag bis Donnerstag surnen. Lvmnasrik, Zpiel uncl Sport, klanckdall (aucb kür Damen), fuödall. ^Vancierungen, Kurse kür t-jerren. Damen, brauen, Knaben, Na'clcben uncl Kincler. /Vnmelclungen uncl ^uskunkt bei: Karl ^«Zler, llanauer LanclstraLe 50 (Larolus 42572). ^ü^iscner koxclub „i^accabi". I'raining Dienstags von 20—22 l_llrr in cler l'urnballe cler l-lölclerlinsebule. rrölclerlinstraLe. /^nmelclungen uncl Anträgen bei: Kaller Qutkeim. Zcbäkergasse 10a (llansa 5366). Februar I^jn^elne VerZN8taItun^en: k'reitaA 3. I'almuä ^nora-Verein. Vortrag von Dr. Lpnraim» llörsaal 8vn. öörneplat?, nack clem ^benclgottesclienst. Sonntag 5. ^üäiscn - Konservative Vereinigung. 0ekkent!icne Versammlung. Heclner. Habb. Dr. rlokkmsnn, Habb. Dr. rlorovit?, Habd Dr. I>Ieunaus-ZVlüIkeim, iVlorit? Loed-Verlin.?rankkurt-Loge, 20^ Unr. Montag k. Verein Synagoge KönigstemerstraLe: Vortrag über „kuber - kosen?>veig'8ctie kibelübersetxung" von Dr. ^rtbur 8akneim, Vortragssaal cler Zvn. KönigsleinerstraLe. 20^ vnr. / 5^6/ ^^5/6^/6 9tta/^äi°en. ^<?^^//ll^7Fen Me^i/e/! /?/'c»/n/?^ lv//.//^^? ^sen^e/sss/l^s^/-. 69 ^s^/ke/tttsst/-. Te/e/on ^sa/KAU« /^S76 ^SSN Ikilp HsOkG v. ßßimmle? escksnkslmsr lo^ 1 7c>.ef0bl ^^I^S^S7SS keleiirlllWWlliiriier »>»»>^^^W^MMW»»^MMW»»W»»»W»W»»^>W»>^^ Koc^!^- i-i^cj ^Si^spipsk-sts lristslistic)^ ru? <Zss, Wssss? un«t