Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 5 (1.1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus den Gemeinden. Berlin. Jüdische Gemeinde. Am 25. September 1927 fand die konstituierende Sitzung der Repräsentanten-Versammlung statt, die folgendes Ergebnis hatte: Erster Vorsitzender: Geheimrat Julius Stern, erster stellv. Vorsitzender: Rechtsanwalt Dr. KI e e, zweiter stellv. Vorsitzender: M. A. Loeb, Schriftführer: Herr Rau, stellv. Schriftführer: Frau Lina Wagner-Taub e r. Der Vorstand der Berliner Gemeinde nahm in der Sitzung vom 4. Dezember seine Konstituierung vor, die folgendes ergab: Vorsitzender: Kommerzienrat Gerson Simon (Mittelpartei), erster stellv. Vorsitzender: Kammergerichtsrat Wolff (liberal), zweiter stellv. Vorsitzender: Georg Kareski (Volksvartei). — Als Kultussteuer für 1927 werden 10 Prozent der^ Reichseinkommensteuer 1926 mit der Maßgabe erhoben, daß die Mitglieder bei einer Reichseinkommensteuer bis einschließlich 75 Mk. keine Gemeindesteuer und von mehr als 75 Mk. bis einschließlich. 216 Mk. nur 8 Prozent zu entrichten haben. — Als erste jüdisch? Kreditgenossenschast in Deutschland wurde ein „Jüdischer Kreditverein für Handel und Gewerbe E. G. m. b. H/ begründet, der auf genossenschaftlicher Basis das Kredi.institut des Berliner jüdischen Mittelstands werden soll. Der genossenschaftliche Anteil ist auf 250 Mk. festgesetzt. An der Spitze des Aussichtsrats steht Bankdirek^or Klee mann von der Dresdner Bank, .der auch dem Gemeindevorstand angehört. — Die seit 1904 bestehende von den Bnei-Brich-Logen unterhaltene Toynbeehalle für Volksbildung und Unterhaltung wird wegen des starken Andrangs von nun an ihre Veranstallungen wieder täglich stattfinden lassen. — Zum Vertreter der Gemeinde im Verwaltungsrat der Jewish Colonization Association wurde Rechtsanwall Dr. Alfred Klee auf die Dauer von fünf Jahren gewählt. — Am 15. Dezember ist das Mitglied des Gemeindevorstandes Bankier Bruno Galews ki, einer der Führer des konservativen Judentums in Deutschland, im Aller von 64 Jahren verstorben. — R e f o r mg e m e i n d e. Am 29. November feierte der erste Prediger der Gemeinde Dr. Julius Ielski seinen 60. Geburtstag. — Breslau. Am 13. November verstarb das Mitglied der Gemeindeverwal ung Joseph Kober. — Der Etat für das Rechnungsjahr 19.27/28 beträgt 995 000 Mk. — Darmstadt. Da das Rabbinal durch die Berufung des Herrn Dr. Italiener nach Hamburg frei geworden und ein endgültiger Nachfolger bisher noch nicht gewählt worden ist, berief die Gemeinde Rabbiner Dr. Erich B ie n h e i m - Berlin als Rabbinatsverweser. — Emmerich (Rhein). Im Alter von 60 Jahren starb der langjährige Vorsteher der Gemeinde, Herr Hugo Weinberg. — Hamburg. Der Steuersatz, für 1927/28 beirägt 10 Proz. — Höchst. Kürzlich feierte Herr Max Ettinghausen das Jubiläum seiner 25jährigen Tätigkeit als erster Vorsteher der israelitischen Gemeinde Höchst. — Kassel. Zum Mitglied des Gemeindeällesten-Kollegiums wurde der Kaufmann Abraham Heinemann gewählt. — Kissingen. Rabbiner Dr. Bamberger beging am 8. November das 25jährige Jubiläum seines Dienstantritts als Rabbiner des Bezirkes Bad Kissingen. — Köln. Tie Beerdigung des Seminardirektors und Rabbiners der Gemeinde Adaß Jeschurun Dr. Emanuel Carlebach hat unter sehr starker Beteiligung stattgefunden. — Krefeld. Zum Nachfolger des ausscheidenden Oberrabbiners Dr. Leoi wurde der bisherige 2. Rabbiner der Gemeinde Dr. Bluhm gewählt. — Leipzig. Tie am 27. November stattgefundene Repräsentanten wähl Halle folgendes Resulrat: Bon der liberalen Liste wurden 6, von der Liste der Jüdischen Bolksparte: 3, von der Partei der ausländischen Orthodoxie und der Poale-Zion je 1 Vertreter gewählt. Die orthodox - demokratische Partei, die Handwerkerpartei und die Bürgerliche Partei sind leer ausgegangen. — In der Gemeindesitzung vom 12. Dezember stand die enoaülnge Festsetzung des Steuersatzes von 1927/23 zur Diskuision; dem Anlrage des Vorstands gemäß wurde eine Erhebung von 12 Proz. beschlossen. — Mannheim. Bei den am 4. Dezember staltgefundenen Gemeindewahlen erhielten die Liberalen zwei Tripel, die Orthodoxen uno Zionisten zusammen ein Drittel, der sitze. — München. Die Gemeinde hat den Tod zweier hervorragender Männer zu beklagen: Albert Landauer uno Isidor Popper; ersterer versah das Amt eines stellvertretenden Borsitzenoen des Gemeindevorstands. An seine Stelle wurde Justizrat Dr. Oestreich, der bisherige Borsitzende der Gemeindevertretung, gewählt, während G.'heimral Tispecker der Nachfolger des Dr. Oestreich in der Gemeindevertretung wurde. — Zum Rabbiner der Israelitischen Religionsq^scllschaft wurde einstimmig Herr Dr. Ernst Ehrenireu gewählt — Der Re'.chsvervand der jüdischen Lehrervereine yält vom 26. bis 28. Dezember :n München eine Tagung ab, in oer u. a. Studiendirektor Dr. Driesen- Franksurt über die jüdische Schule und ihre Bedeutung für das jüdische Leben in^Teulichland sprechen wird. — Nürnberg. Tie Kultusgemeinde Nürnberg erhebt II Proz. Steuern, und zwar 8 Proz. für eigenen Bedarf und 3 Proz. für den Verband bayerischer israelitischer, Gemeinden. — Stuttgart. Zum 2. Vorsitzenden des Gesamtvorstandes wurde für das Geschäftsjahr 1927/23 Sanitälsrat Dr. Ries gewählt — Wien. Ter Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Prof. Tr. H. P. CHajes, ist am 13. Dezember im 52. Lebensjahre einem Herzschlag erlegen. Die Beisetzung hat unier ungeheurer Beteiligung am 16. Dezember stallge^unoen, am Trauergottesdienst naym'u. a. der Präsident der Österreichischen Bundesrepublik teil. n«j«rssl?i'«>, WsSOilSQlli l.iOkisQlii WsitSi-SOilt Indantdi-ea^ 8!M!!. M8K»K pi-aktiseli KUt dillLK WMllMUM krankklirt s. A. k. m.'d.S. Lai8sr8tr.US l-l 55 <>nk. ZSI»N> Or. 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