Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-01-01 · 5 (1.1928) · p. Seite 146

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
5 (1.1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 146 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3094266-3094324-3094328--1247-3095967
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

146 Israelitische Waisenanstalten für Knaben und Mädchen, Kasse zur Ermöglichung des Schulbesuches mittelloser Kinder (Schulgelder- Kasse), Kuranstalt Soden, Rothschild'sche Lungenheilstätte Nordrach, Rothschild'sches Kinderhospital, Rothschitd'sches Altersheim, Gum- Pertz'sches Siechenyaus, Israelitisches Fräuenheim Bad Nauheim, Israelitische Kinderheilstätte Bad Nauheim, Waisenhaus Ems, Suppcnanstalt für Israeliten, Israelitische Männer- und Frauenkrankenkasse, A. M. von Rothschild'sche Armenstiftung, Frankfurt- Loge, Ritualkommission der Israelitischen Gemeinde, Pensionsanstalt für Kursmakler, Hilfskomitee für die osteuropäischen Juden. Später schuf er noch das Erholungsheim für Frauen und Mädchen in Baden-Baden, ferner zur Erinnerung an den gelehrten Drucker Wolf Heidenheim zu dessen IVO. Geburtstag eine Heidenheim« Stiftung. Besonders segensreich war die Arbeit, die er im Verein mit gleichgesinnten Männern, wie Charles Hallgarten, Julius Plotke, Henry Seligmann — sie alle schon verstorben — und Justizrat Blau in dem nach den russischen und rumänischen Judenverfolgungen gegründeten Hilfskomitee für die notleidenden osteuropäischen Inden entfalten konnte. Auch hätte er fehr frühzeitig die Gefahr der Tuberkulose für die jüdische Bevölkerung erkannt und schon in den achtziger Jahren die Kuranstalt in Bad Soden, später die Anstalt für Frauen in Nordrach begründet und sich bis in die letzten Jahre hinein um die Schaffung weiterer Anstalten bemüht, wobei er von Männern wie dem Heimgegangenen Carl Leopold Netter in Berlin tatkräftig unterstützt wurde. Alle diese Bestrebungen sind auf fruchtbaren Boden gefallen, und in den Annlen der jüdischen Wohlfahrtspflege wird das Andenken dieses Mannes, der ihr in vielem Wegbereiter und Wegweiser gewesen ist, niemals erlöschen dürfen. Es entsprach dem immer auf die Gesamtheit gerichteten Sinn des Heimgegangenen, daß er einen großen Teil seiner Kraft und seines Einflusses den Angelegenheiten unserer Israelitischen Gemeinde widmete. Ebenso wie sein Vater in den Auseinandersetzungen anfangs der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts eine maßgebende Rolle gespielt hatte, trat Michael Mainz auf, als um die Mitte der siebziger Jahre die endgültige Auseinandersetzung mit ^den Kreisen der Israelitischen Religionsgesellschaft kam. Er führte den Kampf nach zwei Seiten: für die Erneuerung und Sicherung der rituellen Einrichtungen der Gemeinde und gegen jede endgültige Lostrennung von der Mutteigemeinde. Man muß die von seiner eigenen Hand herrührenden Aufzeichnungen über die Ereignisse jener Jahre lesen, um zu ermessen, mit welch heiliger Begeisterung und zielbewußter Konsequenz Michael Mainz für seine gerechte Sache einzutreten wußte, gerade weil es ihm nicht um den Kampf, sondern um den Frieden zu tun war. Es verstand sich von selbst, daß er bei der Gründung der Ritualkommission, mit der die Neuordnung zum äußeren Ausdruck kam, zu ihren ersten Mitgliedern gewählt wurde. Von den Männern, die ihr damals angehörten: Joseph Baer, Jacob H. Weiller, Rabbiner Dr. Horovitz, M. T. Sondheimer, Lasar Mainz, Michael Moses Mainz und Dr. Heinemann, war er zuletzt allein übrig geblieben; genau fünfzig Jahre hat er dieser für die Gemeinde so wesentlichen Kommission seine Erfahrung und seinen weisen Rat leihen können, und das letzte Jahr ist ihm nun zum Jubeljahr geworden, da er, wie es in der Schrift heißt, seine Lösung findet und zum ewigen Erbteil heimzieht. Die wenigen Worte, mit denen hier des teuren Heimgegangenen gedacht ist und denen später an dieser Stelle ein ausführliches Lebensbild folgen soll, A?ären unvollständig, wenn nicht zum Schluß das Beste, was in ihm war, hervorgehoben würde: seine menschliche Tugend, seine oft rührende Bescheidenheit, seine vollkommene, nur der Sache dienende Selbstlosigkeit und seine aus tiefster Frömmigkeit quellende Liebe zum Judentum seiner Väter. Möge die Erinnerung an diesen wahrhaft Gerechten den Seinen und unserer ganzen Gemeinde Vorbild und Segen sein! Die Beisetzung fand am 27. Dezember unter so großer Beteiligung statt, daß die Trauerhalle des Gemeindefriedhofs kaum ausreichte. Im Auftrag des Gemeindevorstands hielt Herr Rabbiner Dr. Hoffmann eine meisterhaft aufgebaute Gedenkrede, in der er vor der Trauerversammlung, die den Sarg dicht umdrängte, das Wirken und die'Persönlichkeit des Toten ergreifend darstellte. Weitere Reden wurden einem letzten Wunsch des Heimgegangenen entsprechend nicht gehalten. > Vinsckermsnn o m.d.« <Zegrün6et 1S4S i»sus »«sinivrLtrsks IS Vsrtrotsr:?>su ttomdurg«»-, ^tilsncistk-. so, OsroluZ 43377?rsu kossnfolljs,-» 7tisodaI6stk-. 4, (Zai-olus 45293 X XvlBlVN vrikets vrvnnkvlx 5LSSLWSLSSLSSLLSLSSLSSLSL-SLS5LLSLSSLLS> Erste Frankfurter Dampfwafchu. Plä'tt-Anstalt Fernsprecher Hansa 4825 G. Trabinger, Frankfurt am Main Gutleutstraße 45. Neuzeitlich und besteingerichteter Großbetrieb am Platze für Kragen, Manschetten und Oberhemden. --------------- Streng pünktliche und regelmäßige Bedienung frei Haus. aLSSLS°LSS^«»^L-L«-5?S»L^ HM^G . G Unser neues »«vclell ist sekensvlert! Xonlturi'sn»!«», in QusMS» un«I?ä>in»«nonn«it. »tiv«leigve Preis »ISrgsnei» grSUe?« ^us«?sl,I F als I»«i K.«a<zr»c? 4m i-sc5»snkeimvr 3 blervenxerrüttung ctis ^nssQlis ksst sllsn I.sIcisriS2UstÄncis l 0er gs!vsniscke Zckylsckskrom clss ^isilmittsl ctss mocisrnsn r^srvsnsrzeissl Uloklmutl, cisn gsIvanlsQlis SQ^wsQlistnOm-I-iSUsppanstl L)ss iclssl cisr t-isimdst'lsncllung! Vsi'lsngsn Sis l<ostsn»Ios OnuOksOti^istsr,. SSSllQ^isn Sis UNSSI'S kostsrilOSSn ÄfzetüiQtis^» Spi'SQ^stunctSn VVc>ri!m^tri-l^stitllt, ^sil 26 I^surius 222.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.