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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-01-01 · 5 (1.1928) · p. Seite 145

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
5 (1.1928)
Date
1928-01-01
Page
Seite 145 (sequence 13)
Language
German
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145 Michael Moses Mainz 1842-1927 Unsere Gemeinde hat eine kostbare Krone verloren. Wie ein Schatten legte es sich auf die Gemüter, als äm 25. Dezember bekannt wurde, daß in der Nacht Michael Mainz seine edle Seele ausgehaucht hatte. Als Zeuge vergangener Zeiten und zugleich als Bürge der Zukunft stand er unter uns. eine wahrhaft seltene Erscheinung. Einer der ältesten Familien der Stadt und der Gemeinde entstammend, wuvde er am 25. Juli 1842 als Sohn des berühmten Gelehrten Moses Mainz und dessen Frau Fanny, geb. Doctor, geboren, in dem gleichen Haus der jetzigen Börnestraße 52 (früher Bornheimerstraße 12), in dem sich noch heute sein Geschäftslokal und der mit ihm verbundene Betsaal befindet. Er hatte zuerst die Selektenschule, später die Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft besucht und kam dann in die Lehre in das Bankgeschäft S. Goldschmidt-Mainz (heute L. Mainz senior), dessen Inhaber seine beiden Schwäger Louis Löb Goldschmidt .und Liebmann Lassar Mainz waren. Im Jahr 1863 wurde er beeidigter Makler an der hiesigen Börse, 1866 heiratete er eine Tochter von L. W. Schwabacher. Schon nach einjähriger Ehe verlor er seine Gattin, nachdem sie ihm einen Sohn geschenkt hatte; 1869 verheiratete er sich mit der Schwester seiner verstorbenen Frau, und dieser Ehe entstammten acht Kinder, von denen zwei im Kindesalter starben. . Schon in jungen Jahren widmete er sich im Sinne der Tradition seines Elternhauses, in dessen Geist er stets lebte und wirkte, der Beschäftigung mit den religiösen und sozialen Aufgaben der jüdischen Gesamtheit. Er war der geistige Schöpfer und der Organifator einer großen Anzahl von Wohlsahrtsinstitutionen, die noch heute eine Zierde unserer Gemeinde und des deutschen Judentums sind. Die Familie von Rothschild hatte früh sein selbstloses und energisches Streben durch , großzügige Hilfe anerkannt, und das besondere Vertrauen, das das Heimgegangene Ehepaar Baron Wilhelm von Rothschild ihm zugewendet hatte, wurde von dessen Tochter Baronin Edmond bis zuletzt bew«hrt. Seinem nie versagenden Optimismus gelang es stets, Schwierigkeiten zu überwinden und für feine Institutionen immer wieder neue Freunde zu gewinnen. Bei seinem 70. Geburtstag wurde ihm eine kunstvoll ausgeführte Adresse überreicht, in der alle Anstalten, bei deren Gründung er mitgewirkt hatte, ihren Dank und ihre Anerkennung zum Ausdruck brachten. Man erhält eine, wenn auch nur schwache Vorstellung von der umfassenden sozialen Arbeit des Heimgegangenen, wenn man die Unterzeichner dieser Adresse liest: ÜSMIWMIVIWÜMS I Prof. 0?. LZ. Zssgvr 5sn. kst vilttngsr Vr. I IUI» Ii «««»» ZMÜMl^WAIZM i t.: I rß s n «I s ck u k s crsvsttvn Xerren»VfZscr»s Zß>GK?MMIM sisvleKüvIsr ksisv»0scksn _Ssdzs/»rtikSl jzSSscie- Hrtiksl Zßrß«l«I»I«i«I«r, Ztri«I«js«I«ei», ^umds^jsel», M-»«n»«I»onar 0o««ke»tr. 7, Serge?»«?. «s»engs„« 2?lIN1^k»k»!O»^U. k»o>.8^r?iviösei. NUN ^N7S7KUöUN6 mit „vruc Kluft" el»1-IVI077UNQ mit „Slsusäure" „lVI^VKUVK" ivi^en. u. vk?ue»<>.u^-?Lppiett-i?e>^i(Zu^Qs a.ivi.v.». frUtZvr „IV>evek" SvfgSfstf.14S-7s».-nur«s?»Iu, 4ZS22 OiismiseliSkSinigung/Kunststopfsi'si z./vseku»«z oek Lk^is MsZfSI» VV^KK088N/^V!.!MK i Verlieb in unci au8iänä. Weins Frankfurt a. IV!. kiiro unä Kellereien: bleue ßiIain?er8tr.S1 u.S4 leisten: kömvr 3172 unl! KIsingÄU 71691

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