Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-12-01 · 4 (12.1927) · p. Seite 95

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
4 (12.1927)
Date
1927-12-01
Page
Seite 95 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3094266-3094324-3094327--1195-3095914
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

rei^ ch^^ so empfänglick) für das Göttliche, ^was das Wesentlnche ^üc d^ie Religion^st. Zeigt ihne^ Wahrhaftige, Ger^ Bar^herzig^! Kindern in W^ald und Feld, die nächste Stunde Wirt? dann um besser gelernt werden. Aber Schule ist Erziehung zum Leben. hören. Doch nicht viel: in Kürze sind sie von der Abscheulichkeit v^in Haß, Lüg^und Neid^überzeügt, so da^ der größte Teil der In höheren Klassen sollte man zum regelmäßigen Lesen einer jüdischen Zeitung anregen und gelegentlich Artikel daraus besprechen, soweit die Neutralität dabei bewahrt werden kann. Auch sollte ab und zu ein neu erschienenes Buch das Thema einer Stunde se^in. Wenn auch in^ „Kleinen Pr^ F^leig die ge^en ^^"--A^ t i s e m N m u s. ^s!mrd ^a^auch^el getan, Kinde, das ihm „Jude!" nachrief, entgegnete: ,",Jch bin stolz darauf, daß ich ein Jude bin!" Möge "sein Lehrer diese Ueberzeugung so fest in sein kleines Herz gepflanzt haben, daß es sie sein ganzes Leben lang beibehalten wird. Aber andererseits soll er.seinen Zöglingen auch^ einschärfen^ daß sie^sich nicht von ihren zusammen le?tten^ 'Kommet aber KonMte w^der^Kla^ vor, ^so den, der die Dinge untersuchen und evtl. gemeinsam mit dem Klassenlehrer schlichten kann. Aber nicht zuviel Raum diesem Thema, da ein Betonen nur die Empfindlichkeit unnötig verstärkt und wir haben gesehen, daß es so viel Wichtigeres und Wertvolleres für den Religionsunterricht gibt. Zum Schluß noch eine kleine Mahnung. Jeder Religionslehrer möchte seine Scbüler nicht nur innerlich religiös wissen, sondern auch ausübend. Er gerät dabei aber bisweilen in Gegensatz zu den Eltern. Es kommt vor und ist sehr zu begrüßen, wenn von den Kindern wieder mehr religiöse Gebräuche in jüdische Hauser getragen werden. Man kann es aber nicht grundsätzlich fordern. Wir dürfen und müssen Wohl allen Eltern so viel Verantwortlichkeitsgefühl zutrauen, daß sie die Erziehung ihrer Kinder reiflichst uberlegt haben. Die Schule darf hinweisen, aber nicht verlangen und gegen das vierte Gebot handeln, indem sie die Kinder mit den Ansichten ihrer Eltern unzufrieden macht und somit Konflikte verursacht. Auch hier gibt es ein Hilfsmittel: die Lehrer der allgemeinen Fächer suchen Rücksprache mit den ^ind,^dazu heran^ Die^'e müßten sich allerdings emer entsprechen- Von einem Lehrer:? ^s" jüdischer K u n st und L^i t^r a t u ^Dje^Bedeutung dieser be^en ringende zunge Men^ch^auch ^it^den e l /g i ö s^n^ A n s^ch a u - ^uzufchre^Än^ Andersgläubigen die unglau^li^sten^Dinge wicht^sten Lehren anderer Religionen mit in unseren Arbeits- Nur letzte A u f richtigkeit zwischen Lehrer und Schülern vermag es, bleibende Werte zu schaffen. Die Schüler dürfen erringen. Bei sol^em Geiste des Vertrauens^wird die Klasse zu einer wirklichen Lebensgemeinschaft, die so miteinander über die letzten ^Fragen scheu und ehrfurchtsvoll spricht. Dann entgegenstreb't, und zu unterdrucken, was aus dem Finstern stammt. Bon einer Studentin konservativer Richtung: ^^Man begegnet oft Menschen,^ die S^üler^g e s e^tz e s t r e u^e r jüdl^es Leben und d^mentspreck^end^n jüdischen ^Kenntnissen^ Auf Antwort^hören, daß der Mechanismus der Lernweise im jüdischen Es wird nicht ernst genug genommen, daß die jüdische Schule die Beziehung eines jungen Menschen zum Judentum schassen kann. Die moderne Pädagogik, die der Schule neue Ziele und frohe Wege des Lernens gewiesen hat, kann auch die jüdische Schule neu beleben. Von ihren Forderungen scheinen drei für uns von

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.