Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 6 (1927-1928)
- Issue
- 3 (11.1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 65 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Kriedhofsamt der Israelitischen Gemeinde übernimmt die Neuanlage, die dauernde und jahrweise Pflege von Gräbern jeder Bepflanzung auf den Friedhöfen der Gemeinde. Auskunft erteilt der Friedhofsverwalter, Rat Beilstraße, und das Gemeindebüro, Fahrgasse 146, Zimmer 37. Fachmännische Beratung und Kostenberechnungen werden gebührenfrei zur Verfügung gestellt. Sprechstunden der Gemeinderavbiner. Rabbiner Dr. Hoffmann, Börneplatz 16, Fernspr. Hansa 2024, nachm. 3—4 Uhr Rabbiner Dr. Horovitz, Staufenstr. 30, Fernspr. Maingau 77963, nachm. 3—4 Uhr. " Rabbiner Dr. Lazarus, Cronbergerstr. 30, Fernspr. Maingau 79432, nachm. 3-4 Uhr Rabbiner Dr. Salzberger, Eschersheimerlandstr. 67, Fernspr. Hansa 9945, nachm. 3^—4^ Uhr Rabbiner Dr. Selbmann, Friedrichstr. 29, Fernspr. Maingau 71124, nachm. 5—6 Uhr. Andere Sprechzeiten können telephonisch vereinbart werden. Gemeindebibliothek. (Bornestraße 54) BücherausIeihe: Montag—Donnerstag 12—13 u. 16—17 Uhr Freitag und Sonntag 12—13 ., Lesezeiten: Samstag und Sonntag 10^—13 u. 1556—13 Uhr Dienstag und Donnerstag 19—21 „ Freitag nach Schluß der Synagoge bis 19 Uhr. Museum jüdischer Altertümer. Fahrgasse 146 Besuchszeiten : Sonntags vorm. 10-1 u. Werktags nachm. 3-4 Uhr Aus dem Gemeindevorstand. Sitzung vom 19. September. Eine größere Anzahl von Personalangelegenheiten wird erledigt. Die Verpachtung der Mazzenbäckerei wird endgültig geregelt. Eine Zuschrift der Gesellschaft für jüdische Volksbildung über die Schaffung eines Kulturdezernats wird eingehend erörtert. Der Gemeinde Herleshausen wird eine Beihilfe für den Neubau ihrer Synagoge bewilligt, ebenso dem durch Unwetter beschädigten jüdischen Lehrgut in" Rodges. Auf Vorschlag der Religionsunterrichtskommission wird Herr Dr. S. B. Eschwege in Hamborn zunächst für ein Jahr als Religwnslehrer angestellt. Es wird beschlossen, den Gottesdienst im Krankenhaus im nächsten Jahre in geeignetere Räume zu verlegen. Sitzung vom 3. Oktober. Die Stellungnahme der Gemeindevertretung zu den ihr vom Vorstand vorgelegten Angelegenheiten wird zur Kenntnis genommen. Herr Rabb. Dr. Seligmann, der ebenso wie Herr Rabb. Dr. Hoffmann bei der Sitzung anwesend ist, erstattet seinen Jahresbericht über den Religionsunterricht. Der Bericht wird in seinen wesentlichen Teilen im Gemeindeblatl veröffentlicht und im übrigen an die Religionsunterrichtskommission verwiesen, wobei der Vorstand die Aufmerksamkeit der Kommission auf einige in der Erörterung des Berichts besprochene Mißstände richtet. Der von der Ritualkommission vorgeschlagenen Ernennung eines Rabbinatsassessors Wird zugestimmt. Weitere Beratungsgegenstände waren der Erwerb eines Synagogengrundstückes, Angelegenheiten des Philanthropins und der Religionsschule, Subventionsgesuche und eine Reihe kleinerer Vorlagen. Der Bericht des Friedhossamtes über die Beschädigungen auf dem Bocknheimer Friedhof wurde zur Kenntnis genommen, und es wurde u. a. beschlossen, den Friedhof besser als bisher gegen Einsteigen zu sichern. Sitzung vom 24. Oktober. Aus der infolge der Aeiertagspause sehr umfangreich gewordenen Tagesordnung ragte ein einstündiger Bericht der vor einiger Zeit eingesetzten Kommission für Berwaltungsfragen des Krankenhauses hervor; auch der Vorsitz im Pflegamt wurde neu geregelt. In der Angelegenheit des Neubaues einer konservativen Synagoge wurden ergänzende Erhebungen beschlossen. Ein Bericht der Finanzkommysion, der sich vor allem mit Anleihesragen befaßte, wurde entgegengenommen. Nach Erledigung einiger Personalangelegenheiten beriet der Vorstand über zwei Zuschriften betr. den Gottesdienst in der Hauptsynagoge, die schließlich an eine kleine Kommission verwiesen wurden. Mit der vom Schülrat des Philanthropins vorgeschlagenen neuen Bezeichnung des Schulwerks erklärte sich der Vorstand einverstanden. Schließlich wurde über eine Anzahl laufender Angelegenheiten Beschluß gefaßt. Aus der Gemeindevertretung. Sitzung vom 21. September 1927. Sitzungsbericht von Bürodirektor I. Meher. In Anwesenheit von 27 Mitgliedern der Gemeindevertretung und drei Vertretern des Gemeindevorstands eröffnet der Vorsitzende, Herr Dr. Richard Merzbach, die Sitzung. Er widmet vor Eintritt in die Tagesordnung dem verstorbenen Vorstandsmitglied Herrn Bernhard Simon herzliche Worte des Gedenkens und gibt dem Schmerz und der Trauer der Gemeindevertretung über den Verlust Ausdruck, den die Gemeinde durch das plötzliche Hinscheiden dieses ausgezeichneten Mannes erleidet, der sich in unermüdlicher praktischer Arbeit, insbesondere in der sozialen Fürsorge und als Borsitzender des Kraukcnhauspflegamts, unvergängliche Verdienste um die Gemeinde und ihre Verwaltung erworben hat. Sein Andenken wevde unvergessen bleiben. Ter Vorsitzende gibt serner der Trauer der Versammlung über das Hinscheiden des Herrn Justizrats Lilienthal, Berlin, Ausdruck und gedenkt der Verdienste, die sich der Verstorbene als Syndikus der Berliner Gemeinde, als hervorragender Mitarbeiter im Landesverband und als Dezernent im Kultusministerium erworben hat. Auch der Frankfurter Gemeinde habe er, so oft es notwendig war, beigestanden, um ihr Interesse bei den zentralen Behörden zu vertreten. Die Frankfurter Gemeinde werde dem überaus verdienten Manne ein gutes Andenken bewahren. Die Anwesenden hatten sich zu Ehren der Verstorbenen von ihren Sitzen erhoben. Weiterhin spricht der Vorsitzende dem Gemeindevertreter. Herrn Julius Weißhaupt, die Glückwünsche der Versammlung anläßlich seines 50jährigen Geschästsjubiläums aus. Schließlich gibt der Vorsitzende Kenntnis von der Einladung der Frankfurt-Loge zu der am 23. d. M.. 20^ Uhr, stattfindenden Trauerfeier für den verstorbenen ExPräsidenten Bernhard Simon. Zur Beratung gelangt alsdann die Vorlage des Vorstandes betr. die noch festzusetzenden Etatkapitel sür das Rechnungsjahr 1927 23. Hierzu hat der Vorstand beschlossen, den Zuschuß der Gemeinde zum Philanthropin unter Berücksichtigung der notwendigen Abänderungen gegenüber der ursprünglichen Etntziffer auf Mk. 303 933.— festzusetzen, das Etatkapitel Subventionen unverändert auf Mk. 17S 856.— bestehen zu lassen und sich vorbehalten, eine Erhöhung dieses Postens vorzunehmen, falls dies ohne Gefährdung der Gemeindefinanzen mögliä) erscheint, worüber etwa Mitte Oktober erneut beraten werden soll. Das Kapitel Unvorhergesehenes hat der Vorstand endgültig auf Mk. 65 000.— erhöht. Er hat weiterhin beschlossen, die zum Etat des Philanthropins gefaßten Resolutionen, da sie eine Zustimmung der Gemeindevertretung nicht erfordern, nunmehr dem Schulrat mitzuteilen, diesem gleichzeitig zu eröffnen, daß die Gemeinde an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit augelangt sei, und daß der Schulrat sich mit größtem Nachdruck bemühen müsse, andere Einnahmequellen zu erschließen. Ferner will der Vorstand alsbald Schritte zur Erlangung von Subventionen für das Philanthropin einleiten. f^ür Ikren «nn?ei»pok? XVir kelekren 5ie unverlzmcjlieri. XVir kersten 5ie keim Ksuf. Wir 5in<ä xckon keztenx gerietet. I. «eiiei. nac«?. Lleicienitrske 22 ^/^MS/S^ ^/<UA5/< ' ^^/