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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-09-01 · 1-2 (9.1927) · p. Seite 26

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
1-2 (9.1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 26 (sequence 26)
Language
German
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besser 2U sein und niellt, well sie siell g-rökerer Vorreellte erkreut, sondei-n weil sie mein- Rkliebten auk siell nimmt. Den .Vnlläng'ei'n des ^iddisellen Zagte er: eine nationale Lpraells ist diejenige, in welelior die besten Leliöpkung-en der Nation gesollrieben werden, uild dalier ist es kür uns clie Iiedräiselle. Den Labbat-Lebändern sagte er: Im privaten Reben sind vielleielit nielit alle von uns in der Rage, den Ladbat in allen Rinxellleiten xu lialten. ^ber als nationale Rinriebtungdark nioiit daran gerülirt werden. ..^lelir als Israel den Labdat llielt, liielt der Labbat Israel aukreelit." Xu den Kritikern des Leliulelian-.Vrueli sagte er: „Wenn I!ir ein medixiniselies Rueb lest, bildet Ilir es ärgerlioll beiseite legen, weil so viele unang-enelimo Dinge darin stellen? ^ein! Rnserem Volke wa>- die Rliora alles. Und dal,er war alles die Rliora". Xu den xum Oliristentum neidenden .luden sagte er: ,.Rin wissenseliaktlielier .jüdiselier Kommentar /lnll bleuen Testament wäre wol'I nüt/.lieli: ader solange das .Xlte Testament stellt, mulZ das Xeue kallen: Zusammen können .^ie nielit bestellen. Was die Person d^esu anbetritR. so können wir ^luden ilin nie anerkennen, da seine Reden mit ..I e l> sage" deg'innen, eins Redeweise, die wir nur unserem Ootte xugestelien, aber nieiuals einem mensoblieben Weesen. ..Wenn nielit Kloses gekommen wäre." sag-t der Ralmud. ..dann bätte Rsra die Rliora gedraellt." Könnte irg-end sin (I'Iirist sieli seine Religion oline Oliristus vorstellen oder ein Aluselmann den Rlam oline Aloliammed? Xu den Rülirern der Ortlivdoxeil sagte er: ..Rin Alann siebt, dak sein Raus von allen Leiten Reuer gelangen Iiat. Was tut er? Rr läkt alles stellen und liegen und rettet aus den RIammen nur einige Dokumente, von denen seine gan/.e leisten? abbäng't. Lo taten es die besten unseres Volkes, wenn Rnglüek sie?u vsrnieiiten drollte. Lie retteten vor allen! das .ludentum. Rabbi .loebanan den Lakkai dureli das Rebrliaus in da^vne, Ra>)1)i .lebuda, der Rürst, durob <lie Aliselina. Alaimon!<les dureli Ni^eline-RIiora und .losepb Karo dureil den Lellulelian-.Vrueli. 80 sei aueli unser Run. Die .luden werden verkolgt, und das Judentum wird melir denn .je bedrolit. Die Xeiten Iiaden sieb geändert und unser Volk mit illnsn. Die kurxe Ltunde, in der unseren Löbnen das Rebräisebe beig-ebraelit wird, veiinittelt illnen niellts als die ^Vnkang-sgründe, und so selien wir, wie selbst die Kinder der Ortliodoxen nielits Reelites vom Judentum wissen, und von der llnwissenlieit bis xur .^ssimilierung- und bis xur Rauke ist nur eine Laoke von wenigen (Generationen. Denn es ist nur das Ltudium derRbora, welebes das ^udentuni am Reben orllält, und dalier lleikt es in der Alisebna: „Das Ltudium der Rbora muk an erster Ltelle stellen." 'Mir müssen einen „Lonat? des .ludentums" se!ial?en, sagt .V ll. l?)r msint damit niellt eine lZn/.vklopädie im gswönnlioden Linne, sondern ein erxielierisoll wissensoliaktliolies ^Verk in der Vrt von Dlderots und d'.-VIemderts l^nxvklopädio. Den .inngen ^uden in Palästina seliried er kurx vor seinem l'ode: ..Ist es wallr, was ieli llöre? DalZ Ilir, um I^ueli an den aradi.^elien Räilkern xu räellen. <Iie viele von I5uel> getötet und I^uer Dork verstört liadsn, mit derselben Nünxe xurüokge?-al>1t Iladt? lell llolke. d^lZ das nielit walir ist. In einem einzigen ^Vugendlieke wollt Ilir unsere llöoliste Noral, in der es keine lkaells gikt, lcein VsrxieLen unseliuldig'en Blutes, Zerstören, eine Äloral. kür die unser Volk sein I^eden llingad? Xein, unser Oeld g°eden wir kür unser I^and I,er, ader niellt unsere?rvsilleten. ^Venn es wadr ist, dann din ioll kroli, dalZ iell alt bin und dald sterben werde. Wenn das der Messias ist. dann laKt ilin kommen: iell will ilin nielit anseilen." Lo waelite er über .Inda und trat Ilervor, sobald er einen üuk vernalim. I^Ind doell konnte er sieb ibm nur naeb seinen Oeseliäktsstunden widmen, denn er war .1a ein Oeseliäktsinanil und. naeli seinen eig-enen Worten konnte er den gaiv/en l agüber Wisotxkis l^ee und ain .Vbend über die Rbilosopllie des ^laimonides selireiben. Indein er so über nll die ei-wälinten (gegenstände sebrieb, Iiereivlierte er die ü d i s e II e 1^! t. e r a t u r mit Werken, deren Iniialtstieke nur mit derjenigen des .,1/üilrers der Verirrten" von Alaimonides verglielien werdeil kann. Ibr Lt.il ist so klar und llielZend wie derjenige der Aliseiina oder des üasebi. IZin nielit- .jüdiseiier (Zelelirter sagte einmal, dak iilin die Leiirikten des .V II. wie eine reine Quelle erseliienen, bei deren Klarbeit man die Riet's verkenne. Und diese Lebrikten braobten den "I'ag' der ^breoilnungmit den Haskala-l^avllkolg-ern. Im dabre 1890, nur ein dallr naeli seinem ersten ^Vuksatxe, seilen wir ibn bereits als Redakteur des „Kaweretli" und als den Zeistig-en weiter des „Hapardes", dann als Redakteur des „I^uaeb ^eiliasak" und als (Zründer und Herausgeber seiner Iiebräiseilsn Nonatssebrikt „Ilaseliiloaeil" (der?5ame ist von einem langsam und still Meldenden Ltroine in Ralästina, entlieilvn). Duioil all diese Arbeiten konnten die Iiebräiseiien Leilriktsteller liebräisellen Ltil lernen. Deiln es ist ein anderes, grammatikaliseli ,.riel>tig" und im (^eist der liebräiseben Lnraelle xu selireiben, wie viele Reisnlelo aueli aus neuester Xeit l>eweisell. Ol) .Veliad Ila'am eigenen Osdanken .Vusdruek verlieli oder siel, mit Kant und Lpeneer bsseliäktigte oder die Klagen des RIato und I^uoretius üdgr die Ilnsittlielikeit der (Zötter bebandelte — überall entsprangseine Lnraelie Iiebräisellem Roden. Wir külilen. dal? unsere 3000 .lalirs alt<' Literatur in ilnn lel.t. uild dak «las reebte Wort und der tret'kende ^Vusdruek wie reite Zeigen seiner I^eder xukallen. Dabei ist sein Wortsellatx klein: denn er gebrauelit nur sinkaebe und natürliebe W^orte, so dalZ .jeder — sei er auell nur in den (^ebetbüeliern bewandert — auk .jeder Leite vertraute Freunds wiedertiildet. Vus „.Vdon-Olom", aus ...ligdal". aus dem „Reryk" und aus ..^Vni I>u liasellnel". I^r kesselt dureb seinen klaren, (^edalikenaukbau. der, wie aus ebenmäkig'en Lteinen gekügt, xu einer Rvramide Iieranwäelist. Xugleieli aber selien wir alle unsere alten Rekannten wie in einem neuen (Zlanxe, und wir kragen uns: Wie konnten diese Ausdrücke nur .jemals anders gebrauellt werden? Dalier bebaupten auell seine euroMiseben l.Iel>vrsetxer, dak seine Ideeil -/war leiellt übersetzbar, sein Ltil aber um^o seliwereisei. da .jeder seiner Lätxe alisxurllkell selieint: „Der Rremde, der siel, liier näliert. wird getötet!" lind den modernen liebräiseben Leliriktstellern. die sieli über den Alangel an W^orten lind ^usdrüeken beklagten, antwortete er: „Das tote Ratein seliuk melir wertvolle Werke als xur Xeit. da es eine lebende Lpraebe war. wenn aueb nielit alles in (üieeros Ltil gesebrieben war. Unsere Leilriktsteller des Nittelalters, über die Ibr Rueli so gern lustiginaelit, scliuken W^erlce, die immer wieder von neuem in Rurona übersetzt wurden. ^Vber wer würde .je daran denken, irgendeinen der modernen Leilriktsteller xu übersetzen? i^ein, an Worten und ^usdrüeken koiilt es Rueb niellt! Rine Z000 .lallre alte Riteratur entliält alles, was Ilir brauellt. kalls Illr sie xu gebrauelien verstellt. Was unseren modernen Leliriktstellern ermang-elt, ist: Orig-inalitat und (bedanken. Lie llaben nielits xu sagen und sagen es xweimal. . . ." .Vls Rerausgeber seiner Xeitselirikt räumte .V. R. mit all diesem Keliriellt der modei-nen Ilebräiselien Riteratur auk, gerade so wie der .lüde am Rrev-Resaeb sein Raus von .jedem Krümelien Rng-esäuertem reinig-t. .lunge ilnd alte Lebriktsteller llekamen von ilim xu Ii<>reil. dak sie siell ibrer Laelle erst klar sein mükten, llevor sie selirieben. Lo erriebtete er gleiellsam eine Lollulo kür neu-bedräiselle Loliriktsteller, die er ständig daran erinnerte, dak das Liegel des bebräiseben (Rottes Walirbeit ist und dak ein bebräisobes Rueb daller vor allem wabr sein müsse. Rs ist eliarakteristiseli, dak Rialik am (Zralie .Vebad Ila-ams sagte: ,,>V1s wir xuill ersten Älale seine .Vuksätxe lasen, war es uns, alk ob die Welt unterginge, wenn .V II. nur eines seiner Worte auslieke." lind ein anderer Dieliter sagte: „Wir trauei-n um den Alann, der dem bebräiselien Ruelie seine Heiligkeit wiedergab." ^Vber das i»t niellt alles! Keine Universität, ob Mlisell oder eliristlieli. an der b e llr ä i s e b e r Ltil g-elelirt wird, kann vollständigobne ^. II. sein, da wir dlirvll seine Werke nielit nur seinen Ltil lernen, sie übermitteln uns auell ein besseres Verständnis kür unsere Klassiker. Denen, die krag-en: War er ein Ressimist oder ein Optimist, ein Ortbodoxer oder ein ^Vnti-Ortliodoxer. denen ist nur xu antworteil. dak er niellts von all dein war. (^anx und nur auk das Wesentliebe war sein Rerx gerielitet. .^.n einem Limellas-?liora sagte er einmal: ..Wenn unsere .jungen Reute in Xukunkt wirkliell die Ibora, studieren wollen, dann bedeutet dieser lagkür mieb den ersten wirkliell gliieklieben Limelias- Illora. Rur Iliob und Lwikt war ilir Oeburtstagder unglüek-

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