Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 10 (6.1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3094266-3094312-3094321--1017-3095732- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
11 ergangenen Beschlüssen, insbesondere Erhöhung der Wohnungsgeldzuschüsse um Mk. 8986.—, Erhöhung der Ausgaben für den Chor der Hauptsynagoge sowie der Pensionsbeträge. Ferner wird die Vorlage einer Dienstordnung und die Einstellung geeigneter jüdischer Chorsänger in den liberalen Synagogen beantragt. Beschluß: Die Gemeindevertretung stimmt zu. Kap. Ill: Synagogen- und Ailialgottesdienste. Frau Bloch-Neustadt beantragt die Herabsetzung der Einnahmen der Synagogenplätze der Synagoge an der Königsteiner Straße auf Mk. 30 000.—. Sie begründet diesen Antrag damit, daß im vorigen Jahr die Einnahme um Mk. 3000.— gegen die Jstziffer zurückgeblieben sei, ein Beweis dafür, daß die Gemeindemitglieder nicht in der Lage feien, die hohen Sesselmieten zu zahlen. Die Herren Stiefel und Landsberg unterstützen diesen Antrag. R.-A. Simon vertritt den Standpunkt der Finanzkommission und glaubt, daß bei ordnungsmäßiger Organisierung des Verkaufs der Plätze die eingesetzten Einnahmen erreicht würden. Herr Stiefel stellt den Antrag, den Vorständen der Synagogen am Börneplatz, Hauptsynagoge und Synagoge an öer Königsteiner Straße einen Dispositionsfonds von je Mk. 500.— und der Synagoge Bockenheim Mk. 200.— zu bewilligen. Herr R.-A. Simon schließt sich diesem Antrag an und schlägt vor, an den im Etat eingesetzten Posten für sachliche Ausgaben der großen Synagogen je Mk. 200.— und der Synagoge Bockenheim Mk. 100.— zu streichen. Beschluß: 1. Antrag Bloch-Neustadt wird abgelehnt. 2. Antrag Stiefel wird mit der Maßgabe angenommen, daß dem Gemeindeoorstand die Belege für die Ausgaben aus dem Dispositionsfonds der Synagogenvorstände vorgelegt werden. 3. Antrag Simon wird angenommen. 4. Der Antrag der Finanzkommission, die Platzmieten der Hauptsynagoge von Mk. 15 000.— auf Mk. 14 000.— herabzusetzen, wird angenommen. Kap. IV: Anlerrichlswesen. Herr Willy Wolff stellt fest, daß der mit F. S. gezeichnete Artikel im letzten Gemeindeblatt über den Haushaltsplan nicht vom Vorstand herrühre. Er stellt weiter fest, daß noch niemals eine Veranlassung für den Vorstand vorlag, einen Beschluß über die Notwendigkeit der Schule zu fassen. Er bittet, sich dem Vorstandsbeschluß anzuschließen und macht darauf aufmerksam, daß die Ausgaben des Philantropins um 25 Prozent gestiegen seien. Das sei für die Gemeinde untragbar, es müsse der ernste Wille zur Sparsamkeit in die Tat umgesetzt werden. Der Vorstand sei nicht in der Lage, den Beschlüssen der Finanzkommission zuzustimmen. Es sei schon eine große Tat des Vorstands gewesen, die Steuer herabzusetzen. Hierfür könne der Vorstand die Verantwortung übernehmen, aber nicht für die großen Ausgaben der einzelnen Verwaltungen. Sollten die Beschlüsse des Vorstandes nicht angenommen werden, so befinde sich das Philanthropin in einem etatlosen Zustand. Dr. Galliner bittet, sich den Beschlüssen der Finanzkommission anzuschließen, da es unmöglich wäre, mit einer derartigen Einschränkung des Etats, wie sie der Vorstand habe eintreten lassen, nur die notwendigsten Anschaffungen zu machen. Es sei unhaltbar, daß Lehrer z. B. beim Handfertigkeitsunterricht aus eigener Tasche Lehrmittel bezahlen müßten. Das das Philantropin eine Notwendigkeit sei. beweisen die 900 Schüler der Anstalt. Dr. Geiger bittet ebenfalls, die Vorschläge der Finanzkommission anzunehmen und den Vorstand zu ersuchen, eine Besichtigung an Ort und Stelle vorzunehmen, und er glaube bestimmt, daß der Vorstand seinen Standpunkt revidieren würde. Um die Schule konkurrenzfähig zu halten, könne nicht an Lehrern gespart werden, und nichts sei schädlicher als eine Zusammenlegung der" Klassen. Es sei unverständlich, wie der Vorstand Mk. 132 500.— für Einnahmen aus Schulgeld einsetzen konnte. Die Kommission habe für diesen Posten Mk. 115 000.— eingesetzt. Redner habe diesen Posten nochmals geprüft und sei zu der Ansicht gekommen, daß bestenfalls nur Mk. 112 400.— eingehen können. Herr Jacob Wolff glaubt, daß für den Vorstand keine Verpflichtung bestehe, für zwei Lehrkräfte in der Volksschule Gehälter zu bewilligen. Durch eine Zusammenlegung der Klassen von Ober- und Unterprima könnten Lehrer erspart werden. Herr Willy Wolff sagt zu, den Posten Schulgeldeinnahmen im Vorstand nochmals zu prüfen, bittet aber, an freiwillige Geber und Gönner der Schule heranzutreten, um Zuwendungen zu erhalten. Er glaube, daß durch die Zusammenlegung der Oberklassen eine Ersparnis erzielt würde. Dr. Merzbach betont, daß der Vorstand sich nicht nach den Ist-Ausgaben des Vorjahres richten könne, weil der Schulrat des Philanthropins nur das Allernötigste angeschafft habe. Er mache darauf aufmerksam, daß in Preußen dem Staat jedes Kind Mk. 511.— in den höheren Schulen und Mk. 300.— in der Volksschule koste. Man könne sehr leicht errechnen, daß die Selbstkosten des Philantropins weniger betragen. Auch könne man nicht behaupten, daß die Ausgaben des Philantropins um 25 Prozent gestiegen seien, denn man müsse doch berücksichtigen, daß die Schule 3 Aufbauklassen bekommen habe. Vor dem Aufbau feien vom Direktor 6 Lehrer oerlangt worden; er habe aber den Lehrplan durchgearbeitet und sei zu der Ansicht gekommen, daß 3 Lehrer genügen, die auch eingestellt worden seien Beschluß: Die Anträge der Finanzkommission, 1. den Vorstandsbeschlüsfen betr. Vereinfachung des Schulbetriebs und Abbaumaßnahmen, Ablehnung von zwei neuen Stellen für die Volksschule bis zur Klärung der Frage einer Zusammenlegung in den oberen Klassen, Herabsetzung der Kosten für das Büro des Schulrats und das Sekretariat der Schule, die Zustimmung zu versagen: 2. von den Vorstandsbeschlüssen betr. Einstellung eines klassischen Philologen, ziffernmäßige Aufstellung über den Besuch der einzelnen Klassen, Neuregelung der Dienstbezüge des Direktors, Einziehung des Schulgelds, Aufbringung freiwilliger Spenden Kenntnis zu nehmen; 3. unter Berücksichtigung des Vorstandsbeschlusses in Anlehnung an die früheren Beschlüsse der Spezialbesoldungskommission, die Anstellungsverhältnisse der am Philantropin tätigen, im Hauptamt bei der Gemeinde angestellten Lehrer prüfen und hierüber der Gemeindevertretung zu berichten; 4. den Vorstand um Auskunft über den Stand der Kommissionsverhandlungen betr. Abänderung der Schulordnung zu ersuchen; 5. den Vorstand um Klärung der Frage des angeblichen Betriebsfonds des Philanthropins und um Durchführung der früheren Kommissionsbeschlüsse betreffend Herbeiführung einer Uebereinstimmung zwischen der Buchhaltung des Schuirats und der Gemeinde zu ersuchen; 6. feststellen, daß durch die heute gefaßten Beschlüsse die Frage nicht entschieden werden soll, ob die Gemeinde vertraglich zur Deckung eines Defizits der Volksschule verpflichtet sei; 7. die Position 74 (Zuschuß zum Philantropin) um Mk. 30 864.— auf Mk. 285 861.— zu erhöhen: 8. die Position 75 (Unvorgehergesehene Besoldungserhöhungen) um Mk. 16 500.—, d. h. auf Mk. 13 500.— zu ermäßigen werden angenommen. Ferner wird beschlossen, den Schulrat zu ersuchen, den nächstjährigen Etat der Volksschule und des Philanthropins getrennt aufzustellen. >llll>l!W!IW>!>>M>ll>>!!l»!»!W!>!!>!">!!M>!!>>"M „0er nsus ttsim" Ois spociiismsolisiicis ^rfinciung im lXIsvierdsu Oa» Prinzip ciss sntisststsn kssonan-doösns. ,,^in Stfacjivarius untsr cisn Klavisl-sn" ^Ilsinvsi'trstung?lSMS!I8 I. HkWSNll.?ell Zl Viktori-Z, eises-k»?sil, Ops! D Vseitss- UWjMAZSKilWM S5M/^j»^ ^sk^sklu»^ Nepsrstufsn seknell unrt billig. 5».?KK0 wkc»zn!Xk« I^nsttbe^gs? l.sncist^sSs S4 . ps?nsp?ecke»^mt Os^olus 47S20 ^^e^-iwve«z^ H/^Hsds-^stSV c--^?"»O- — e/OF« (sß^ck