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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-05-01 · 9 (5.1927) · page 7

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
9 (5.1927)
Date
1927-05-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Darüber hinaus wird aber die Gemeinde es versuchen, in ganz besonders dringenden und wichtigen Fällen, die für die Gesamtheit von Interesse und Bedeutung sind, helfend einzugreifen. Für Wohlfahrtszwecke selbst sind in den Etat Mk. 100.000 eingesetzt, die an eine erhebliche Anzahl von Vereinen, sowohl der offenen als auch der geschlossenen Wohlfahrtspflege für einzeln namhaft Zu machende Fälle zur Verfügung gestellt werden. Der Beginn des neuen Fried hofbau es hat sich durch Verkettung widriger Umstände verzögert. Die letzten Schwierigkeiten sind behoben, der Bau wird noch im Laufe dieses Monats begonnen werden, und die Friedhofsverwaltung hofft, innerhalb einer Frist von 6—8 Monaten sür den Beginn der Belegung vorbereitet zu sein. Tie für diesen Zweck benötigten Mittel sind im Wege einer Anleihe aufgenommen worden, die zu einem für die Gemeinde nach heutigen Begriffen ungünstigen Zinsfuß abgeschlossen worden ist. Verhandlungen wegen Aufnahme einer neuen Anleihe, deren Erlös in erster" Linie zur Rückzahlung der Anleihe von 1926 und dann auch zur Errichtung einerneuen zweiten konservativen Gemeindesynagoge Verwendung finden sollen, schweben. Es hat sich herausgestellt, daß die Synagoge am Börneplatz durchaus nicht ausreicht, alle Gemeindemitgieder, die auf den Besuch einer konservativen Synagoge Wert legen, aufzunehmen und so wird sich die Gemeinde demnächst einen Bauplatz Zu sichern haben, um eine neue ungefähr 1000 Plätze umfassende konservative Gemeinde- Synagoge zu errichten, damit auch den Gemeindemitgliedern, die im Norden und Nordwesten der Stadt ihre Wohnung haben, die Möglichkeit eines nicht zu entfernten Synagogenbesuches gegeben ist. Die Einnahmen aus Kultussteuern werden für dieses Jahr, bei einem Steuersatz von 121/2^/0 auf 1 Million Mark geschätzt. Dies bedeutet eine Reichseinkommensteuer der Gemeindemitglieder für das Veranlagungsjahr 1926 in Höhe von ca. 8 Millionen Mark. Es sei aber auch an dieser Stelle daraus hingewiesen, daß die Verhältnisse im Wirtschaftsjahre 1926, wie die Vorauszahlungen beweisen, bei einem nicht unerheblichen Teil der Steuerpflichtigen zu einer wesentlich geringeren Veranlagung für das Steuerjahr 1926 führen werden. Hoffentlich wird für diese Einkommenverminderung, angesichts der aussteigenden Wirtschaftskurve ein Ausleich in anderen Einkommengruppen sich finden. Ist dies der Fall, so wird die Gemeinde doch die Möglichkeit haben, mit dem errechneten Steuersatz ihre Bedürfnisse zu befriedigen, ohne daß ein allzugroßes Defizit sich ergibt, und ohne daß sie im nächsten Jahr gezwungen ist, die Steuerschraube wieder fester anzuziehen. Es sei am Schlüsse dieser Betrachtungen nochmals darauf hingewiesen, daß die Gemeinde in den letzten Jahren nicht in der Lage war, neue größere Aufgaben, die sich ihr auf dem Gebiete sozialer Betätigung aufdrängten, zu übernehmen, uud daß aus diesem Gebiete der privaten Fürsorge noch ein großer Spielraum überlassen bleiben muß. Auch in geistiger Beziehung konnte die Gemeinde nichts Vollkommenes leisten, namentlich war sie nicht im Stande, über Frankfurt hinaus im Interesse der Gesamtjudenheit sich wirksam zu betätigen. Aber auch hier wird unsere Gemeinde ihre alte Führerrolle wieder voll übernehmen können, wenn mit der Gesundung des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens Deutschlands auch die innere Position der Gemeinde, ihre frühere Stabilität wieder erlangt haben wird. 5. 8. MWMMiSUMUMWS ich auswärts esse, gehe ich ins . . . k-Sotel ^iemsnc! sollte es verssumen, sicn dsi ^nsonsfkung von Küensn-lViöbsln unsere Ivpen-Küelis -n-«5sk«n Sie ist sls clis beste snerksnnt unci sekenswert. VYtzlkMVvM sn?s?niks«r »-«»mm«ri«m»ssk5? "IXÄIXI X X X X X X X L Sargenes Tachn'cht'm Kittel werden in sorgfältigster Ausführung mit und ohne Stoffzugabe billigst angefertigt. Offerte unter dieses Blattes.

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