Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 7 (3.1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 erhaltene Handschrift Zeugnis ablegt. In diesem Zusammenhang seien auch die anderen Handschriften erwähnt, die teilweise von dem gleichen künstlerischen und religiösen Geiste wie die soeben genannte Haggada-Handschrift erfüllt sind. Eine Zusammenstellung der schönsten Wochentags- und Feiertagsgebete der Juden in deutscher Sprache, für einen jüdischen Mäzen auf Pergament geschrieben von Friedrich Heinrichsen; eine Zusammenstellung der jüdischen Sittenlehre (von dem 'gleichen Mäzen veranlaßt), eine mit Prächtigen Initialen versehene Handschrift von Rudolf Koch, der künstlerisch auf Pergament geschriebene und ausgemalte Stammbaum der Familie Guggenheim aus Worms, der ebenso wie die vorhin erwähnte Haggada-Handschrift im Druck erschienen ist bezw erscheint. Das Kaddisch-Gebet als Wandschmuck für das jüdische Haus findet sich in zwei Ausführungen von Berthold Wölpe; daneben hängt eine künstlerisch geschriebene Jahrzeittabelle, im Geiste der Verstorbenen mit dem Mahnwort als Abschluß: „Erziehe deine Kinder zur Bescheidenheit". Nirgends aber tritt uns die einleitend erwähnte „Eigentümlichkeit des Ausdrucks" so anschaulich entgegen wie in den zum sakralen Gebrauch bestimmten Wandteppichen, die eine besondere Zierde der Ausstellung bilden. Wenn es die Absicht der Bibel ist, durch sinnfällige Zeichen auf das Gemüt und den Willen des Menschen zu wirken: „Und es sollen diese Worte, die ich dir heute befehle, sein in deinem Herzen, und du sollst sie deinen Kindern lehren" — die Offenbacher Künstler haben das Gotteswort neu zu Ehren gebracht. Wo gibt es einen Menschen, der die Teppiche mit den zehn Geboten, mit dem 90. von der Vergänglichkeit des Menschen redenden Psalm betrachten könnte — diese Teppiche mit ihrer mächtigen eindrucksvollen Schrift, ihrer so harmonisch abgetönten Farbenwirkung, ohne daß ihm etwas von der ernsten Feierlichkeit des ewigen Buches bewußt würde, wo gibt es ein jüdisches Kind, das die Teppiche anschauen könnte, die bestimmt sind, das jüdische Haus zu schmücken und besonders am Sederabend den festlichen Rahmen zu bilden für die zu dem häuslichen Gottesdienst versammelten Beter, dem nicht ein Gefühl der Weihe in die Seele zöge, ein Empfinden der Ehrfurcht vor dem Geiste, der den Abend durchweht und den Künstler zu seinem Werke angeregt hat. /ckwin»v H/torcK 0os0»sstr. ZS.! ^dpetslvlÄ^olevnzj Amtliche Anzeigen des Gemeindevorstands Haushaltsplan 5927/2S. Der Haushaltsplan für das kommende Rechnungsjahr ist im Entwurf fertiggestellt und unterliegt z. Zt. der Beratung im Gemeindevorsiand. Der vorläufige Entwurfschließtin Einnahmeund Ausgabe mit Mk. 1.528.736.- ab gegenüber Mk. 1.381.416.— im Borjahr. Trotz der Erhöhung des Etats kann aller Voraussicht nach mit einer weiteren Senkung der Kultussteuer gerechnet werden. Neuwahlen von Gynagogenvorstehern. Gemäß 37 der Gcmeindeverfassung und § 3 ff. der Sunagogenordnung finden demnächst Ersahwahlen für die bestimmungsgemäß ausscheidenden Mitglieder der Snnagogenvorstände statt. Die Benennung der Kandidaten erfolgt durch eine Versammlung der Platzinhaber, und zwar: in der Synagoge am Börneplatz am Sonntag, den 13. Marz, A/2 Uhr abends in der Synagoge an der Königsteinerfiraße am Montag, den 14. März, 61/» Uhr abends im Empfangssaal. Alle Inhaber von Synagogenplätzen find zu den Wahlversammlungen eingeladen. Mazzenbäckerei der Gemeinde Nachdem die Mazzenbückerei der Gemeinde mit erheblichem Kostenaufwand mit neuen Einrichtungen ausgestattet wurde und nunmehr die Mazzen in anerkannt erstklassiger Qualität hergestellt werden, geht das weitere Bestreben der Gemeindeverwaltung auf möglichste Ermäßigung des Verkaufspreises. Nur durch großen Absatz und volle Ausnutzung der Betriebsanlagen ist eine weitgehende Senkung der Gestehungskosten erreichbar. Hierbei mitzuwirken r^SI^ ^f^tS I'Vsl^ l<VS r-S 11^ lDinskrion unci i-isuptsrsIlS.- SÜt-ssripist^ S (ZesekZftsstsüen: Sornlieim, LerZerstrasse 212 8aol»8knliau8en, Lrückenstrasse 62 preungegtieim, tlomburZer l.ästr. 178 vberrsll, Oklendacner l^anästr. 345 fsonenlikim, I^anZstrasse 87 Vilbel, frankfurter Strasse W7 IVeu-Isenburg, frankfurter Strasse 63 ^usiülirung alisr kankmAssigS»-! (-iSseliäfts VortsiiliÄftS Vscimgungsli Zpsrksss« MkMsSIA mcsseKsenmieoemeisi^i? Linkorngssss 14 empfiehlt sick 2ur ^usküdiunA sUer ins k^ck scklgAellcien Arbeiten. sp?z:>Al.i7Ä7- Svnlelfvn siimtlivnvi' «vssviunä Sonvvi'vn fUn Usus unil Inliustnlo. k»8ivl'mossv>' In jossm gsvUnsontvn Svnlltf. 8v«AVNI«cS8eN «bi-ilvn unten lZsi-sntiv gvsonlitfen. Gemeinde-Mitglieder berücksichtigt unsere Inserenten!