Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 7 (3.1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Diese allzu rasche Uebersicht über unsere Unternehmungen .zeigt, wie unsere Gsselbschaft sich bemüht, den Absichten ihres Gründers treu zu bleiben, und wie sie trotz aller Schwierigketten zum Besten des Judentums auf ihrem Wog fortschreitet. (Aus dem Französischen von E. M.) Schrift und Handwerk*) Von Rabb. Dr. Bruno Italiener, Darmstadt. Im Hessischen Gewerbemuseum zu Darmstadt (Neckarstraße 3, geöffnet wöchentäglich von 11 bis 541 Uhr, Sonntags 11 bis 1 Uhr, Eintritt unentgeltlich) befindet sich zurzeit unter der Bezeichnung „Schrift und Handwerk" eine Ausstellung die es verdient, daß auch in diesen Blättern nachdrücklich aus sie hingewiesen wird. Es siud Erzeugnisse der Offenbacher Schreiberwerkstatt, die dort ausgestellt sind. Diese Schreiberwerkstatt, ein Glied der von Prof. Hugo Eberhardt geleiteten Offenbacher Kunstgewerbeschule, besitzt in Rudolf Koch einen Meister, dessen Name weit über die Grenzen unseres Hessenlandes rühmend genannt wird. Sein Geist gibt der Ausstellung ihr Gepräge. Dies ist um so dankbarer zu begrüßen, als das Wort Heinrich Heines: „In einer vorwiegend Politischen Zeit wird selten ein reines Kunstwerk entstehen" von allen Freunden wahrer Kunst in der Gegenwart schmerzlich empfunden wird. Um so freudiger ruht das Auge auf den Gaben, die das Offenbacher Kunstschaffen uns geschenkt hat. Wenn nach Goethes Ansicht „Eigentümlichkeit des Ausdrucks" Anfang und Ende aller Kunst ist, so wird mit jenen Worten das Wesen dieser Ausstellung am besten gekennzeichnet. Die „Eigentümlichkeit des Ausdrucks" tritt dem Besucher anschaulich entgegen in den Leistungen der verschiedenen gewerblichen Berufe, die uns Proben unseres hohen Könnens geben: *) Aus dem Mitteilungsblatt des Landesverbandes der Israelitischen Neligionsgemeinden Hessens des Schriftmalers, des Graveurs, des Teppichwirkers, des Buchbinders und anderer. Neben der profanen nimmt die sakrale Kunst einen breiten Raum ein. Der Grund liegt in der Verwandtschaft zwischen Religion und Kunst. Alle echte Kunst zieht wie die Religion ihre Kräfte aus geheimnisvollen Gründen. Deshalb wird die Seele durch ein wahres Kunstwerk andächtig gestimmt; es führt uns aus der Enge unseres kleinen Ich empor zu der Weite und Höhe dessen, in dem wir mit dem besten Teil unseres Wesens verwurzelt sind. In solch andächtige Stimmung wird der Jude beim Betreten des Raumes versetzt, der die jüdische Abteilung birgt. Gegenstände des häuslichen Rituals, die so mancher Jude als vermeintlich lästige Bürde in der Hast des Lebens von sich geworfen hat, erinnern ihn an die feierlichsten Stunden im Elternhaus?. Hier eine Sederschüssel, nach Angaben Rudolf Kochs von Karl Schäfer geschnitzt, dort ein kupfernes Waschgerät mit hebräischer Inschrift von einem jungen jüdischen Künstler, Berthold Wölpe, der zu den besten Hoffnungen berechtigt. Davon zeugen seine Arbeiten auf den verschiedenen Gebieten des Kunsthandwerks, die Grabsteinplatte ebenso wie der in dem gleichen Raum befindliche Wandschmuck; der brennende siebenarmige Leuchter mit der Umschrift in hebräischer ^Sprache: „Nicht durch Kraft und nicht durch Gewalt, sondern durch meinen Geist, spricht der Ewige der Heerscharen". Mit besonderer Liebe haben sich offenbar die Meister — alter jüdischer Ueberliefernng folgend — der künstlerischen Ausgestaltung der Sederabende zugewandt, in denen der häusliche Gottesdienst des Juden seinen Höhepunkt erreicht. Der prächtige silberne Becher des Propheten Elia ist eine Arbeit von Kurt Jobst. Um die auf Pergament geschriebene Haggada- Handschrift haben sich verschiedene Künstler bemüht. Der deutsche Text und die Initialen sind von Friedrich Heinrichsen, die hebräische Schrift stammt von Berthold Wölpe, die Miniaturen von Fritz Kredel. Die Handschrift setzt die guten Traditionen der im Mittelalter blühenden Zunft der Sofrim (Schreiber) erfolgreich fort, von deren Meisterschaft uns so manche noch -S^S-^S-^B^Z^Z^B-^S 8 L'/ettttZL/^tt/eFs- Z ß ^Mtt/L-! 6^/?7^^V/</^5 ^L. p. S^K^SSN^INKLo. Z ^I-cZnKkui-t Z. F G Vikar Zommerzrraüe, Lc-Ice ^?iIt,e>M5trei55e leleton 5pe5!art 933 G V<^<?«<^S<^<^<^<^<^^ EAAU H'M/T?. t/K l^/M//V>M A KMMtz o/^^ QOl.OS^I-IIVIIOl' 1. StOOlc ^NgSNS^MSN k^SMiliSNSllfSk-tt^Sit / Osmsrik'äumS 5ä/7?tü'e/le (?0n<A't<?7'sin>a/'en nu?' rn T-siTTST* Sutten S Ukr sden«»s Klli,s«erk»n-srt. -ME Tl^^^l^l.ll'Ä'r': KssskuOliSsi QlllZkuOkSri risOli sltbswsli^tSri k?S2Sptsl-» SsstS 11 u n gsri wsncisi-» p u n > i Q 51 st susgssllknt .-. ^Slsesn I-Isriss 606S