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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-03-01 · 7 (3.1927) · page 7

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
7 (3.1927)
Date
1927-03-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Einfühlung in jüdische Dinge auch das Problem der Verufsumschichtung richtig erfaßt hat. Er denkt vor allem an das Handwerk, von dem auch er glaubt, daß es einen günstigen Einfluß auf die körperliche Entwicklung der Juden haben müßte. Er hat hierbei einen gewissen Druck des Staates im Auge, der von einem Vater, der mehrere Söhne hat, verlangen könnte, daß wenigstens einer Handwerker werden würde. Jüdische Bauern Möchte Dohm wieder sehen. „Das Geld, welches man in vielen Staaten auf Kolonisten verwendet, würde in manchen Fällen gewiß besser angelegt werden, wenn man für dasselbe einheimischen, betriebsamen Juden kleine, noch unbebaute Stücke Landes und Wohnungen anwiese und sie bei den ersten Auslagen für den Ackerbau unterstützte. Auch würde es vielleicht zuträglich sein, den Geist dieser Beschäftigung bei der Nation von neuem zu beleben, wenn man bei den jüdischen Pächtern oder Besitzern großer Güter es zur Bedingung machte, daß sie dieselben mit einer gewissen Anzahl jüdischer Knechte bearbeiteten." Selbstverständlich ist, daß ein Mann von der Gesinnung Dohms für die Juden freie Religionsausübung forderte. So zeigt uns diese Schrift, wie im Zeitalter der Aufklärung ein hochstehender Mann in Deutschland die Judenfrage behandelt wissen wollte. Selbstverständlich können die Ansichten des Verfassers heute nach 150 Jahren nicht mehr in allen Punkten aufrecht erhalten bleiben. Tarauf aber kommt es nicht an. Was uns interessiert, ist der Geist, aus dem heraus die Arbeit geschrieben ist. Er zeigt eine Objektivität, einen Gerechtigkeitssinn und eine Vornehmheit der Gesinnung, die in unserer Zeit bei der öffentlichen Behandlung der Judenfrage leider meist abhanden gekommen sind. Möchte Dohms Schrift durch einen Neudruck dem Dunkel der Vergessenheit entrissen werden! Aus der Arbeit der Zca. Aus dem soeben erschienenen) Jahresbericht der Iewijh Colonization Association (Ica), in deren Verwaltungsrat unsere Gemeinde durch den Vorsitzenden deS Vorstands, Herrn Iustizrat Dr. Blau, vertreten ist, veröffentlichen wir nachstehend mit geringfügigen Kürzungen die Ansprache des Präsidenten der Gesellschaft, Herrn Franz Philipp son, Brüssel, bei der Generalversammlung am 9. Okt. 1^26."Die Schriftl. Unsere Kolonien in Argentinien entwickeln sich günstig und stehen heute in voller Blüte. Es handelt sich dabei nicht nur um Hoffnungen, die ich hier ausspreche, sondern um Tatsachen, die in volles Licht zu rücken sind. Die argentinischen Siedlungen umfassen heute 530 000 Hektar mit einer jüdischen Bevölkerung von 33135 Seelen. Die angesiedelten Kolonisten, einschließlich derer, die ihre Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschaft getilgt haben und somit völlig unabhängig ge-worden sind, bilden 3654 Familien mit 20 382 Seelen. Alle diese Kolonien schreiten voran, dank der Arbeit unserer Schützlinge und den unausgesetzten Bemühungen eines ausgewählten Personals. Die einzige etwas rückständige Siedlung, die in Montefiore, 'wird sich hoffentlich wieder bevölkern. Wir verbringen dorthin aus Polen stammende Bauernfamilien. Schon läßt sich eine Wiederbelebung feststellen und in kurzem wird die erneute Kolonie neben den übrigen ihren verdienten Platz wieder einnehmen. Unsere Kolonien in Argentinien, die älteste und uns liebste unserer Unternehmungen, haben heute eine vielfältige Aufgabe zn erfüllen: Sie beherbergen und ernähren eine sehr erhebliche Zahl jüdischer Landwirte. Die Zentren, die sich allmählich dank unserer Anstrengungen oder unter unseren Auspizien gebildet haben, nehmen jährlich eine steigende Zahl jüdischer Einwanderer auf, die mit unserer Unterstützung oder aus eigenen Mitteln sich dorthin begeben und in ihrer Mehrzähl auch dort verbleiben, ein unvergleichliches Asyl in diesen Zeiten, wo alle Tore sich vor dem Auswanderer verschließen. Aber unsere Kolonien sind darüber hinaus ein Beispiel dessen, was man von gut angelegten und geführten jüdischen Siedlungen erwarten darf. Vor allem in Brasilien wird gegenwärtig der Versuch gemacht, dem argentinischen Beispiel zu folgen. Die Ruhe ist wieder eingekehrt in diesem Lande, wo noch so viele Ländereien Nübsl »Hkn nie»?! >Sei5l SLS?K5I k>Iaetic>sm Sis sieli Ubst-all orisntisrt Kaden,>M>W bssienrigsn Sis ditts unssrs groös ^uswatil. K«rrsnriin>n«e, 5ps!s«»iininsr, 5eklsk?lmn»s?, XUekvi», I»«»Ist«?n,ödsl, Liinisimödsl Wik? SILILN Il-il^tt (ZKV8SL VOk?I^Il_!5 kesntekuet«? D5SdsIinsgs»iiiB K«np?»ve5i>ck <Ze. Ks«ksnd»s,ine?s»e. 3Ss «9^vn^44e. ^ki> K^i/ce^l. ü^^^i^d icl.c5Ul>iKou.5°-». Alve, qsnüczl.um Innen visls Stationen cisnkeine nc>en in c!en l.c,ui-spnsc:nsn?u kninyen. lassen Tis sicnciiesen in seinen ksciienuncz SO ein^acnen ^ppanat-von Znnern kociio näncllsnvo Tünnen, ^»»kostet nun ^1.110.- xen IMMMMed «simMSe 4? ssnxidicz Os^/? n?/?7??.7a-s5 wHöH/s/^S/^S " 66.— " <5/7?<MFssH6^/s lw/? // L NH<ZLöv> " cscnxu«c.un '70N3l5IA0I6aN7cU)

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