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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-01-01 · 5 (1.1927) · page 10

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
5 (1.1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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geschaltet. Es ist deshalb begreiflich, daß >die jüdischen Arbeitnehmer in immer größerer Zahl sich an den jüdischen Arbeitsnachweis wenden. Ein zweites Moment, das für die Notwendigkeit des jüdischen Arbeitsnachweises spricht, ist die Zahl jener jüdischen Arbeitnehmer, die aus religiösen Gründen es ablehnen, am Zonnabend zu arbeiten und deshalb für die Arbeitsbeschaffung durch die allgemeinen Arbeitsnackweise überhaupt nicht:n Frage kommen. In diesem Falle ist individuelle Behandlung und Verhandlung mit den Arbeitgebern noch notwendiger und dringender als bei der sonstigen Arbeitsvermittlung. Die Erfolge der bereits vor längerer Zeit gegründeten Arbeitsnachweise in Berlin, Frankfurt a. M., Breslau usw. sprechen sowohl für die Notwendigkeit des jüdischen Arbeitsnachweises als auch für die Möglichkeit, in einem gewissen Umfange den jüdischen Erwerbslosen zu helfen. Den rationell denkenden Selsern jüdischer Not ist es seit langem klar, daß Arbeitsbeschaffung die einzige und beste Hilfsmaßnahme ist. Deshalb wendet sich auch das Interesse der jüdischen Wohlfahrtspflege dem Arbeitsnachweiswesen in immer größerem Umfange zu. Die jüdischen Arbeitsnachweise, die meist ipontan und unabhängig voneinander entstanden sind, hatten keine einheitliche organisatorische Form. Bald sind sie Boll-Arbeitsnachweise für Manner und Frauen, bald nur Teil-Arbeitsnachweise für Frauen oder Jugendliche. Die Notwendigkeit einer Zusammenfassung aller Arbeitsnachweise zu einer Organisation mit einheitlichen Richtlinien wird mit dem wachsenden Umfang der jüdischen Arbeitsuachweisvewegung immer dringender. Dies veranlaßte die bisher getrennt voneinander arbeitenden Arbeitsnachweiszentralen, die Hauptstelle für Jüdische Arbeitsnachweise und das Arbeitsnachweiskartell des Jüdischen Frauenbundes, ihre Arbeit zusammenzulegen und die Vereinigte Zentrale für jüdische Arbeitsnachweise in Deutschland (Geschäftsstelle: Berlin 24, Auguststraße 17) zu gründen. .Der Frauenbund sowohl als auch die Hauptstelle haben nunmehr ihre selbständige Tätigkeit auf dem Gebiete des jüdischen Arbeitsnachweiswesens eingestellt. Die Vereinigte Zentrale für jüdische Arbeitsnachweise in Deutschland ist eine neugeschaffene Organisation, die in diesen Tagen ihre Tätigkeit aufnimmt. Ihr fällt es zu, das gesamte jüdische Arbeitsnachweiswesen organisatorisch zu erfassen, den inneren Betrieb der bereits bestehenden Arbeitsnachweise im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen zu vereinheitlichen und einen Stellenaustausch der Arbeitsnachweise untereinander durchzuführen, insbesondere aber in großzügiger Weise die Stellenß ß ' ^* S Kinkels Sohn Neue Mainzerstraße 54-56 Elektrische Anlagen jeder Art Große Ausstellungs- Räume und Verkauf. Besichtigung erbeten. Man kauft vorteilhast. Tel. Hansa 6988-6990. Z! ».^^^»^»^>»^4»^»^^4^«4»-^>»-«4»--«>»--«>»-» ^/»^e/e/^ ^v^/i^/'e/?, 6^ >5//?e^e9e/7S^s/?c^ A^e/zv^Se', AeL^c^S, ^/^s/^. ^/ms^e//^/?9en - ^e/?s^n»/e//'e'/z S^L/SL/V57V?^55L L<7/5L ^7>/>;K//VL/V/>^v/?7'L Werbung zu organisieren, d. b. es muß Aufgabe der gesamten, jüdischen Wohlfahrtspflege werden^ in einem weit größeren Maße als bisher dafür zu sorgen, daß jüdische Arbeitnehmer nicht mehr von Arbeitsstellen verdrangt werden, weil sie Juden sind. Daneben wird die Vereinigte Zentrale das eingehende statistische Material auszuwerten haben, den einzelnen Arbeitsnachweisen die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen vermitteln müssen, des weiteren aber den Austausch der Erfahrungen der Arbeitsnachweise untereinander herbeiführen. Die Vereinigte Zentrale für jüdische Arbeitsnachweise in Deutschland ist also das, was seit Jahren in Deutschland angestrebt wurde: sie ist die einzige Stelle, von der in Zukunft alle Fragen des jüdischen Arbeitsnachweiswesens in Deutschland selbständig bearbeitet werden, ihr wird es obliegen, das deutsche Judentum in den Fragen des Arbeitsnachweiswesens vor den Behörden zu vertreten, die oben skizzierten Aufgaben im einzelnen durchzuführen. Es ist eine große und verantwortungsvolle Aufgabe, die ihr damit gesetzt ist. Die Vereinigte Zentrale wird ihr aber nur dann gerecht werden können, wenn die gesamte jüdische Öffentlichkeit die Größe dieses Problems erkennt und die Bestrebungen der Zentrale mit allen Kräften unterstützt. Zentrale für jüdische Wohlfahrtspflege. Langestratze 30, Zimmer 5. Sprechzeit: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, 10—12 Uhr, außerdem Dienstag und Donnerstag 3—4 Uhr. Die Zentrale für jüdische Wohlfahrtspflege, Langestraße 30, bittet alle jüdischen Wohlfahrtsorganisationen um schnelle und genaue Beantwortung der in den nächsten Tagen hinausgehenden Fragebogen für den Führer durch die "jüdische Wohlfahrtspflege. Verschiedene Wohlfahrtsorganifationen im Hause Langestraße 30 sind in ihrer Arbeit durch den Mangel an notwendigen Gegenständen des Bürobedarfs sehr behindert, die sie aus eigenen Mitteln nicht anschaffen können. Sie bitten daher dringend um Ueberlassung von Büroartikeln jeder Art, wie Kartothekkästen, Rollschränke, Schreibmaschinen usw. Mitteilungen erbeten an die Zentrale, Fernspr. Hansa 9548. Almosenkasten der Israelitischen Gemeinde. Langestraße 30, Zimmer L. Sprechzeit: Montag, Mittwoch, Freitag, 9—11 Uhr. M0»L«K Weinhauö Hahn Pilsner Urquell vom Faß. Ausschankweine Gesellschaftsräume. Gallus-Anlage 2 Telefon Hansa 8923 k>S. LLOK-RLV^INQVR Intl.: ^t». Lerxosiiser (5r öockeaneimerstrake 21 // Telefon kiansa 6372 Bürsten aller Art 8pe?islität in Kopkbürsten, Kleiderbürsten, Tsnn- und Gaxels bürsten Kokosmatten, Kämnie, 5ckv/amnie, tlsarscnnirick in <Dellulo!6 lin6 5ct,il6pstt etc. I'oilettesrtikel, Onsnlikkskersea, Leiten, nncl parkümeriea. OetailverÜÄnk 6er Leikenkaor!^ Q. Valton <K) Oo.

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