Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 5 (1.1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Ausschreiben. Wir suchen zum baldigen Eintritt einen Sekretär, der nebenamtlich anch die jüdische Sammelvormundschaft zu übernehmen hat. Bewerber mit organisatorischen Fähigkeiten, die verwaltungstechnisch vorgebildet sind und Erfahrung im Verkehr mit Behörden besitzen, wollen sich bis spätestens zum 16. Januar 1927 unter Vorlage ihrer Zeugnisse und Referenzen schriftlich melden beim Pflegamt des Almosenkastens der Israelitischen Gemeinde, Langestraße 30 Jsr. Hilfsverein und Beratungsstelle für jüdische DurchWanderer. Langestraße 30, Zimmer 2. Sprechzeit: Montag bis Freitag von 9—12 Uhr, Sonntag von Z0—12 Uhr. _ Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden. Langestraße 30, Zimmer 2. Sprechzeit: Montag bis Freitag, 10—12 Uhr, Dienstag abend V'/,-Uhr, für Schulentlassene Mittwoch 4—6 Uhr. Jüdischer Frauenbund. Unser soeben erschienenes Kochbuch enthält Rezepte für «die einfache und feinere Küche in größter Auswahl, ausgearbeitet auf der Grundlage der jüdischen Speisegesetze, angepaßt den Bedürfnissen unserer Zeit. Die Kochbücher sind zu haben in der Geschäftsstelle Langestraße 30, für Mitglieder zum 'Preise von iMk. 2.50, für NichtMitglieder Mk. 3.50. Der jährliche Beitrag für die Ortsgruppe einschließlich der „Blätter des Jüdischen Frauenbundes" beträgt Mk. 3.50. Weibliche Fürsorge, Lanaestraße 30. 1. Arbeitsnachweis, Sprechzeit tagl. 10—12 u. 3—4^ Mr. Gesuchte Stellen a) für Kontoristinnen, Stenotypistinnen, Verkäuferinnen, Lageristinnen und Lagerarbeiterinnen; b> für Lehrmädchen mit Volks-, Mittel- und höherer Schulbildung Per sofort und zu Ostern; e) für Kochaushilfen, Näherinnen, Hausdamen und Haushälterinnen in frauenlosen Haushaltungen, Haustöchter und Stützen mit Familienanschluß. Sprechzeit für Lehrmädchen: Montag und Donnerstag von 3—4N Uhr. Offene Stellen. Für tüchtige Wirtschafterinnen, gut empfohlene Köchinnen, Alleinmädchen und einfache Stützen sind gemeldet. 2. Zimmervermietung. Der Arbeitsnachweis vermittelt billige Zimmer jeglicher Art, möbliert und unmöbliert, mit und ohne Kochgelegenheit, mit und ohne Pension; Sprechstunde: Mittwochs von 10^2—12 Uhr. 3. F ürs 0 r g e st ell e. Uns liegen so viele dringende Bitten um Koltern vor, daß wir sie der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen wollen. Wir sind gern bereit, auf Anruf H.^ 3725 die Koltern abholen zu lassen. Zionistische Frauengruppe. An dem von der Gruppe gebildeten hebräischen Spielkreis können noch einige Kinder teilnehmen. Nähere Auskunft erteilt Frau Berger, Staufenstr. 4. Freisinniger Verein für Jüdisches Gemeindeleben. Der in der letzten Generalversammlung neugewählte geschäftsführende V 0 rstand besteht aus folgenden Herren: Sanilätsrat Dr. A. Ettlinger, Vorsitzender; Dr. Richard Merzbach, stellv. Vors.; Richard Schottenfels, Schriftführer; E. E. OPP e n he i m e r, stellv. Schriftf.; Albert Cohen, Kassenführer; Simon Mayer, stellv. Kassenführer. Zuschriften sind an den Schriftführer, Parkstraße 55 (4.. 32i4) Zahlungen an den Kastenführer, Schumannstr. 4, Postscheckkonto 57135 zu richten. Am 13. Dezember sprach Herr Götz, Generalsekretär der Vereinigung für das liberale Judentum, in einer gut besuchten Versammlung über „Das liberale Judentum und der Zeitgeist . Au den sehr beifällig aufgenommenen Vortrag schloß sich eine lebhafte und interessante Diskussion an. Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V. Landesverband Hessen-Nassau und Hessen. Die ordentliche Landesverbaudstagung 1926 fand am 14. November in Darmstadt statt. An derselben nahmen 39 Vertreter von Ortsgruppen teil. Die Referate hielten: Der Direktor des Centralvereins, Dr. Ludwig Holländer- Berlin, über „Vertrauliches aus der Arbeit des C. V." Dr. Norbert Ein - st e i n - Berlin, über „Die wirtschaftliche Lage des deutscheu Judentums", Dr. Martin M a r x - Frankfurt a. M.. Syndikus des Landesverbands, über „Die Tätigkeit des Landesverbands". Die außerordentliche Landesverbandstagung für den nördlichen Teil des Bezirks fand am 17. November in Cassel statt. An derselben nahmen 69 Vertreter von Ortsgruppen teil. Die Referate hielten: Der Syndikus des Centralvereins, Dr. Alfred Wiener- Berlin, über „Vertrauliches aus der C. V.-Arbeit", Dr< Gertrud Klausner-Berlin, Md. L. und Hauptvorstandsmitglied des Centralvereins, über „Der Fall Haas im Landtag", Erwin Baer- Frankfurt a. M., Syndikus für Rheinhessen und Starkenburg, über „Die Tätigkeit des Landesverbands". Die ungewöhnlich reiche Teilnahme der Ortsgruppen und Gemeinden nnd der fruchtbringende Verlauf der auf hohem Niveau stehenden Beratungen geben die Gewähr, daß der Centralverein auch im kommenden Jahr mit reger Unterstützung seiner Freunde in allen Gemeinden des Landesverbands erfolgreiche Tätigkeit wird leisten können. Anschließend an die Landesverbandstagung fand >am 13. November in Frankfurt a. M. eine sehr gut besuchte Versammlung statt, in der Herr Direktor Dr. Holländer- Berlin über „Die Sorgeil des deutschen Judentums", die Rechtsnot, die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nöte und Besorgnisse und dagegen zu ergreifende Maßnahmen sprach. Im Laufe des Winters werden in Frankfurt noch folgende Veranstaltungen stattfinden: Am 24. Januar 1927 spricht im Volisbildungsheim der Reichstagsabgeordnete Dr. Ludwig Haas- Karlsruhe. Anfang Februar wird in einer Mitgliederversammlung Syndikus Dr. Martin Marx-Frankfurt a. M. über unsere Tätigkeit im vergangenen Jahre sprechen. Diese Versammlung soll dazu dienen, unsere Freunde über Einzelheiten aus unserer Tätigkeit zu unterrichten und Wünsche und Anregungen entgegenzunehmen. Nähere Einladungen werden noch ergehen. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Der am 18. Dezember veranstaltete Gesellschaftsabend zu Gunsten des Kameradenhilfsfonds bot den über 700 Gästen ein überaus reichhaltiges Programm musikalischer und deklamatorischer Darbietungen, die sämtlich auf beachtlichem künstlerischen Niveau standen, sowie hervorragende gymnastische Vorführungen und Tnnzbilder. Auch das Stadtamt für Leibesübungen war ver treten und brachte seine Anerkennung zum Ausdruck. ttOIlll. MWl' MlkWle »MW-IiMlee. Zonnun6 k^eieltsKS MMMcWMllg.ii.IM lanzIeitunZ Al. l-Lkr'l'l'V.. lan^-Kapelle .?ne 8nockinA öo^s« «ZK055L 5vi.ve5?ek?eiek 2 l'Znz-Kgpeüen in sömtliclien k?3umen. 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