Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 5 (1.1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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ihm für die treuen Dienste, die er dem Krankenhaus und der Gemeinde geleistet hat mit dem Wunsche, das; es Herrn Geheimrat Rosenmeyer noch lange Jahre vergönnt sein möge, im Dienste reinster Menschenliebe zn wirken. Der Vorsitzende schließt sich namens der Gemeindevertretung diesen Dankesworten voll und ganz an. Sodann wird noch zur Kenntnis genommen, daß der Vorstand der vom Schulrat des Philanthropins beschlossenen Anstellung des Studieurats Fritz Fließ zugestimmt hat. Laffar Geckbach geb. am 3. November 180!'». gest. am 22. Dezember 1926. Die Gemeinde hat wiederum den Verlust eines verdientet? Beamten zu beklagen. Lassar Seckbach, der frühere langjährige Chvrdirigent der Gemeindesynagoge am Börneplatz, ist am 22. Dezember nach längerer Krankheit verstorben. Seckbach war der Sohn des ehemaligen Hospitalverwalters Abraham Seckbach, dessen Andenken von allen älteren Frankfurtern rühmlich bewahrt wird. Er gehörte zu den Gründern des auf Veranlassung "von Rabbiner Dr. Markns Horovitz s. N. vor nahezu 60 Jahren ins Leben gerufenen Synagogenchors und wurde von der Gemeindeverwaltung am 1. April 1886 als Nachfolger von Siegmund Rosenthnl zu dem Amt des Chordirigcnten berufen. In einer fast 40 jährigen hingebungsvollen Arbeit hat der Verstorbene, dem eine bei Dilettanten seltene musikalische Begabung zu eigen war, und der insbesondere das Frankfurter Gebetritual und die hier seit altersher üblichen Gebräuche genau kannte, es verstandeil, den (5hvr aus kleinen Anfängen zu einer beachtlichen künstlerischen Höhe zu führen und zu einem bedeutenden Faktor in? gottesdienstlichen Lebei? der Börneplatz-Synagoge auszugestalten. Ter Verstorbene, der in weiten Kreisen unserer Gemeinde sich größter Wertschätzung erfreute, war ein pflichttreuer Beamter, ein ln'lfsbereiter^und liebenswürdiger Mensch, dein die Gemeindeverwaltung ein ehrendes Andenken bewahren wird. ^. jVl. Mutti, Mutti, W W Onkel hat Hepa? W W in den Hosen! W M ^zo, — 077! /jllse/n er- L«?r>ss vvn e^/^ /en S/s//,/, c/s/>e/Ocille^üse.^o//e^s.^ ^e//s»er- Anstalten und Vereine Arbeitslosigkeit und MisKes Arbeitsnachweiswesen Die allgemeine Arbeitslosigkeit gehört zweifellos zu den aktuellsten Wirtschaftsproblemen der Gegenwart. Reich, Staat und Stadt sind dauernd bemüht, Abhilfe zu schaffen. Es, ist nur allzn bekannt, wie gering die Hilfsmittel im Vergleich zu «der ungeheuren Notlage der Erwerbslosigkeit sind. Während das öffentliche Interesse für die Fragen der allgemeinen Erwerbslosigkeit infolge des außerordentlichen Umfanges des Problems dauernd wachgehalten wird, vollzieht sich, von der breiten Öffentlichkeit fast unbeachtet, die Tragödie der jüdischen Erwerbslosen. Ihre Lage ist unvergleichlich schlimmer als die der Erwerbslosen schlechthin, denn der Boykott jüdischer Arbeitnehmer wird eine immer häufigere Tatsache. Gelingt es dem jüdischen Arbeitslosen, nach monatelanger Erwerbslosigkeit von einem öffentlichen Arbeitsnachweis eine Stelle nachgewiesen zn erhalten, so erfährt er in den meisten Fällen nach Vorstellung beim Arbeitgeber, dah dieser Juden prinzipiell nicht einstellt. Der öffentliche Arbeitsnachweis hat keine Möglichkeit, den Arbeitgeber zur Einstellung jüdischer Kräfte zu veranlassen. Der jüdische Arbeitnehmer aber wird durch derartige Erklärungen in seinen Hoffnungen auf baldige Arbeitsaufnahme schwer getäuscht. Er leidet unter diesen Verhältnissen Physisch und Psychisch weit mehr als alle anderen. Die Tatsache, das; Juden als Arbeitnehmer in immer größer werdendem Umfange aus dem Wirtschaftsleben herausgestoßeu werden, ist mit eines der Momente, die die Gründungen judischer Arbeitsnachweise zn einer unabweisbaren Notwendigkeit gemacht haben. Im jüdischeu Arbeitsnachweis ist die Masse der Arbeitsuchenden an sich kleiner, die Möglichkeit individueller Behandlung eher gegeben und die Gefahr der persönlichen Erniedrigung durch Bemerkungen, daß Inden nicht eingestellt werden, ganz aus- VINlZjr.zc? Xsissl-stf, 4 » 1S26—1S26 « Xsissfsti-, 4 H?e/56-, /<aMe-F^V5c6, ttttt/ ete/eo/'/e/'l 65F5//^/54/?7//c6/. Heiene ^U8>vsn! — t>Ile6ri^e preise „LeisSWSSss"»ErvKwsseksrs8 VsunussSesKs AS Inwder: csrl »snss HSSV/S1 ILl'ZtkIassigs Ku8tünrung in ttvrren8täi!<k>vä8cnk, vamenu. riau8Naitung8v/Ä8ene ^bnolunZ und I^iekerunZ lrei »aus. postversanä nacn auswärts. täglich frisch! Wild-Gefliigel täglich frisch! Ausgesuchte Qualitäten / Billigste preise (Spezialttat: Gänfeleber-Pasteteninjed Ausführung lSänsesiopflebern / Perigord-Trüffel -------- Stadtküche ersten Ranges ------- Gech. Geyer Söhne Hansa 131 Lnh. C. Friedrich Krankfurt a. M. - Gegründet ^tSZS --- Goethestr. 3 x^u?? nie«? V^-^//^^ , vei»ß SKS?L«I s>laLncism Sie sieli UdsrsII oriSntisrt l>Ädsn,WW>W dssic)litigsn Sie ditts unsere groks /^uswaiil- »SI^SN-IMMS?, 5ps5«o-immsr, 5eklsk»5m»ner, Xllcksn, i»«»lste^tznüdel, KinisImSdel Wik? lZI^I^tt It-ll^tt V0k?I^II_^. krsnkku^tee AlSdelmsgszin Kenp?»ve5pek »»»»M»^»»M»M»»>»^»»^»MW»>>I»»»»>IW»»> Lr. LLCksnksimersßr. ZSs