Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 5 (1.1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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KM UZ Gemeindebibliothek. (Börnestraße 54) Bücher ausleihe: Montag—Donnertag 12—1 u. 4—5 Uhr Freitag und Sonntag 12—1 „ Lesezeiten: Samstag lOl/z—1 und 3^/s—6 Uhr Sonntag 10i/s—1 und 3^/g—6 „ Dienstag und Donnerstag abends 7—9 „ Museum jüdischer Altertümer. Fahrgasse 146 Besuchszeiten: Sonntags vorm. 10-1 u. Werktags nachm. 3-4 Uhr ^'5 W>' Sitzung der Gemeindevertretung, Mittwoch, den 8. Dezember 1926. Gemäß den Bestimmungen der Gemeindeverfassung haben mit Ende dieses Jahres aus dem Vorstand auszuscheiden: San.-Rat Dr. Albert Ettlinger, Frau Paula Frenke!, Bernhard Simon, Fritz Sondheimer, Willy Wolff. Namens sämtlicher Fraktionen schlägt Herr Dr. Geiger die Wiederwahl der Genannten vor. Die Wahl mittels Stimmzettel ergibt einstimmige Wiederwahl der Ausscheidenden. Der Vorsitzende spricht die Hoffnung für ihre weitere gedeihliche Tätigkeit zum Wohl der Gemeinde aus. Der Vorstand hat beschlossen, versuchsweise auf die Dauer von 3 Monaten das östliche Tor des Friedhofes täglich von 10—4 Uhr zu öffnen und die Vergütung für einen Pförtner zu bewilligen, ferner wurde für die Anschaffung von Blockschildern für den Friedhof einschließlich der Kosten der Betonierung der erforderliche Betrag von etwa 1100 Mark genehmigt. Die Gemeindevertretung stimmt diesen Beschlüssen zu. Die Anregung des Herrn Glauberg, für den evtl. zu besetzenden Posten einen jüdischen Mann heranzuziehen, wird dem Vorstand befürwortend übermittelt. Auf die gemäß Antrag der Finanzkommission gewünschte Auskunft über ein neben dem Krankenhauspflegamt bestehendes Damenkomitee wird mitgeteilt, daß es sich nicht um ein Damenkomitee handle, sondern um eine seit 1921 in Tätigkeit befindliche Hauskommission, die gegenwärtig aus den Herren Mandello, Markus, Rothschild, sowie Frau Prof. Areimann und Frau Mainz besteht. Der Vorstand teilt ferner mit, daß laut Auskunft des Pflegamt diese Kommission nicht das Recht selbständiger Beschlukfassung habe. Der Vorstand hat mitgeteilt, daß nach Bericht der Ritualkommission die A u f s i ch t s m e tz g e r die Entrichtung von Aufsichtsgebühren einmütig ablehnen und daß von Zwangsmitteln kein Gebrauch oemacht 'werden solle. Die Herren Wolff, Goitein, Werner und Heß sind der Ansicht, daß diese Antwort nicht befriedige, daß vielmehr für das Privilegium, welches die Metzger dank der Aufsicht gemeßen, sie wenigstens einen Teil der von der Gemeinde aufzuwendenden Kosten erstatten müßten, wogegen Herr Glauberg angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage der in Betracht kommenden Geschäfte und bei der scharfen Konkurrenz der nicht unter Aufsicht stehenden jüdischen Metzger beantragt, von der Wiedereinführung der Aufsichtsgebubren bis auf weiteres abzusehen. Aus Antrag des Herrn Jacob Wolff wird beschlossen, die Vorlage an den Vorstand mit dem Ersuchen zurückzuverweisen, weitere Verhandlungen mit den Aufsichtsmetzgern zur Erzielung einer Aufsichtsgebühr zu führen. Im Ans-bluß hieran regt Herr Heß eine Ermäßigung der Schächtgebühren an, da die durch nichts begründete hohe Schachtgebühr die nicht unter Aufsicht stehenden jüdischen Metzger veranlasse, bei den sogenannten wilden Schächtern und nicht bei den Schächtern unserer Gemeinde schachten oder qar das Vieh nicht schächten zu lassen. Die Anregung wird dem Vorstand weitergegeben. Zur Verlesung gelangt ein Antrag Fromm der konservativen Fraktion vom 7. Dezember betr. Ermäßigung des Steuersatzes für das 4. Quartal. Auf Antrag des Herrn Wolff wurde Beratung in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Der Vorsitzende gibt sodann Kenntnis von der Einladung des Freisinnigen V ereins für jüdisches Gemeindeleben zu einem Vortragsabend über „Das liberale Judentum und der Zeitgeist". Von den Austrittserklärungen Willi Lang, Alfred Guggenheimer, Lisa Sichel geb. Gottmann, Hermine Götzinger geb. Haas, Pinkus Berlowitz, Kathinka Leovold ans der Gemeinde und Klara Lehr grb. Lob aus dem Judentum, wird Kenntnis genommen. Auf eine Anfrage des Herrn Dr. Geiger hat der Vorstand estgestellt, daß eine offizielle Aufhebung des Besoldungs-Sperrleschlusses nicht erfolgt ist und vorläufig nicht erfolgen soll, daß er aber in besonders gelagerten einzelnen Fällen tatsachlich durchbrochen wurde. Herr Dr. Geiger ist von dieser Auskunft nicht befriedigt und wünscht festgestellt zu haben, ob nicht der Sperrbeschlüß durch die Neufassung der Besoldungsordnung als aufgehoben zu gelten hat. Die Klarstellung dieser Angelegenheit werde demnächst von der Sonderkommission für Besoldungsfragen unternommen werden. In der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung wird von dem Ausscheiden des Herrn Geheimrats Dr. Ludwig Rosenmeher aus seiner Tätigkeit als beratender Augenarzt am Gemeindekrankenhaus Kenntnis genommen. Namens des Vorstandes widmet Herr San.-Rat Dr. Ettlinger unter allseitiger Zustimmung dem scheidenden Kollegen Worte der Anerkennung für seine 40jährige vorbildliche Tätigkeit und dankt t Wenn ich auswärts esse, gehe ich ins . . . park- ,u:'milllllW>iiiillim....... Sosrsissrt'slZS 1 S seit IST'S Vst-tzllr-gt (ZiusUtÄi fll»- fsiris LtrunripfwsnSk'» ntS rl< l S i 6 iu g I-lSrnSr-hwUscl^S ^rici Wc)!!spc>k-ttDSt<lSici^^g 8pk2.: keiseunci KameMsarcieeken Ssd^-Ss^sr: SOst^sstr^lZs 12 Gemeinde- Mitglieder berücksichtigt unsere Inserenten! /i/s/vS^'a 8e!MiM kkller-VmieköklliW-Kmllzeligit Ks?, vir. klrMur IZolimsI NoclisliAks «g, relokon: Nsnss IVSS H Oeklsr's Llbliotliek Frankfurt a. ßilain lel. Nsnsa 9365 La. 100000 Lsncie ^!le iXeuneiten 3 katkenauplat? 8 lAeaterpIgt? 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