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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-01-01 · 5 (1.1927) · page 5

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
5 (1.1927)
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Grund aus geändert. Die vorhandenen Mittel und Fonds schmolzen dahin, die Anstalten gerieten selber in Bedrängnis, die jüdische selbst durch Wohltätigkeit geglänzt hatten. Aber auch hier gilt das Wort: kam su Istonok. „Auch das Schlimme hat sein Gutes." ders zu leiden hatten, wurde nicht nur der Geist der Zedakah zu neuem, kräftigen Leben erweckt, sondern auch die vielgestaltige jüdische Wohltätigkeit nach modernen Ideen planmäßig geordnet. Man fühlte, daß unsere g r o ß st ä d t i s ch e'K u l t u r, an der die Juden besonderen Anteil hatten, zur Auflockerung jeder Gemeinschaft — Familie wie Gemeinde —, zur Vereinzelung und führen müsse. Man erkannte, daß allein der Geist der Zedakah, des Mendlandes" 'abzuwenden und 'ein Korrektiv gegen den „heibilden, die im Streben nach Erfolg und Profit das „Prinzip des kleinsten Mittels" restlos zur Durchführung bringen wollen. Man sah ein, daß, wenn man schon mit der einen Hand Geschäftsmann dern außerdem die tätige Hilfe von Mensch gu Mensch mit Ein¬ Fahne geschrieben. In gleicher Weise erfuhr die Zedakah durch Aus der chaotischen Fülle der jüdischen Wohltätigkeit der Vorder Zersplitterung der Kräfte, erwuchs, als die große Zeit der nalisierung und Zentralisierung. Vor fast 10 Jahren wurde die „Zent r a lw ohlf ahrts stelle der deutschen Juden" wie sie die evangelische Fürsorge in der „Inneren Mission", die Deutschland, einheitliche Richtlinien und Pläne sind aufgestellt', ein Maximum an sozialer Hilfsarbeit erreicht werden soll." Dieser Fortschritt auf organisatorischem Gebiet birgt freilich die Gefahr in kratie erstarrt, die persönliche Hilfe sich zum schematischen Fürjüdisch-soziale Hilfswerk, das die Zeit erfordert, zu interessieren. Mit Befriedigung darf festgestellt werden, daß die Zentralwohlfahrtsstelle wie manche örtliche Zentralen diese Aufgaben Wohl wurden und aufklärende Artikel in jüdischen Blättern erschienen. Immer deutlicher erkannte man, daß ein wirklicher Kontakt zwischen der Berliner Zentrale und den zahllosen Stellen, von denen in Stadt und Land jüdische Wohlfahrtspflege geübt wird, daß eine nachhaltige Beeinflussung all derer, die "guten Willens, Organ, eine „Z e i t s ch r i s t der j ii d i s ch e n W o h l f a h r t s- Pflege, erzielt werden kann^ führt den Namen „Zedakah"-), jenes schöne und heilige Wort, darf. Während das erste Heft (Dez. 1925), das in die Arbeit der jüdischen Wohlfahrtspflege einführen will, gehaltvolle Aufsätze reicht hat, vereinigt das 2. Heft (August 1926) die Vorträge, die während der Tagung der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden in Düsseldorf (y.—8. Juni 192 6) gehalten worden schen Wohlfahrtspflege Stellung nimmt, sowie durch „Lits- Angelegenheit des Herzens und sittliche Pflicht bedeutet, ein unser Judentum, kann unsere Kultur die Krise des kapitalistischen

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