Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 3 (10.1926)
- Date
- 1926-10-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Unterrichts, 4. Uebungen zu Spinozas Ethik, 5. Uebungen zu H. Scholz: Religionsphilosophie. IV. Dozent Dr. Israel A. R a b i n: 1. Bibelexegese: a.) Hiob, d) II. Sam. u. ausgew. Psalmen (curs.), o) Nachmanides, 2. g.) Die Geschichte «der Juden in den Abendländern bis zum Ende der Kreuzzüge, b) Historische Uebungen zur gaonäischen Zeit, 3. Die hebräische Dichtung in Spanien im 11. und 12. Jahrhundert (Fortsetzung), 4. a) Talmud Chullin III., d) Talmud Sabbat (stat.). V. Gustav Glaser, Direktor des jüdischen Wohlfahrtsamtes, mit der-Abhaltung von Vorlesungen und Uebungen am Seminar beauftragt: 1. Die modernen Grundlagen der Wohlfahrtspflege unter Berücksichtigung der jüdischen Fürsorge, 2. Praktische Uebungen: Führungen «durch Wohlfahrtsanstalten, Teilnahme an Sitzungen und Veranstaltungen sozialer Fürsorge. — Alle Vorlesungen und Uebungen sind unentgeltlich. Beginn, des Wintersemesters: 25. Oktober 1926. Anfragen sind zu richten an Dr. Nabin. Breslau, Wallstraße' 14. Gesellschaft für jüdische Volksbildung e. V. Vortragsprogramm für die Monate November und Dezember 1926. Mo. 1. November, Prof. Dr. Hülsen: Die Formentwicklung des Mögen Dovid und ähnlicher Symbole (mit zeichnerischen Demonstrationen). Mo. 15. November, Prof. Dr. Werner: Von der JudenbM Frankreichs und Englands, persönliche Reiseeindrücke. Mo. 6. Dezember, Dr. Ernst Simon: Die jüdischen Ereignisse der letzten Zeit. Mo. 20. Dez., R e g i e r u n g s b a u m e i st er Fritz Nathan: Der neue jüdische Friedhof in Frankfurt. Sämtliche Vorträge finden im Volksbildungsheim, Am Eschenheimer Turm. Zimmer 5 (mcht Saal 5) im Parterre statt und beginnen pünktlich 8.30 abends. Gäste sind stets willkommen. 16 Verein '22in„ Seit einem halben Jahre besteht in Frankfurt ein „Vecein der Freunde der hebr. Sprache" unter der Leitung des Herrn Abraham Solz. Die Aufgabe, die der Verein sich 'gesetzt hat, ist die Pflege des hebräischen Wortes. Er ist innerjüdisch-Politlsch vollkommen neutral und vereinigt in sich jüdische Jugend jeder religiösen und politischen Einstellung, der das hebräische Wort und der hebräische Laut lieb, und teuer ist. Jeden Samstagnachmittag versammeln sich die Mitglieder zur sogenannten „Sicha-Jwrith" (hebräische Konversation), die oft bloß eine zwanglos-gemütliche Unterhaltung in hebräischer Sprache darstellt. Diese Art „Sichoth" sollen jedem, auch dem, der nur über ein geringes Wissen des Hebräischen verfügt, die Gelegenheit bieten, sich zwanglos hebräisch zu unterhalten; ferner dienen sie zur Hebung des Gemeinschaftsgefühls der Mitglieder untereinander. Meist aber werden die „Sichoth" durch Vorträge eingeleitet, an denen sich lebhafte und fruchtbare Diskussionen anschließen. Eine Anzahl bekannter Hebraisten haben sich dem Verein zur Verfügung gestellt, und sich freundlichst bereit erklärt, von Zeit zn Zeit im Rahmen der Samstagnachmittag-V^ranstaltungen zu referieren. So sprach Herr Riwlin, der Leiter der hiesigen Hebräischen Sprachschule, über das Thema „Brenner als Dichter" und über das Buch „Koheleth". Aus dem Kreise der jugendlichen Vereinsmitglieder selber wurde über folgende Themen referiert: „Rabbi Jehuda Hanassi". „Rabbi Josef Karo", „Aus dem Leben'Spinozas", „Shhlock", „Perez Smolensky". Zur Pflege des hebräischen Liedes sind für das Winterhalbjahr „Liederabende" vorgesehen. Alle Veranstaltungen finden im „Ehaluzim-Hsim", Einhorngasse 5. 2. Stock, statt. Gäste sehr herzlich willkommen. Jüdisches Sportfest. Der jüdische Turn- und Sportverein „Bar Kochba" Frankfurt a. M. veranstaltete am Sonntag, den 29. August d. Js., ein größeres jüdisches Sportfest, an dem etwa 200 Sportler aus Frankfurt a. M., Kassel, Mainz, Worms, .Weinheim und Offenoach teilnahmen. Das Fest zeigte eine starke Ueberlegenheit des „Bar Kochba" Frankfurt a. M., der fast sämtliche ersten Preise gewinnen konnte. Insbesondere war es die Jugend, die zum Teil hervorragende Leistungen zeigte, wie Engelmayer im Kugelstoßen 10.31 'Meter, Baumritter im 100-Meter-Lauf 12,5 Sek. Eilt hoffnungsvoller Läufer ist Segall, der in der Schwedenstaffel allein etwa 35 Meter Vorsprung herausholen konnte. Von den Herren war es Brünell, der, nachdem er bereits im 1000-Meter- Lauf den ersten Preis erringen tonnte, noch öen 400-Meter-Lauf in der beachtenswerten Zeit von 54,5 ^ek. zurücklegte. Katz^nstein gewann bei Gegenwind den 100-Meter-Lauf in 12 Sek. gegen Ichärf'ste Gegner. Von den übrigen Vereinen war es Blum (I. I. V. Mainz), der drei erste Preise gewinnen konnte. Die Organisation auf dem Sportplatz war mustergültig, wie denn die ganze Veranstaltung für den „Bar Kochba" ein durchschlagender Erfolg war. „Bar Kochba." Bei dem Staffellauf „Rund um die Frankfurter Anlagen", welchen der Frankfurter Landesverband für Leichtathletik am Sonntag, den 19. September 192:? veranstaltet hat, beteiligte sich auch der hiesige jüdische Turn- und Sportverein „Bar Kochba" mit einer Herren-, einer Damennnd einer Jugendmannschaft, welche sämtlich den zweiten Platz in ihrem Lauf belegen konnten. Der „Bar Kochba" legte mit diesem Resultat wiederum davon Zeugnis ab, welches hervorragende Training er seinen Mitgliedern angedeihen läßt; denn er muß, da hier noch vier jüdische Turnvereine bestehen, seine Mannschaften aus 30 bis 40 Sportlern zusammenstellen, während seine Gsg ier ihre Besten aus hundert und mehr Sportlern ermitteln können. Der „Bar Kochba" kann auf dieses Resultat stolz sein, insbesondere da die Spanne zwischen dem ersten Läufer und dem des BK. kaum eine nennenswerte war, nnd bei den Herren überhaupt nur einen Meter betrug. _ Jüdischer Turnerbund. Um -vielseitigen Wünschen zu entsprechen, hat sich der Jüoische Turnerbund entschlossen, seinen übrigen Abteilungen einen F r >a u e n - K u r s u s für Gymnastik und Bewegu n gs - Übungen anzugliedern. Er wird der Leitung einer erstklassigen Lehrerin unterstehen. Der genaue Uebnngstag wird noch bekanntgegeben. Interessenten wollen sich gefl. baldigst an Frl. Helene Hei - dingsfeId, Waldschmidtstraße 76, wenden. Turnzeiten der Turn- und Gportabteilung beim 3i. I. K. Montag, abends von 8—10 Uhr rhythmische Gymnastik und Turnen der Damenabteilung in der Turnhalle der Allerheiligenschule, Hanauer Landstraße 28; Leitung Martin Gebhardt. Von^8—10 Uhr Hallentraining für Leichtathletik in der Turnhalle der Brüder Grimm-Mittelschule, Luxemburger Allee 1/3; Leitung W. Etelzer. Donnerstag, abends von 6^/«—8 Uhr Turnen der Jugend gruppen in der Turnhalle der Brüder Grimm-Mittelschule, Luxemburger Allee 1/3. Von 8—10 Uhr Turnen der Herren- und Altherrenabteilung in der Turnhalle der Brüder Grimm-Mittelschule, Luxemburger Allee 1/3; Leitung Martin Gebhardt. Die Zeiten des Gporttrainings und der Tratnings-Spiele werden jeweils auf dem Turnboden bekannt gegeben. Trauenkurse für rhythmische Gymnastik: Leitung der bekannte Lehrer für Frauenturnen und rhythmische Gymnastik Martin Gebhardt. Zeiten Montags und Donnerstag von 4—6 Uhr nachmittags und von 6—8 Uhr abends. Anmeldungen und Auskünfte bei Herrn Karl Adler, Hanauer Landstraße 50 (Hansa 2572). Am 6. November Unterhaltungsabend mit Tanz im Steinernen Haus Braubachstraße 35. Eintrittskarten im Vorverkauf M. 1.50, an der Abendkasse M. 2.— Kgrtenvorverkauf: Knobloch's Bazar, Neue Kräme 7, Walter Gutheim, Zeil 91, Karl Adler, Hanauer Landstraße 50 und bei den Mitgliedern. Der jüdische Boxklub „Makkabi", welcher bereits über eine größere Kampfmannschaft verfügt, nimmt an den Trainingsabenden in der Hölöerlinschule, Höldcrlinstraße 6 noch Anmeldungen entgegen. Ein neuer Kursus für Anfänger beginnt demnächst wieder. Anmeldungen bei Walter Gutheim, Zeil 91 (Hansa 5366) oder in der Turnhalle. ich auswärts esse, gehe ich ins . . .