Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 3 (10.1926)
- Date
- 1926-10-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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10 vom 8. Oktober ds. Js. Dieser wurde mit einigen Abänderungen im wesentlichen angenommen. Der nunmehr fertiggestellte Entwurf soll der Vertreterversammlung der Landesverbände, die zum 24. Oktober ds. Js. erneut nach Berlin einberufen ist, zur endgültigen Beschlußfassung vorgelegt werden. Zur SKachtsrage. Der Landesverband Hessen-Nassau und Hessen des Zentralvereins «deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens teilt mit: Der Schlachthofverwalter Lindemann in Gelnhausen hat nach einem Aufsatz des Präsidenten des „Reichsverbandes praktischer Tierärzte", der in Nr. 221 der „Münchener Neuesten Nachrichten" vom 11. August 1926 unter dem Titel „Die Schächtfrage" veröffentlicht ist, am 30. April 1926 in einem Brief an den genannten Präsidenten behauptet, daß ein von dem Metzgermeister Ludwig Reis, Gelnhausen, zum Schächten gefesselt niedergelegtes Jungrind nach dem vom Lehrer Marx, daselbst, vorgenommenen Schächtschnitt 3 Minuten lang ausgiebig blutete, plötzlich seine Fesseln zerriß, sich erhob, sich in den Schweineschlachtraum begab, wo es einen Ausgang vermutete, dann kehrt machte und in normalem Schritt auf die Ausgangstür zuging, bis es dem Metzgermeister Reis gelang, durch starkes Ziehen am Schwänze das Tier zu Fall zu bringen. An diesem Vorfall ist kein wahres Wort. Weder dem Metzgermeister Reis noch dem Lehrer Siegmund Marx in Gelnhausen ist auch nur von einem ähnlichen Vorfall während ihrer langjährigen Tätigkeit im Schlachthaus Gelnhausen etwas bekannt. Außerdem haben sämtliche nichtjüdischen Metzger von Gelnhausen, die täglich beruflich im Schlachthaus zu tun haben, durch Unterschrift der Gemeinde Gelnhausen bestätigt, daß sowohl dieser Borfall frei erfunden ist, als daß auch niemals etwas Aehnliches im Schlachthaus Gelnhausen sich ereignet hat. Unter den Unterschriften befindet sich auch diejenige des Obermeisters der Metzgerinnung Gelnhausens. Die Israelitische Gemeinde Gelnhausen hat in ständiger Fühlungnähme mit dem Zentralverein die erforderlichen Schritte wegen dieser Verleumdung eingeleitet. /ekwinn vo«ßkestr. IS. 1dlpst«vlü»o!evm Aus der Gemeindevertretung Sitzung vom 1. September 1926. Der Borstand hat zu den Beschlüssen betr. den Haushaltsplan für 1926 abschließend Stellung genommen und seine Beschlüsse sowie eine Anzahl von Berichten zu den einzelnen Kapiteln des Haushaltsplans, welche auf Antrag der Finanzkommission angefordert waren, vorgelegt. Er hat im übrigen den Gesamtetat in der von der Gemeindevertretung beschlossenen Höhe und auch die Endziffern der einzelnen Kapitel, wie sie von der Gemeindevertretung festgesetzt waren, angenommen. Die Beschlüsse des Vorstands werden von dem Vorsitzenden zur Kenntnis gebracht. Zu dem Vorstandsbeschluß zu Kapitel IV, in welchem festgestellt wird, daß die Gemeindevertretung gegen die Auffassung des Vorstands betr. die Vorlage des Schuletats Widerspruch' nicht erhoben hat, stellt der Vorsitzende fest, daß eine Stellungnahme der Gemeindevertretung nach keiner Richtung erfolgt ist. Im Anschluß an die Verlesung der Vorstandsbeschlüsse werden aus der Versammlung folgende Anregungen laut: 1. Herstellung eines vollständigen Bibliothekskatalogs (E. C. Oppenheimer). 2. Aufklärung der Gemeindemitglieder über die Verwendung ihrer Steuern, über die Höhe des Steuersatzes in anderen größeren Gemeinden und auch in den Kirchengemeinden durch geeignete Artikel im Gemeindeblatt. (E. C. Oppenheimer, Stiefel,' Rechtsanwalt Simon, Dr. Merzbach.) 3. Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Steuererhöhung, wenn irgend möglich, zur Senkung des Steuersatzes, insbesondere durch Reduktion der Verzinsung des Friedhofsbaukapitals, ferner durch Einschränkung des Friedhofsbauprogramms. (Stiefels Goitein.) 4. Beschaffung von Unterlagen, ob und gegebenenfalls warum der Vorstand dem Verlangen der Gemeindevertretung auf Anstellung eines Verwaltungsbeamten im Krankenhaus bis zum 1. Oktober nicht Folge zu geben gedenkt. (Rechtsanwalt Simon.) 5. Maßnahmen zur Sicherung der Kultussteuereingänge aus den für 1925 seitens der Finanzämter geforderten Einkoinmensteuernach Gablungen. (Dr. Mainzer.) In Bezug auf die Höhe des Steuersatzes wird von Herrn Dr. Baerwald mitgeteilt, daß der Vorstand sich dauernd und eingehend mit den Steuerfragen befaßt und auf das bestimmteste hoffe, den Steuersatz nicht nur nicht zu erhöhen, sondern zu verringern. Immerhin enthalte der Gemeindeetat Ausgaben, die nicht zu umgehen seien. Im übrigen werde auch vom Borstand durch Xsker'L Xskkee-LssckSN — IILK^ 1000 - Leste Le^uxsqueUe tur jecien I^ausbalt. Katlee, l'ee, Kakao, Hlsl^kaskee, Lcnokolsäe, Pralinen, Londons, Keks etc. kilislSn in prsnkkur»? LergerstraLe 77 LrückenstraLe 11 (ZrünedurZveZ 11 I lanauerlanästraLe 6 1lerm3nn8traLe 1 KronpnnsenstraLe 38 HiainzerlanästraÜe 129 8cnnurZa88e 51 I.eip2>Zer8traLe 27 H,m weißen Ltein 3 W XaukksuK »SN« ^^"^ks^ '—' f^lO^KTv« Skäno ^».90-94- M?/«^?Ae^^^eFeM?'^ in Xleisv», 5ei«>en»totten, * iidA"*«»^.,«".. O/X^ QOI.IDSLI-IIVIIIDI' 1. 2tc>c?l< /<r-,gSi-»Sl^f-r-»ss' k^smilisrisufSi^ii^sIt / / lDam Sorsums 5a/72it//e/le L'onc?r'jtc>?-eriva7'6n nu?* T-eine^ Sutts?' WWW»!!I!!!>WW^ 3 k2 Il-1Kssst<iuc:^S»^ ui^cj Q^lZkuOl^Si"» r->sc:^ sltkZSWsl^i-tSi^ k^s^sptsn» SsstsIIurigsii wsncjsn» pllnktliQlist s«usgSslll-»rt s I sf c> ii i-isnss6v6S