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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1926-09-01 · 1-2 (9.1926) · page 16

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
1-2 (9.1926)
Date
1926-09-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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16 Das Tätigkeitsgebiet der Kreditgomomschaft erstreckt sich hauptsächlich auf die finanzielle Unterstützung von Erwerbsbeschränkten-Werkstätten und Gewährung von Einzeldarlehen. Die Erwerbsbeschränkten-Werkstätten, die wahrend der Inflationszeit als das wichtigste Aufgabengebiet der Kreditgemeinschaft gelten konnten, sind Anfang 1924 auf ein normales Maß heruntergegangen, treten aber seit kurzem wieder stärker in die Erscheinung. Es handelt sich hier in erster Linie Ilm Werkstätten, in denen ältere Leute oder schwer erziehbare Jugendliche, die psychisch oder Physisch erwerbsbeschränkt sind, Hilfe und Arbeitsmöglichkeit finden. Daneben wendet die Kreditgemeinschaft erhöhte Aufmerksamkeit dem Wiederaufbau kleiner Existenzen zu, denen durch die Gewährung von Einzeldarlehen Produktiv geholfen werden kann. Ursprünglich nur für Kriegsbeschädigte bestimmt, werden diese Darlehen nunmehr auch Kleinrentnern, Flüchtlingen, Invaliden- und Unfallrentnern, sowie allen durch körperliche oder geistige Abweichung von der Norm Erwerbsbeschränkten und denjenigen Personen zur Verfügung gestellt, die durch Krieg oder Nachkriegsverhältniffe in ihrer 'Erwerbstätigkeit in besonderem Maye beeinträchtigt worden sind. . Entscheidend bei der Gewährung von- Cinzeldarlehen find folgende Gesichtspunkte: 1. Die Darlehen müssen nur z-u Produktiven Zwecken aufgenommen werden, d. h. unter der Voraussetzung, daß durch die Verwendung des Geldes aller Voraussicht nach die eigene wirtschaftliche Leistung des Antragstellers 'wesentlich erhöht oder ihre drohende Verminderung verhindert werden kann. 2. Es darf sich bei der Gewährung von Darlehen nicht um Fälle handeln, bei denen eine Rückzahlung voraussichtlich ausgeschlossen ist, das Darlehen also lediglich die reine Unterstützungsbedürftigkeit des Betreffenden verdecken soll. 3. Tie Höhe der erforderlichen Summe muß in einem der heutigen Kapitalmarktlage entsprechenden Verhältnis zur Steigerung der Wirtschaftskeistung des Darlehensnehmers stehen. 4. Die Steigerung der Wirtschaftsleistung muß dem Darlehensnehmer die Möglichkeit geben, nach einer Schonfrist von 2—10 Monaten das Darlehen in monatlichen Raten von 5—10 der ursprünglichen DarlehenssuMme zurückzuzahlen. 5. Die Verzinsung beträgt je nach dem Einzelfall 4 A bis Reichsbankdiskontsatz. 6. Das Darlehen muß in genügender Weise sichergestellt werden. 7. Der Darlehensnehmer muß entweder erwerbsbeschränkt im eigentlichen Sinne des Wortes oder aber in seinem Einkommen in besonderem Maße durch Kriegs- und Nachkriegsverhältnisse behindert sein. Gesuche um Einzeldarlehen, die diesen Richtlinien entsprechen, sind an die Z e n t r a l w o h l f a h r t s st e l l e zur Weiterleitung an die Kreditgemeinschaft bezw. an die Landes' stellen zu richten. _ Jubiläum des Herrn Lehrer Ltnna. Am Samstag, dem 28. August d. I., feierte der allgemein beliebte und geachtete Lehrer und Kantor Simon Unna sein vierzigjähriges Jubiläum als Vorbeter in der Synagoge der Israelitischen Männer- und Frauen-Krankenkasse. Im Älter von 19 Jahren kam Herr Unna als Lehrer an die damals von Rabbiner Marcus Horovitz s. A. gegründete Neligionsschule, an der er noch heute an hervorragender Stelle wirkt. Im Jahre 1886 übernahm er außerdem die Stelle als Kantor in der sogenannten „Kippestub", wo er nun seit 40 Jahren in seltener Pflichttreue waltet. Sein inniger Vortrag, zumal an den hohen Feiertagen, begeistert seine Zuhörer stets von neuem. Seine übliche Ansprache am Schluß des Bersohnungsfestes wirkt stets erhebend auf die versammelte Gemeinde. Er schöpft dabei aus der Fülle seines reichen umfassenden jüdischen Wissens. Zu Ehren des Jubilars fand in der Synagoge der Männer- und Frauen-'Krankenkasse ein Festgottesdienst statt, bei dem Herr Dr. Felix Kanffrnann namens der Verwaltung und Herr Max G. Adler namens der Synagogenbesucher die Verdienste des Herrn Unna und neben seiner sprichwörtlichen Pünktlichkeit auch alle seine sonstigen Vorzüge hervorhoben. Der Jubilar erwiderte in seiner bekannten bescheidenen Art und dankte für die zahlreichen Beweise treuer Anhänglichkeit. Unter den Gratulanten, die später in der Wohnung des Gefeierten erschienen, befanden sich die Herren Gemeindera6biner Dr. Hosfmann und Dr. Horovitz, die für ihre eigene Person und für die von ihnen vertretenen' Körperschaften (Talmud-Thora-Verein, Talmudische Lehranstalt und Religionsschule) tief empfundene Glückwünsche überbrachten. SP ei er, Max. Daheim und draußen. Ein Jugendbuch. 2. vermehrte Auflage. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. 1926. Preis geb. 3.S0 Mk. Ein Buch voll Phantasie, tief jüdischen Empfindens, mit dem ausgesprochenen Zwecke, Toralgebote und alte Bräuche zu symbolisieren und mit Geist zu erfüllen. Nur scheinen die kleinen Stücke nicht immer für Kinder geschrieben, so S. 122 „Kinderlachen". Auch läßt der sprachliche Ausdruck manchmal zu wünschen übrig, ebenso «wie die Schreibweise der hebräischen Bezeichnungen, z. B. „Chamischo Osor b'schwat oder „Betochaun". Nach dem Grundsatz, daß für die Jugend das Beste gerade gut genug ist, gewährt das so geschmackvoll ausgestattete Büchlein keine reine Freude. ' ' LH. O'Q^NI ON"12X, Abraham und die Götzenbilder. Ein hebräisches Spiel für Knaben und Mädchen. Verfaßt, aufgeführt und in deutsche Reime gebracht von Lehrern und Schülern der Höheren Jüdischen Schule in Breslau. Breslau VIII, Jüdischer Jugendverlag 1926. Eine reizende Idee, den alten Midrasch über Abrahams Jugendzeit zu dramatisieren. Die Ausführung stellt den Verfassern nnd Herausgebern nach pädagogischer, wie nach sprachlicher Richtung das beste Zeugnis.aus. So weuig oft die biblischen Stoffe nach dem Prinzip der Arbeitsschule eine Bemnschaulichung Mll SM. lMMWle AeMl. VWKIÄWe 4 leleion: ttsn8a 5506, 5507, 3958. 1930. TpeMion, Tvniffstirt, l.agerung, Verzollung, Ver8ionerung, lnks880 Spezialität: Sonnollver^enr nsvn uncl von ^nglancl, Knsinunci Usderssstransports eigener funrpark. l-igene l.agernäu8vr mit kannu. Vfa88vrsn8oI,Iu88. 10N^NNW N0l^ H KONl^N KOKS Mlk^iL» N0I^ f^^K^UK^ Vürv: Kstksrinenpforte 6 / l'elekon >1mnssu 7^80/85 Vertreter: 3. l^lsrxsorln-k-isnsuer Oervinusstrssse 18, II. / lel. ttanss Z209 «kill MMM-ilMd«! »on«t«rn rsgulsr s!nck uri8ere vvrv^ödel ^I»W>^^MllW»>lMW^^»I»ll>W>^ so billi'Z, äsL Zkiiv stsunsn Mil-IMel-IMl' 22 2v» 2Z

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