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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1926-09-01 · 1-2 (9.1926) · page 15

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
1-2 (9.1926)
Date
1926-09-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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eine Vereinigung der Augend: von den Zivilisten -Vis Naumann, und der TrenN'Ungsorthodoxie bis zu den Reformliberalen, einschließlich der vielen Indifferenten, die nur noch das Bswußt-sein, von jüdischen Eltern geboren zu sein, mit der Jndenheit zusammenhält, zu schaffen. Die nächsten, unaufschiebbaren Aufgaben sind: die Schaffung geeigneter Räumlichkeiten und eine vermehrte Propaganda, und dazu brauchen wir die finanzielle und moralische Hilfe aller verantwortungsbeiwußten jüdischen Kreise und der jüdischen Organisationen, Ne wissen, daß wenn es jetzt nicht lgelingt, die Jugend der Juden zu einer jüdischen Jugend M formen, das Schicksal des deutschen Judentums besiegelt ist. Eile tut not! Jeder Tag ist ein nicht wieder Zu gewinnender Verlust, und die Körperschäften «(Gemeinde und Lögen) hab^n vornehmlich dafür zu sorgen, daß uns diese „Glückchance" nicht entgeht. (stud. ^skob Jacobs) Verein zur Aussteuerung hiesiger Israelitischer Bürgerstöchter e. V. Der seit 1790 bestehende Verein zur Aussteuerung hiesiger Israelitischer Bürgerstöchter — in der altjüdischen Bevölkerung unserer Stadt nur „Hachnosas Kallo-Berein" genannt — hat nach der durch die Inflation bedingten Umstellung seiner finanziellen Verhältnisse mit diesem Jahre seine Tätigkeit wieder aufgenommen. Er wendet sich daher an die jüdische Bürgerschaft mit der Bitte, die Mitgliedschaft bei dem Verein fortzusetzen oder zu erwerben. Der Verein kann darauf hinweisen, daß er in all den Jahren seines Bestehens in sehr vielen Fällen mitgeholfen hat, weniger bemittelten Bürgerstöchtern ihre Verheiratung zu ermöglichen. Gerade in der heutigen Zeit, in der der jüdische Mittelstand schwer Not leidet, kann der Verein durch eine Aussteuer die Zukunft mancher Familie ausschlaggebend bestimmen. Im ersten Vierteljahr 1927 findet die Verlosung des sogenannten „ersten Preises" statt. Alle Mitglieder nehmen daran teil, und es wird ihnen dadurch eine ganz außerordentliche Chance geboten. Denn während bei anderen Lotterien nur ein Teil der eingezahlten Beträge verlost wird, ist unser erster Preis, der nach der Zahl der Vereinsmitglieder festgesetzt wird, größer als die Beitragszahlungen, da der Verein aus seinem Kapitalvermögen einen wesentlichen Betrag hinzufügt. Freilich erhält der Gewinner des ersten Preises nicht die festgesetzte Summe, sondern nur das Recht, sie einem minder bemittelten Mädchen, das auch mit ihm verwandt sein darf, als Mitgift zu überweisen. Die Möglichkeit, ,in solcher Weise die Mizwoh hachnosas Kalls ausüben gu können, hat vielen Frankfurter «Familien die Zugehörigkeit zu unserem Vereine immer als selbstverständlich erscheinen lassen, und die Verwaltung hofft, daß dieser Hinweis dem Verein unter denen, denen er bisher unbekannt war, viele neue Mitglieder verschaffen wird. (Siehe auch die Anzeige in vorliegender Nummer dieses Blattes.) Die Stellenvermittlung der Weibl. Fürsorge, Langestr. 30, II., übernimmt die Vermittlung von einfachen billigen Zimmern, mit oder ohne Pension, möbliert oder unmöbliert, mit oder ohne Kochgelegenheit. — Sprechstunde für Zimmernachweis: Mittwoch von 10X—12 Uhr Langestraße 30, II. Oer Arbeitsnachweis der Weibl. Fürsorge, Langestr. 30 II.. Hansa 3425 sucht dringend Beschäftigung für Heimarbeiterinnen. Turn- und Sportabteilung beim R. I. F. Sonntag, den 3. September, Ausflug na 6) Cronberg. Treffpunkt 8 Uhr 10 Min. am Hauptbahnhof. (Sonntagskarte 4. Klasse Cronberg, Sammelkarte.) Abfahrt 8 Uhr 30 Min. Nachzügler können 1 Uhr 06 Min. nach Eppstein fahren und treffen den Verein bis 4 Uhr in Eppenhain. Für die neugegründete Fußballabteilung sind umgehende Anmeldungen erwünscht. — Anmeldung nimmt entgegen: Karl Adler, Hanauer Landstraße 50. Hansa 2572. Jüdischer Nationalfonds. In den 25 Jahren seines Bestehens hat der Keren Kaje - meth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) die sicheren Grundlagen für den Aufbau des jüdischen Palästina geschaffen. Mit 34 Millionen Gold mark von Spenden der Juden der ganzen Welt hat er 200 000 Dunam (ca. 21000 Hektar) Boden in Stadt und Land erworben, ihn kulturfähig gemacht und 40 Siedlungen produktiv arbeitender jüdischer Bauern, darunter zahlreiche deutsche Juden, auf ihm errichtet. Das Ziel dieser großen freiwilligen Arbeit ist: der jüdischen Gesamtheit das Eigentum am Boden des Heiligen Landes zu schaffen. An alle für diese große Aufgabe interessierten Juden geht der Ruf: Zum neuen Jahre neues Land! Auf jüdischem Boden jüdische Landwirtschaft! Spenden erbeten auf Postscheckkonto Frankfurt a. M. 41441 Jsaac Heimann! (Siehe auch Anzeige in dieser Nummer.) Kreditgemeinfchaft. DieKr ed i tge me inschaftgemeinnützigerSelbsthilfsorg'llN'isationen Deutschlands (Berlin N. 24, Monbijouplatz Nr. 3), deren Berwaltungsrate die Zentralwohl f ah r t s st e l le der deutschen Juden (Berlin, Oranienburger str. 13/14) angehört, hat während des letzten Jahres eine rege und nutzbringende Tätigkeit entfaltet. Trotz erfolgter Mitteilungen scheint man in der jüdischen Öffentlichkeit noch immer recht ungenügend über den Aufgabenkreis und die Darlehnsmöglichkeiten der Kreditgemeinschaft rnformiert zu sein. Indem hier nochmals eine kurze Uebersicht über die Arbeit und die Richtlinien der Kreditgemeinschaft gegeben wird, steht zu hoffen, daß auch in weiteren jüdischen Kreisen das Interesse für dieses so überaus nutzbringende «Finanzinstitut geweckt wird. ^I^ren^l^ti^t ^VeiLa^Iergane, direkt am 5al2nau5 Aparte dieuneiten in Innren unci Oolljvsrsn. r^iocisrne Onrringe unci perlketten. Reparaturen an Unren unci (Zolclvaren. eoneokvik l.ebens - Versivnvrung8 - Aktien - Ke8kll8vnatt X«In SM kkeln v?sp?ung 1SS2 Versicnerunxsoestsnö: enrte 1S2S. 1S2 IVlilllonsn Ms?«c prämieneinnsnme >925: S,S IVlittionsn IVIsrlc Xusxe-snlte Versicherungssumme 1924/25 1,1 IMIIionen Msrlc Von clem koken keipAevinn «Zer ^snre 1924 unä >92L sin6, nscn I^eberveisung sn tUe xeset-licke Reserve, ctei' <Zs» «inn^Uclllsgs «t«? VsnsiOks^ten ^""6 Kostenlose uncl unverdincUicne Auskunft erteilt: ve-irlts-oirektion asr «LUc Vvk>ie0k01k in frsnlcturt a IV!., ^aunu88tna88s 52—60 (v. kosenwai.v) /i/e/vS^'« SetweiM kkllkr-Verziekeriiligz lZssellilüislt Le?. Vir. KrMur kökzM NoLn5trs!Ze 49, 76lskon i Nsnss?066 Lei i'8raeliti8enem Krankenpfleger finden pfleZedeäürttiAe I^eute ^utnsnme mir ritueller VerptieZunZ. Lmptenle micn sucn ausser dem ttause in IVls88ags, Pflege unli ttünnei'sugen8vnneilisn. ^. Qrünebsum »^LS^LSSW^^^^LSS^^^^LSS^^ZS^L^^^^WLSLSSLSLSS^^^^^^^LSS^^LSSL^ H Erste Frankfurter Oampfwafch-u. 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