Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 11 (7.1926)
- Date
- 1926-07-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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v—r mittlungen) und landwirtschaftliche Arbeiter Vermittlungen), unterzubringen. Auch jetzt schweben Verhandlungen mit der Israelitischen Gemeinde, die die Einstellung möglichst vieler jüdischer Arbeitsloser bei den Arbeiten aus dem jüdischen Friedhof bezwecken. Auch dieses Jahr konnte ein kleiner Teil der Leute in die Land, winichasr vermittelt werden. Wir rechnen mit weiteren Erfolgen tn der Erntezeit. Der grüsite Teil der ungelernten Arbeiter ist jedoch aus Gelegenheitsarbeit angewiesen. Wir wollen es an dieser Stelle nicht oersäumen, alle jüdischen Arbeitgeber darauf aufmerksam zu machen, daß durch uns Hilfskräfte jeder Art, sei es zu Büro- und Lagerarbetten oder Park« und Transportarbeiten vermittelt werden. Am l. Januar UM eröffnete der Verein mit Hilfe der Zentrale für jüdische Wohlfahrtspflege ""d einiger hiesigen Firmen, die uns dabei in dankenswerter Weise untcriiiil'.tcii, j» den Aäuinen der Langrstrafie.'«) eine Schreibstube. Mit modernsten Druck- und Dervtelsältigungsapparatrn und Schreibmaschinen ausgerüjlet, sind wir in der Lage, den Wünschen uiiserer Auftraggeber in jeder Weise gcrcchtzuwcrdrn. Die Schreibstube beschäftigt jüdische Setter. Stenotiipisten. Angestellte und Arbeiter. Wir bitten auch um Unterjtittiung dieser erst neuen Einrichtung, deren Zweck es sein soll, jüdischen Erwerbslosen regelmäsiig Notstandsarbeiten zuzuweisen. Wie bei jedem modernen Arbeitsnachweis ist auch hier eine Berufsberatung und Lchrstellrnvermittlung angegliedert. Ilntrr den heutigen Verhältnissen wird es selbst dem Städtischen Vcrussamt sehr schwer, seine Lehrlinge unterzubringen, um Vieles schwerer ist es aber einer jüdischen Lehkstellciivcnnittlung. jüdischen Hungens in Vetrirben Stellen zu verschaffen, die am Samstag geschlossen find. Abgesehen davon, das; viele der hierfür in Betracht kommenden Geschäfte jüdische Lehrlinge nicht einstellen, wird die bei uns Juden so notwendige Vcrussunischichtung dadurch erschwert. das; es verhältnismässig wenig jüdische Handwerker in Deutschland gibt. Mit arosicr Mühe ist es uns gelungen, auch bei nichtjüdischen Firmen Samstag freie Stellen zu bekommen. Als Gegenleistung verlangen die Arbeitgeber eine Verlängerung der Lehrzeit a^f Jahr. Im Jahre I'.W haben wir fast alle unsere Lehrlinge untergebracht, jedoch lässt das Jahr UN'» in dieser Beziehung viel zu wünschen übrig. Wenn auch der grässte Teil der Hungens, die zu Ostern >l»A. die Schule vcrlirszrn. Stellen gesunden hat, so ist es bisher unmöglich gewesen, den Gesuche»« aus der Provinz gerecht zu werden. 12 Die der Lehrsteüenoermittlung vorangehende Berufsberatung soll die Schüler der 1. Klasse über Lage und Aussichten in den einzelnen Berufen aufklären. Diese Arbeit beginnt bei uns schon Jahr vor den Osterentlanungen. ^'-^lt werden berufskundUche über den sittlichen Wert der Arbeit, über den Unterschied zwischen Beruf! nd Erwerb, gelernter und ungelernter Arbeit, um dann zur Besprechung der einzelnen Berufe zu kommen. Anschließend folgen Führungen durch gewerbliche- und durch Fabrik betriebe. Es fanden im Winterhalbjahr Führungen durch Betriebe der verschiedensten Berusszwerge statt. Diese Vorarbeiten regen die Lchüler zum selbständigen Denken und Prüfen an. sodaß ihnen ihre Berufswahl leichter fällt. Die eigentliche Berufsberatung erfolgt dann in persönlicher Aussprache mit Schülern, Eltern uud Lehrern. Zur Lehrlin^ssürsorge gehört 1. die Betreuung der Lehrlinge während der Lehrzeit, 2. die Berussumschichtung. In Zusammenarbeit mir der Beratungsstelle für jüdische Durch« wandere: werden ungelernte Ar^eitskraite, kno solche, oie in ungünstigen Berufen stehen, in einem guten handwerklichen Fach ausgebildet Während die Beratungsstelle den Leuten Wohngelegenheit, eine bestimmte Geldsumme und Adendcnen zur Verfügung stellt, übernehmen wir die Stellenvermittlung und die Erkundigungen beim Lehrhcrrn über Leistungen und Fuhrung des Lehrlings. Aas,erdem lassen wir die jungen Leute an theoretischen Ausbildung?- uild an Fachkursen teilnehmen. Berufsberatung und Lehrlinqssürsorge verfolgen gemeinsam das Ziel die jungen jüdischen Menschen, die fie betreuen, fürs Leben tüchtig zu machen. Wir sehen darin den sichersten Weg. die Zahl der llnärlcrnlrn und durch eine ungünstige Veruiswaht schlecht qualifizierten Ardeitskrästc zu verringern. Am Schlüsse unserer Ausführungen richten wir nochmals die groslc Bitte an die jüdischen Arbeitgeber: Stellen Sie jüdische Lcrnlinqe ein! Beschäftigen Sie jüdische Angestellte. Handwerker. Paeder. Laufburschen und Hilfsarbeiter l Geben Sie unserer Schreibstube Arbeit! ^0^rlf:s>l (lezamtprümieneinnonme 1924..............»5i!07 95l5l» Kapital un6 Reserven ä>r »m „er«»,,«««, L««-u»ckatte-. tr-ss««»» . . K5t i02 277 »»»u»« «»«»«»i Kilian- Versicnerungs-kktien-QtteULckatt in verlin K«,»n» ,^i..°.v. e. n.olt 5.r»n 2!?^«.^».!^^^ "!° i^'l'^'U??^,.^?>^I k ./'5r>51 ^z«. ».<-..«-».- ,'-..r.«.v..->. > ° U-«"» -"Ul».-.^U^.V.r. -.i. ..V«.-.»-. "r? X.-.7^^^°.»t..i°!°d. v 0. «.r..-. ^U^«. ».^.d^ V.-,. - »»-«»»I«-».-» V»r»»»->.»r«...»I»»M-»,-,» »Z virektion tür 5ü6v«täcutsck!e.^: fr2nk,..nt z. ^«.. ^unus^niag« 20 (Kllian--l-rovi«jenna-ttau5) leleton: k-t»jr^lou 4Z. 47. 2000. 0». ^«t^ 72l>r/c/?c^ ^enck D^«?ckg/^/?>7l,^AV Mv«7<z^ ^////ASs5K/5S a^be/ »U « FAA--^^^ttS?.57ttLMK s. 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