Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 10 (6.1926)
- Date
- 1926-06-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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'ff' '-c-.'.S' IZ 1 ' den. zu erkalten. Zu kcffen »ei. da»? dadurch die Rabbiner« und ^.'tdrerdiidvriysamlallrn werden erhalten bleiben im Interesse der Zukuriit der jüdischen Gemeinden, Eine bei ndcre Betonung legt Herr Sondheimer au» seine Bemerkungen in Bezug aus dir Wodl- 'adrlspilege. Es sei ganz falsch zu sa^en. man k.'i.i'.e keine soziale?ür'o?iZL detreii??.':. rr-e:! -?an kcZnc TNitle! dier'üc habe. Im Gegenteil, die Gemeinde müsse Helsen, weil die einzelnen Organisati nen nickt medr könnten. <uwal durck da? Aussterben der Familie von Ro hschild und ^>ir Verarmung eines aroßk» Teils der »ruber vermögenden die 'Träger der privaten Fürsorge weggesallen seien Unter Hinweis aus die Kala rophale >.'age des Almosenkastens wünscht Herr Sondheimer noch größere Vet.iligung als sie der Etat vorsieht. In diesem ^all sei'jedoch eine Reorganisation des Wohliahrtswesens und iurer Zentrale aiizuilredcu. wobei auch hier der Verdienste ihres Deiters anerkennend gedockt wird. Kapitel X: Der Schuldendienft zei.u. daß auch die Gemeinde in die Zußtapfen des Reichs und der Länder getreten ist. indem sie sich ihrer Vorkriegsickuiden gleich'alls cnlledigt dat. Der angesetzte Posten bezieht sich au» die neue Anleide ,'ür den ,>riedho»sbau. Es s«eht seil, daß der .xrirdhos viel mehr kosten wird, als bisher angenommen wurde Die mit der Stadt we^cn des Geländctausches geplanten Verhandlungen slchen günstig. Kapitel Xl. XII- Die kasualeinnahme bedeutet eine Enltöuschung. Der Pollen in Kapitel XII «.Unvorh.rgcic^ciresi sei schon jetzt au?grgcben durch die Bewilligung für das Schwefternhaus. Deshalb müi'e besondere Vorsicht bei weiteren Ausaabcn .malten. Was die Steuer anbetreffe, so sei man im Jahr N».'.', ohne Tciizit ausgekommen, eine Tatsache, die dem Vorstand zur Befriedigung gereiche. Inzwischen hätte» sich die Verhältnisse geändert. Die Einnahmen sind zurückaegongen und es bleibe ein ungedecktes Dei'i>t in Hohe von M. '.«x't),,. . Eine Deckung sei nur durch Erhöhung des Steuersatzes von >'» aus l.">> » möglich. Er sei nicht Ovtimiil genug, zu glauben, das;!.-< reiche, tro-zden. habe der Vorstand beschlossen, es damit zu versuchen. Die Gemeinde könne nur in der bisherigen Tradition »orlbesichrn. wenn ihr kier,u d e notwendigen Mittel briviüigt würden. Es gelte die Vcdün'nissc der Gesamtheit den Rücksichten au» das Individuum voran,uslellcn. Die schwere Zeit verlange ein srisches und wagemutiges Geschlecht. In der sich anschließenden Generaldebatte dankt zunächst Herr Dr. Geiger namens der Versammlung dem Vorstand sür seine sorqiältige und ticigründige Arbeit, besonders dem Finanzre'erenten Herrn Sondheiiner für seine oussnhrlichc» und vollendeten Darlegungen. Er beantragt Verweisung des Entwurss an die Zinanzkommisiion zwecks Eiinelberatuiig. Herr Dr Gci^er mhrt alsdann aus, daß das Gesamtbild des Etats außergewöhnlich trüb sei. Eine Kritik habe keinen Zweck. Es sei auch vorauszu eher«, daß das Endresultat der Etolbcratunq eine wesent iche Veränderung der Vorlage nicht zur Zolgr hoben werde. Herr Dr. Geiger vermißt die bere ts im Vorjahr gewünschte Vermögrnsausjteuuii., und hält den in die'em Jahr bngegeb'nen Erläulcrunqsbrricht sür nicht eingehend aenua. um auch dem »n die Maler e nicht Eingcweih en reit wie Aufk ärung zu bieten. Das Ertraordinarium. das nicht grade ein Auhmrsdlalt darstellt, seh e im Etat. ,ncrr Dr. Geiger bemän.'elt serner die An der Baloncierung. nämlich nach Atnug der Einnadn-cn von den Aufgaben den aisoann verbleibenden Rest duni» Steuern ,u decken, während man doch umgekehrt zurrst das vorjährige Stenerergebnis betrachten und einsehen und dann sehen müßte, welcher Fehlbetrag sich ergebe und wie er zu decken sei. Zür dir Ei.nelderalung gibt Herr Dr Geiger folgende Geni.'t-- vunt>te- Berücks-ch.izun-- des Un,i»<z..»;^ nqsfähig-eil de? r:nz-.l.eii Steurriahlerabgenoniinen hat. Ausschließung so« aenannter Nachbewilligungen für welche im Etat keine Deckung vorhanden ist. schon jtp.t sei der Posten Unvorhergesehenes nahezu verbraucht evtl. Au'slcllung einer Statistik solcher Posten als Unterlage »ür einen Nachtragsetat. In Ve«u^ au» die Höhe des Bcs^ldunqsrlals ist er im großen und gan-e» der gleiilien «nslch: wie Herr -ondheimer. Ieden»aUs müsse man in ZuKunst größte Vorsicht bei der Anstellun > und Besoldun-i der Bcam eu wai len lassen. Herr Dr. Geiger stellt wiederum seit. du»'-, keiner!-: Vi-idu..^ an die staatliche Besoldungsordnunq brsirht.Es werde zu prüsrn sein, ob man im gegenwärtigen Augenblick nicht Halt machen müsse. Au» bei» ^'aien wache es ohnehin schon den Ein ruck, als ob die Betriebe sür die Verwendung von 'Beamten da seien. Was die S boentionc» bctrcnc. so bc'ändcn sich bei den en:,elnen An>kallen zu viel i^eamte. soiootzl der Zahl als der VcsoU-uiiq nach Es gelte Ersvarungen durch Vereinfachung und Iusaminenleguna zu rrnclcn. Im allgemeinen sei zu sagen. da>; dir Veainten in: volliltn Maße zur Diensliciitiing herannizielien feien. Dr. Geiger verlangt erneut AusstcUli-ig einer Dienstordnung und einer Vcamtendiszivlinarordining. »ür welche nach frühere» Auskiliiiten die Vorarbeiten abgeschlosien seien. Der Erledigung karre auch »ml» die .vrage der AnftcUuna eines .zirankenhausinsveklors. Dr. Geiger gehl alsdann auf das Unlerrichtswesen ein und wünscht, daß i n Vdiianlhropin elivas mehr aus die lidcralrn Wünsche -Rücksicht genommen werde, damit die Vcrha»dluno.cn und die Beziehungen zwischeil «chuirat und Gcineindcverwaltung ivcitcr güiislig bleiben. Was die Volksschule anbetresie. so halte er die ttnrer>l»n»»gspslicht der Gemeinde mindeilens im .'iahinrn der bisherigen Vorschule »ür gegeben. Schwierigkeiten bietet nach seiner Ansicht die ,^r ige der Veraemrindung der Religionsschulc. Dabei miine fe>tae>tellt «.'erden, wie ivrit das Vedürinis einer solchen Schule vorhanden sei. Selbst wenn man iinterftellc. daß die Gemeinde verpflichtet sei. ei» solches zu defriedigen, so handle es sich doch um einen verhältnismäßi». kleinen Teil von Interessenten, deren Wünsche von einem Privatverein bc»ricdigt werden könne. Es ergebe sich die weitere ,xrage. ob es zweckmäßig sei. eine private Anstalt zu vcr>'enieiiiden oi>er nicht besser eine eigene Schute aufzumachen, wenn dir Gemeinde »ich zur 'lbernadine dieser Aufgabe vcrvllichtet halte Jedenfalls sei der »ür das lausende Jahr gefordert, Zuschuß sciir hoch. AhnliUic Verhälliüiic deslünden bei den« Schwefternvcriiein. Vei der gespannten ,v»anzlage der Gemeinde habe es keine»» Sinn, eine große ^umuie auszugeben ohne die Garantie, daß ihm damit endgültig > eholfeil ist und er au» der Höhe seiner Aufgaben bleibt. Überhaupt erklärt Herr Dr. Geiger sich als Gegner jeder Zionuiiunalisierung. weil nach feinen Erfahrungen kommunalisierte Betriebe infolge ihrer schcmatischcn und bürokratischen Arbeilsn>eise teurer sind als Privatbetriebe. Nicht ciscrilaiiden ist Herr Dr. Geiger mit der Art der Etatisicruuaj des .^rankeiihausrs. Es gebe nicht an. einsach in Ausgabe einen Zuschußpofte« zu seilen.?.'iindrslc»s inüßtcn aus der Einnahmenieite Psleqcgclder usiu i» Erscheinung treten und auf der Ausgadenseite die hauptsachlichtten Paste»! n>ie Heizung, Vcrpilcgunl'skosten usiv. eingeiicUl iverden. Die Psiegetarc für dir erste .blasse sei zu hoch unk» könne auf die Dauer nicht geholte» werde», wenn man nicht die Privatpatienten in dir anderen Krankenhäuser treibe» «volle. Zum .Kapitel Subventionen stellt Herr Dr. Genier »est. daß der riinigc Posten, zu denen Zahlung eine Vcrpslichlilttg vorliege, der Beitrag zun Vande vrrbuid sei. in welcher Weise der Verband arbeitet und was er bis jef.t erreich', hat. Von Gcinciiidcwege» solNen alle .'.'littel in Beweg , »ig gcscNt iverden. um den Verbund mögüchst viel in Anspruch zu nehme». I>» Zusammenhang damit »>äre öic ,^rage der Kultusstenrr i» >io»i»»eiii als Unter»üt«u»u einer Ieiiin>i>i>i,i!,>><,.»>-., Ge.neinde dein Verband zu unte-breiten. In der Zraqr der Erwerdslosrnsürsorge steht H Dr. Geiger aus dem Boden des iw^jlandsbeschluncs. Unter Keule» Uiiiständen könne eine Verpflichtung der Gemeinde hierzu anerkaiiiil werden Was dir Unterau.!,,»,, der?ff.iir» nnd gc'chiosienen Wohlfahrtspflege anbrlrifst. so weist Herr Dr. Geiger daraus hin. daß der dafür riiigrsei'.lc Ertrag I l" rer Grsamtsieuersolls ausmaitit. Es besiehe die Gcsahr. daß der Steurriahier den Eindruck erhält, er lorrdr ^u einer Wohlsahrtstteuer zn>anqsivrisc herangezogen. Natürlich inüisc die Gciiieinde. nachde»! ttc einmal dt» ,iehlrr qeinacht habe, sich i» gewisser Welse der Wohlsahrtspslege onzunchiür». auch slnannell ein springen, aber der Augenblick, wo die Ge-neinde h».'r<u keine Mittel hat. sei schlecht qeivählt. Herr Dr. Geiger kritincrt dann die in der ^rage de^ Zr.edhsf^neudaus gemachte» ,^ri,!rc u»ü iiuii e? >ür ri.inig. nicht 'veiter mit der Stadl zu verhandeln und «nd ^l.l_l^^?-r<0^rI^l>I d«?ssmtp5SMl«?neinni.kme :?24 . ........- Kapital un<j kieseTver» üer IM iion--»rn vere.ni«»-'. LeieUscriatle-, in->s->»»tn«!07 95l5!S IV2 277S52 M»»u»«» ^«i»n» I^^-... r» ällisn? Ver5:ckeruniZ5-^ktjen-<)^I!Lckoft in kerlin ^. ..7-.»>: «te»« - -.V »i....».:.:'.!-!-.' .«.'.-»l». tt-r.-.». » » »n 11 i r-»»-» V « r », e»^ « »-u n 0»0 « «l»,I»,«l-n» Ü,^ >> .r< .».. V^r«. >. vireiition iür Süc!^ es!cj<?utsck!c»n<j: ^ankkut-t s. tVI.. I'sunus-^nl-z-ze?<Z <^i!isn?-l?r<>viijenNa-i-lsu5) lel-non: >1-unli-».» 45. 47. 2»jt». -ZK.!?W? 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