Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 10 (6.1926)
- Date
- 1926-06-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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' i!2 Sitzung vom Z^. Lvrll INS. Da es sich bei dieser Sitzung um die wichtigen Beratungen des diesjährigen Gemeindeetats handelt, aeben wir entgegen unserer zonstigen Gepflogenheit die bezüglichen Ausführungen in breiterer Form wieder. Bor Beginn der Etatberatunq wurde eine Anzahl kleinerer Vorlaut» lkrcdit für den Neudruck des zweiten Teils des Div «eligmann scheu Gebetbuchs. Ersatiivahlen in die Sl,nagogenvorstände und in verschiedenen Kommissionen. Heranziehung von Gemrindcmitalicdern zur Kultusstcuer in Königstein. Erwerbslosensursorge u. a.» drbattelos erledigt. Alsdann wurde in die Beratung, des Haushaltsplans für li'1.'«, eingetreten, welcher von dem Borschenden des Vorstands. Herrn Iuslizrat Dr. Blau, überreicht wird. Herr Iuslizrat Dr. Blau weis» daraus hin. das; es sich um einen Krisenetat handle, dessen Charakteristikum die steigende Tendenz der Ausgaben und die sinkende Tendenz der Einnahmen sei. Es gelte zwischen diesen faj, unbalancierdaren Gegcnsaiien das «chiff der Gemeinde ohne schaden hinduniizujleuern. Das:, zu den bisherigen Auigabrn der Gemeinde eine weitere, nämlich die «orar jür die Erhaltung der Wohlfahrtsrinrichtungrn. gc kommen sei.gestalte den Etat noch schwieriger und machrs uiimöglich, das Gleichgewicht aus Grund der bisherigen Steuererhrbuiig herzustellen. Deshalb habe sich der Borstuno jür eine Erhöhung der Liener entschieden. Dadurch verlange die ^meindr von jedem Einzelnen weitere Opfer. Er hofsc. da«, diese gern gebracht werden, weil rs sich um die Erfüllung von Belichten und Ausgaben handle, die wir als Erbgut von unseren Bätcrn übernommen haben. Der Hinanzrcscrcnt des Borslands. HcrrFrili Sundn-imer. erläutert ,oda»n in mehr als rinslllndigcr Rede die -unzrlnr» Kapitel des Haushaltsplans, indem er zunächst die Ends-uimie mit den entsprechenden Ziffern des l, »teil .iricdcnsetats vergleicht und besonders aus das Ansteigen r>er Ausgabrnzifserir jür Bciolduilgen. il.>1terrt-^5,vrix„ «„h krankrnhaus hinweist. Bon ovrnch«rein jkclll Herr Sondheuncr scsl, das! rin Abbau in diesen Brrwaltungs zweigen nicht möglich ist, ohne das kulturelle und soziale Leben der Gcinrindc zu gesährden Es müsse auch gesagt w-^den, das;, gegen die Borkrirgszeil gros,? neue Auigabrit au die Gemeinde verivaltung herangetreten seien, welche ohne eine» geuiüastndcn Bcamtcnupparal nicht bcioältigt werden könnten. Herr ^ondhcimcr betont, das; er seine Anssührungen lediglitt, als Beelrctcr de» Borstandcs und als Bcrtreter einer Eiicheitsgcmeindc mmste und aus polilischc und religiöse Momente in seinem Beriet: nullt, eingehen iverde Au den einzelnen Kapiteln bemerkt. Her» Su»S hrimcr: Kapitel l! Das Gemeindeblalt. welches einen U«d<r„v»n; abwirst, hat sich sowohl in seinem redaktionellen als im. Ämwn«u teil recht gut entwickelt Dem Schriftleiter. Herrn Raddiuer Dr. Lazarus, sei hierfür zu danken Die Bibliothek werde »m Grgrnsatt zum Lesesaal nicht genügend srcguentiert. Sie »e» n»e,ter ausgebaut worden und bcjindc si.t,. wie auch das Museum m guter Entwicklung. Kapitel U: Die Besoldungsausn cndungen erstreben sich aus rund ' - Million Mark Was die B?r:v»'.:u:.gsbeamten anbctrint. o sind sie durch die im Gefolge lies parlamentarische» «Micins anwachsende Arbeit der Kommissionen lSit-ungsdienst usw.) voll . auf in Anspruch genommen Ein Abbau ist hier .»cht mogli. n. Bei der Prüfung der ,>rage. ob die Gemeinde noch weiterhin i.,it den Sähe n der Äcichsbesoldungsordnung gehen soll, se» zu dct.rul.,., dak; bedeuteitde religiöse Belange gewahrt »Verden nw sjen. Es' habe s'ch ergebe... dasi i.i Brzus auf die Bean.tcnde,o'.dung Zranksun mit an der Spitze marschiere, ucs ,r» or,.,ü.^ . .c j..,.i.t.: aller Beamten, noch mehr;a leiiteni als UisderuiN» » »eitgehenksten Mage sich des Ernstes d«i?Uaqr de-^Gn-onHe!»ewl!izt zu sein. Kapitel: lll. Ja allen Lagern in ein reqeirrliczröses Leben zu oerzeirimcn. überall spürt mau Auisckwuna. uuz Leaeinerung. Die B^rneplaqstinaqoae ist von morgens 7 bis ,-oends. »UAr ständig non Lernenden aller Lebensalter be'mtU. aber auch i^den liberalen Synagogen ist ausser den gottesdienstlichen 'Üe ran naluaia.cn eine erfreuliche Hohe der Lehnanqaeil?sizustetl«i. In izcr Suna^oge an der Köniqsteinerstrasze ist eine Vermehrung dr^ SiZsläls, um U4<» geplant, ein Umstand, der. an sich m bul^rüsje.i. mit der Tatsache im Widersoruch steht, das; na oonqen ^ahc sie Pla»<miete grade in dieser Znnagoqe lückenhaft eingegangen ist. Immerhin ist von der Gesamtheit der Snragogenvciejlantr ut»r tue Höhe der im vorigen Jahr erhobenen Sänc qel«tagt noroin. joda»; in diesem Jahr eine wesentliche Actuktion er'olgt iit. .Kapitel lV: Der Etat des Phila»tl',ooii'^ «ei. »ehe sparsam aufgestellt und bekunde iveitgetiinde -Rüllu'^it. au.' Sie ^inan,en der Gemeinde- Es sei keine /iraae. daz die GeiMt'.no« iür den Weiterbestand der Schule zu sor^n habe, »u:?t. v»i 7.'^» Schülern, davon 2'" Boldsichülern. bcsu^dt werde Der geiordeNe Zuichuß» betrag ist gegen die Borkiieq^eil a»» mchL al» das Doooclle gewathsen. Inwirivrit der Au'daA. der ZHule einem Bedürfnis 7NtspräU>e. könne erst in.e!ni, ea Jahre» deuNcil» werden. Zweifellos bringe dieser eine erhöhte Lehrtätigkeit, auch in den jüdischen Disziplinen, mit sich, ^clb'lverstindlich sei. das; man au»1i den )Ni!>d??bemlttcItcr die .^iöglilnkeit einer höheren S.tiul» bildunq verschaffen müsse, deshalb könne das Schulgeld nicht willkürlich gesteigert werden. Immerkin möge der Zchulrat darauf achten, das; er durch genügende Heranziehung der begüterten Eltern diese inittraacn las.t uii den Lasten für d:c Binder Mindcrbcmittcltc». Bei dieser Gelegenheit riillcdigc er sitli eines Auilragrs des Borstands durUi die Erklärung, dasi die Gemeinde ein Äc^til hat. zu der schule i" ein anderes Bcrhallnis zu koniüien. als es im Jahre I^t't n>ar. Die für die Acoiiion der ^.i-ul^rdnung ei-lgefenre Xominissiv» müise cndlit!> idre Au>>n:dc in Angrin iichüicn und vollenden. Was sie Bolk.sttnilc > es B!nla»t!,rooi:!s bctrene. ,o werde durch die Bewilligung des Anstlunscs eine Bflnl'l der Gemeinde nicr,u ni^lil anerkannt. Was die Rcligionsstinile anlange, so ivill Herr Sondheiincr in die ivcgcn der Bcrgcmeiüdung s^n?<?enden Berhandluiigc» nicht riülzreistn Der Borstand stehe a:f dem Standpunkt, das; diese Eiiigeincinoung nol^vcndig iit. damit di< Geineinde gebührenden Einilns: aus die ^^bule erlialte. Kapitel : Die rilucüen ^lililalteii stuo iiiuileraüitig fowot?» in ivirtschastlitlicr als in religöscr Hinsicht-?i«>es Kapitel stellt einen llderfchuschetricd dar. Kapitel Vl: Das Krankenhaus verlangt stetig dotiere Zuschüsse Die Selbstkosten s»r den Patienten?ro Tag beiiesen 1,ch om:ll. März aus M- U>.7.'> gegen >^.1Ä1 in sonnigen Privat« Krankenhäusern und M. »! im Hospital zum Heiligen Grift. Es müsse gcprüst werden, was hier geschehen könne, um eine lawiaenartige Erhöhung zu vermeiden. Dem P'legamt uud den llrzten sei an dieser Stelle der Dank der Gem«»n0euerwalluiig auszu» sprcchen. Kapitel Vll: Es müsse daraus geachtet werden. »a>; die indirekten Gebühren der Geincindemitgl'.edcr ni»t?r allju Hock bemessen werden. Anzuerkennen sei die Berwallung des Friedhofs» amls. Kapitel Vlll: An dem Fehlbetrag von M. l«.^»'. der Gebäudcverwallung fei au^n ourm oie Wohnuugse-krmierungrrl im Krankenhaus nichts geändert. Kapitel >X: Eine crirculut'e Ersiticinung des 5?len Jahres ist die Gründung des Landesverbands als oniue'^er Bertretung der preusiisttien Juden, die uns schon manche Last abgenommen und aui den erilcn Antiicd es icnia gebraut dat^ einen erhebtictien 7vk?löMVWW«^MMK«v«WkiM«^ » L^^^^ ^Z!^?^^'./^^z^ x jz^ Ui MKil V^-i^'^Ä^^^^i^^ K^WSW0kt«KI>!« U«»tt^.S --^^I!l,_^>!X