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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1926-05-01 · 9 (5.1926) · page 2

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
4 (1925-1926)
Issue
9 (5.1926)
Date
1926-05-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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jüdische Frömmigkeit in dem Gehorsam gegen das Gesetz aus, es wird nicht als Fesset empfunden, als Last. Crwecker des Bewußtseins der Kraft, das „du sollst" und „du sollst nicht" peitscht gleichsam die eigenen Energien der Seele aus und steigert sie und wirkt wie eine in jeder Minute sich erneuernde^Botschaft und Verheißung!^nn. ^Nicht das passive Mch-der-Erlösung anheimgeben. Gottes Wo« ^gerichtete Tat^ die geübt ^wird in der De- Gottes, und die wahre ^Frömmigkeit^ ist Tat und Weg. als Voraussetzung, auf ihr sich erhebend Gehorsam gegen Gottes Forderung, Gesetz als Offenbarung (Rottes. Diese Feststellung könnte sonderbar und fragwürdig erscheinen^ in dcr^ gerade an der Frage des und auch^nicht ^den ^Willen hat.^alle in der Thora und den zu ihr gehörigen Schriften niedergelegten Gefetze zu Regel falsche Folgerungen gezogen. Es ist wahr, daß über den Umfang der giltiacn. als von^Gott herzuleitenrütteln und es als Menschenwerk in öen Fluß der Entwicklung und unter die Kritik des eigenen Urteils stellen. sündigung am Geiste des Judentums empfinden. Aber deren sich abhebende Einstellung gibt, die das Wesen der empfundenen Willen Gottes erblickt: daß das gesamte kette genau wie in früheren Jahren daran festhält, daß Violtes Offenbarung nicht als die n»? sich schenkende Erlösung zu den Menschen kommt, sondern als die heischende, gebietende und verbindende, alle Kraft anspansolcher Deutlichkeit zutage, wie am Wochenfefte. dem von hieraus vollzieht s^ eine Form^und Wesen der^ Religion und der Frömmigkeit Sendung und Erwahlung Israels Es gehört zur Sendung Israels, daß es die Aufgabe hat. vas .Gesetz" als Form und Wesen der Religiosität festzuhalten und zu oerkünden Je mehr wir erkennen, in wie steigendem uns als Wegbereiter der Zukunft, als »Zeugen Gottes." ' Leben der Frömm^keit als^e'iner besonderen Sphäre und dem^Leben in S^aat und Gesellschaft, das gesamte Leben Kraft besitzen, der Forderung Gottes nach bestem Können zu genügen. Man darf sich allerdings nicht einbilden, mit der schließen^die zehn Vundesworte auch ab mildem: du Dieses Gesetz nun. das als Wille Gottes vor uns d^ Herstellung einer rechten Ordnung der Gesellschaft.! aus den Dienenden ausdrücklich benannt, und auch das Verbot des Götzendienstes hat seine soziale Bedeutung. > Als letzter Zweck^ der ^Gesetzgebung steht die^Errichtung Erfüllung der Forderung Gottes Wie das in den zehn Bundesworten angebaut ist. so setzt es sich dann in der Thora fort, läßt sie fortschreuen bis zu jener auch bung. die auch als Forderung Gottes hintritt und als l solche empfunden werden soll und nicht bloß als zeitlich , gebunden? Nützlichkeitsoerordnung Nicht daß das Verhältms des Einzeln«» zu Gott eine Gleichgiltigkeit wÄe. im will dann mehr, im Himmel und auf Erden". Wo . tri», soll ^es die Ordnung des Gemeinschaftslebens sein.

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