Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 8 (4.1926)
- Date
- 1926-04-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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l6 «ub die Krankenhausfürsorge sich bemühen. Sie sitzt sich mit dem städtischen Wohlfahrtsamt, israelitischen Hilfsveretn und allen dafür zuständigen Stellen tn Verbindung: schreibt an Verwandte und an die Kommune de» Heimatortes. Sind die,- Dinge geregelt, die Mittel zur Heimreise aufgebracht und die betreffenden Stellen de» Heimaturte» benachrichtig!, so wird der Kranke, wenn nötig, in Begleitung einer Krankenschwester an seinen Bestimmungsort befördert. Der OBau des städtischen Krankenhauses, tn dem die schweren Fälle der geschlechlskranken Frauen und Mädchen liegen, wird von «tnerbefonoeren kletnenKommiiiion besucht, da «s nicht wünschenswert ist, dag diese Fälle durch die allgemeine Sitzung gehen, andererseits geht die Bearbeitung derselben über das rein Fllrsorgensche hinaus und beansprucht Erfahrung und Stellungnahme zu den großen sozialen und allgemeinen Fraueniragrn, berührt also viel weitere Kreise und fällt de,halb autjerhal, des Rah »en, der Kranken» huussürjorge, wie wir sie organisiert haben. Sie steht vlelmehr im Ausammenhang mit der Polizeifürsurge und der Beratungsstelle für aekchleck.tskranke Mädchen und Krauen. Die Arb'il der Krankenhausfllrsorae erstreckt sich auch noch aus die Beschaffung von Kleidern und Wäsche, bei Wö^>iicrinit«n achlet man daraus, d^sl für die Säuglinge das Nötigste vorhanden ist und besorgt den Mittlern, wenn es nötig ist, durch den Hauspfle^evereln eine Hausvslege. Wtnn dringend Geldmittel nSlig sind, wendet sich die Fürsorge sllr ihre Pfleglinge an den Almosenkaste» der israelitischen Gemeinde, oder an den israelitischen Hilssverei», oder an das städtische Wohlfahrtsamt: um Lebensmittel, Stärkungsmittel bemliht sie sich t>et der Wirtschaslsueihilse. wegen Kuren und Erholungsaufenthalt für dle Rekonvaleszenten bei den das>r zuständigen Stellen. Eine wichtige Arbeit ist siir die Kranken, die es wünschen, und von denen man weif», dag sie auch im täglichen Leben caraus Wert legen, die Beschaffung von rituellem Essen. Dieses wird von dem Btkkur Eholtm-Bercin geliefert. In einigen Fällen wurde auch auf besonder» dringender Verlangen die U-verweisung von dem städtisch-:: in das indisch? Krankenhaus vom städtischen Wohlfahrtsamt erwirkt. Um den Kranke:» Erfrischungen wie Früchte, Wein usw. bringen zu kennen, gen hmtVte dl« Zentrale sllr die jüdische Wohlfahrtspflege als «inzige Stelle für diese Amecke monatlich M 4u.—. Sonst stehen der Kronkenhaussüi sorge keine eigenen Mittel zur Verfügung. Ihre Ausgabe ist ea, vermittelnd einzugretsen und au» den zahlreichen vorhandenen Wohlfahrlseiilrichtuiigcn diejenige» für ihre Kranken nutzbar zu machen, deren sie bedürfen. Wie bei jeder Fürsorgetätigkcit ist auch hier die Voraussetzung eine nicht ermüdende Hilfsbereitschaft, die sich mit ganzer Kraft - für dle Schwache» und Hilflosen einsetzt; eine Ausgabe, für die wir Frauen berufen sind — eine religiöse und soziale Pflicht! Am stärksten kommt dle Bedeutung der Krankeniizusiürsorge tn den Fällen der Alters not zum Ausdruck Alte Leute kommen oft mit einer akuten Erkrankung in das Krankenhaus. Nach Ineift längerer Bedand'ung sind sie im aünstiasten Falle von idrer Erkrankung geheilt, aber durch Alter und Schwäche, vielleicht auch durch körperliche Gebrechen, nicht mehr im Stande sich selbst zu vrrsoraen. Dle Verwandten lehnen es ob. alle Leute zu sich zu nehmen, was in der heutigen Zeit nicht unbedingt als Härle ans» geiaht werden kann. Das Krankenhaus ist aber natüriüi, auch kein dauernder Ausenthalt sllr sie. Diesen armen Alten in ihrer groszen Hilflosigkeit musj die Fürsorge helfend zur Seite stelzen. Da» Unteibringen in jüdischen Altersheimen gehört zuden siliwerstcn Aufgaben Leider sind diese Heime fast alle überfüllt und die Nachfrage nach einem sr«i»>ewordenen Platz ist sehr grob So muhte vor kurzem wegen Unterbringung einer alten Frau bei sieben verschiedenen jüdschen Heimen im Reich nachgefragt werden, und es kam von überall wegen Uebersüllung eine abschlägige Antwort. Der Aweite ebenso schwierige Teil der Unterbringung iit da» Beschaffen der nötigen Geldmittel. Hat man dle Zustimmung dc» städtischen Wohlsah'tZamtes zur Unterbringung tn ein Altersheim sicher, so ist man zwar «inen großen Schritt welter, es bleibt aber immer noch die Sorge, für dl« Ausbringung der Mehrkosten tn t>dtschen Helmen. Da» städtische Wor>lsahrl?awt zadlt nur den Sa« der in städtls»!i«n Altersheimen üblich ist, während der Satz der jüdischen Heime meist ein viel höherer ist. Diese Differenz beträgt z. Bhier tn Frankfurt 3 M. pro Tag. Bei den B>mühungen um Aufbringung der nötigen Geldmittel tr tt die Fürsorge zuerst mit den V-rwa-lSten der Krankrn in Verdir-dung 57id bemüh: sich dann bei al.en irgendwie in B.rraSt kommend n Stellen zur Aufbringung der noch nötig n Mi tel. Trotz tiefer erobert Ecdwie» »rigkeiten ist es nach lan-en Mühen beinahe ausnahmslos geglüttt, jüdische Alte ln jüdischen Heimen ukterzuoringea. Neuerwerbungen der Gemelndeblbllothel. Auerbach. Mose,: Die jüdische Geschichte und ihr Star,. Bericht des jüdtsch-theol0i.tsch-n Seminars tn Breslau fllr 192S. Berliner, Abraham: G-saitchte der Rascht-Eommentare. Biberfell», PH.: Dina de Malkuta Dina. Brande«, Georg: Di« Jesussage. * Brod, Maxund Weltfch. Felix. Ziontsmu»al»Weltanschauung. Buber, Martin und Rose nzwetg, Franz: Da» Buch im Anfang. lBlbeiübersetzung, l) Earledach, Joseph: Moderne pädagogische Bestrebungen t» Judentum. Ehrentreu. Ernst: Untersuchungen über die Massora. Elieser den Je hu da: Thesaurus toliu» hedrattatt». Vl. Feist, Siegmund: Tlamme,kunde der Juden. Gorton. M I. bin: Messia,-Legrnden. Heine, Heinrich: Grsoräche (ed. Bieder). Halderstadt. W.: Die Arbeitsschule. Hosfmann. David: Response,,. Hauben. Heinrich H idert: Gespräche mit Heine. Jahresbericht de» Aadbiner-Semtnor» zu Berlin für »924. Joseph, idn Sabara: Sefer Echaaschuim. Buch der Vergnügungen (ed. Davidson) Hermann, Hugo: Eine werdende Welt. Reiseerinnerunaen au» Palästina. Herzl. Theodor: He,zl-Worte. Kittel, Rudolf: Gestailen und Gedanken in Israel. Kramer. Gottfried: Leitfaden für das Etats- und Kassenwesen. Man er. Sigmund: Die Wiener Juden. Machowicz, A.: Grundsätze für das Elat,wesen. Norltnd, Ernst: Gespräche und Briefe Walther Rathenau». Ozar leschon Ehachoaum. Ptnner. Z-Ür: Da» neue Palästina. Rathjens. Karl: Die Juden in Adrssinien. Scheftelowttz: Al:-Paiästtnensischer Bauernglaube. S ch o l e m - A l e ch e m-Stempenju. SivherHajasch-r. Das Held-ni-uch. Sagen, vertchte und Ehraniken aus der israeltnkchen Urzeit. Thet«. Johannes: Friedrich Delitzsch und seine .Große Täuschung^. Wetterautscher Geogravhus (Frankfurt am Mann »?»7). Zettungs-Katalog der Annoncen-Expeditton Rudolf Masse für I92S I92»i. Trumpeidor, Joseph: Tagebücher. Worte Most« (ed. Bergmann) Aultussteuer 1926. Die Festsetzung der vom t. April 1926 ab zu entrichtenden Kultuslteuer kann erst nach Verabschiedung de» Haushaltsplan» der Gemeinde für da» Rechnung»tahr 19^6 »7 erfo'aen. Bi» zur endgültigen Regelung l,l die Kuilussttue? vsr^illfis in d-e d,«- herigen Höbe von ib° » der Retchsetnkommensteuer zu entrichten. Der eudgllitige Steuersatz wird demnächst bekanntgegeben. Frankfurt a. d«n »2. März tS.'S. Der Semeindevorstanv r<0^rl^l>j Qe^mtpr^mienemnokme 1924 ..............»Vl A07S5t St» ^tzM. ivopiieü un^j kvezerven 6er i^'.-???'. --^'ntzr«, L««u»-natten ln-«««nt . . . lVt 277 M»tUK«»«««»>»« ^.Uian» Vmic^e^ngs-X^en-(!«eU5ckaki in kerün »>««n»!>.'..n.?.r,. 5 6 i» »-rli- «««»du» V«»i-l»»r»-L. 4. 0 ta »»«dar». VI» ^f»l-. V-r» ^.-0. w »»»»«»ck»». S^. »««It,-»,« , r.!^.rer» Xr:.l. <- <? i.» «r»Uj!v-r»-S»-» N. ,» N^rUs?r»s«?>»,. ^U» pr»s^t »^l. M-»navn!,uea«^i«»»»iL»<^V»r» X >i »Ii , . «ain»»«-»,» V-r,icd»r»Q«,d»ll^ ^. ia »ol» Unia-, 4>Ut v«»l«-d«»»^I V«r»-».t.^«tl«« v««N»er,»? p„«»nt» V.r«.^ a,i.?r»r.l.ku! »l. Ile»N V-r, 4. 0.4^a-o«odUelu!!» v. V. »<rti» u» »Eisbar».^U««». V«».-V.-». - V»e»I«»,»e^-«a»»»-»>»» ^! virektion tur 5üäv«t6eut5cklanä: rsnkku,-« «. 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