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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1926-04-01 · 8 (4.1926) · page 15

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
4 (1925-1926)
Issue
8 (4.1926)
Date
1926-04-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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I» F»tz«»de Fälle Und Bejs,iele »»« »Usern Tätigkeit »d Heiß»» de» Gang »nid die Art de? Bekiirsorgung: Fraa G. a»s DZ___n liegt im jüdischen Krankenhau«, eine sehr schwächliche Sliere Frau, die sich nur wübsain am Stock de» »egt. Räch Aussage der Aerzte kann sie in einigen Tagen entlassen werden. Sie erzählt von ihren Sorgen: die «wri ältesten Gtdne find arbei »los und noch sechs weitere unversorgie Kinder ka Hans. Eine der Frauen der Komm fsion übernimmt es mit dem flöheren Arbeitgeber zu sprechen, od es nicht doch eine Möglichkeit gibt, eine-» der Söhne nieder einzustellen. Es wird ein Hausbesuch noch vor der Entlassung von Frau V. gemacht. Bei diesem Hausbesuch wird veranlaßt, daß zuerst die Wohnung, die in einem furchtbaren Zustai.de ist, gesäubert wird- Dann wird mit der Gemeindeschwester von W ..n gesprocden und i r der Tag der Entlassung mitgeteilt. Die Gemeindeschwester vcrpslich et sich, täglich nach der Kronken zu sehen und die Weibliche Fürsorge in Frankfurt zu benachrichlicen, welche Etä?kungsmi tel die Kranke braucht. Einige Tage nach der Entlassung wird ein zweiler Hausbesuch gedacht und »in senaue? schriftlicher Beri-vt an die weibliche Fürsorge zur weiteren Betreuung gegeben. Gleictzri ig werden bei der Wirtschaftsbeihilfe Stärkungsmiurl wie Lebertran, Wein, Bier, Butter u s w. beantragt und bewilligt. Sin anderer Fall: Frl. H. liegt im Heilig (Seist Spital, sie ist völlig millrllo» und gibt an. den Lohn von tdrer letzt n Dienstherrschaft nicht bekommen zu haben. AußerdemliegrnSchw>eriakri?en «Kit der Ortskrankenkasse vor, da die Vei-räge nicht richti», bezahlt worden sind. Die Fürforc-e oerhandelt mit der Or skraxkenkasse, regelt dort die Angelegenheit, fordert und erhält auch den rück- Händigen Lohn. Da Frl. H. eine schwere Gripp; soeben überstanden da te. ist zur voll gen Herstellung nach Aussage der Aerzte ein längerer Kuraufentdolr nötig. Die Fürso ge oert!<indell mit »er vädrisclien Tuber-r ilosenfürsorge, und Frl. H. kommt auf längere Zeit in ein Erholungsheim. Als dritter und let-ter Fall: Fräulein W. klagt, daß d,r von der Stadt für sie eingesetzte Pflezer ihre Sache nicht richtig verwalte, und erzählt schwer belastende Dinge über diesen Pfleger. Ihren Aussagen ist nicht viel Glanben zn schenken, da sie zeitweise g'iitesgenört ist; trosdem ist es Pflicht, die Sache zu prüfen. Tatsächlich stellt sicd heraus, daß der Pfleger unkorrekt grhandtlt hat. Die Verhandlungen mit dem Bormundschaftsgericht und dem Pfleoer find sekr schwierig und unerfreulich, aber es gelingt den Bemühunsen de? Fürsarge, daß der Pfleger sein Amt niederlegt und vom Dormunl-schafisgerichr ein Vormund ernannt wird. Nach der Altersoersorgun, ist die Fürsorge für Tuberkulosekranke auch ein großes Arbeitsgebiet. Sic werden zwar »on der .Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Tuberkulose" betreut, auch von der ftädti'chen Tuberkulosenichwester regelmäßig besucht, kommen jedoch mit ihren persönlichen Sorgen und Wünschen aftma'» zur Krankendaussürsorge Sind es doch bei 2>en schweren Fällen in der?i>gel Kranke, die lange Zeit oder den Rest ihres Leben»in e^nem Kran^entz«u» zubringen müssen, schon aus Gründen der Ansteckungsgefahr für ihre Familie. Diesen Kranken bringen die Frauen der Kommission häufiger als den anderen Erfns-»ungen »n'» haben für sie im jüdischen Krankenhaus eine besondere kl, ine Bibliot.ek eingerichtet. Die Besuche in diesem Zimmer sind oft die niederdrückendften und schwersten. Die Tube Kulosen-Fursor^e dann nur solche Kranke zu einem lancieren Kuraufenthalt verschicken, bei denen nacd Aussage der Aerzte noch Au»ficht aus Heilung besteht. Die bitteren Vorwürfe der Kranken, deren Verschlckung abgelehnt wurde, und die ficv dadurch zurückgesetzt und denachteil-gt fühlen, ohne den wahren Grund ahnen zu dürfen, find furchtbar. Wenn es einmal in wirtschaftl'ch besseren Zeiten möglich fein wird, diesen armen Kranken nicht jede Hoffnung durch einen dauernden Kronkenhausausenthalt zu benehmen, wenn man sie, wie es auch die interkonfessionelle Wohliahrtspfleae tut, in Invalidenheimen unterbringen könnte, so wäre dies ein wirklich Groß«, und autes Werk. Eine frohe Au»sicht nach dieser Richtung bietet der neue Plan der Arbeitsgemeinschaft, der durch «ine Organlsaton dee Eelbsth lse in wenigen Jahren alle» erfüllen könnte, was «vir heute »och kaum zu denken wagen. Ein desondere« Kapitel de? Krankenbau,fiirs«irge bilden dletMlgen Kranken, deren erhalten ourch eine mehr oder minder hysterische Deran'agung beeinflußt wird. Sie sind bedauern»- «erte Geschöpfe, sehen oft ihe Leiden ins Unendliche verg'Sßer» »nd find infolge ihrer Nervosität and häufig schwer zu befriedigenden Ansprüchen der Schrecken ihrer Müpatienten und de» Kronke»- hauspersonals. Sie sehen die'e Wirkung und fahlen »ich unglücklich »ad zurückqeseSt. Gerade diese Kranken find e«, die die Fürsorge w besonderem Maße in Anspruch nekrn-n. S?e nach ,h'er Entlastung au» dem Krankenhaus in et» Heim oder in eine Beru'»- tStigkeit t» dringen, Lft gewehnllch mit große» Schwie-Ukeire» verbunden, sehr oft leider »nmöglia», besonder» «enn e« fich u» Ausländer handelt, für die «an bei städtischen Stellen nur gas» «erinae Berückfichtianr-g findet. Für die AnKewaaderten. Heimatlosen oder auf der Durchreise Erkrankten tritt nach ihre? Entlassung a»» dem Kranken- Hause der tsraelitscde Hilfsoer ein ein. Doch »m die Kranke», denen ein länzere«. vielleicht nickt heilbare» Leiden « uamögltcH »acht. »« K««»s »tt dem täglichen Leben »Leder a»fz»netzme», liinksl s Zolin Xe»a ttar»«-,rr»«— ,4—tt» ^le^trisciie ^ala^en ^e6er ^rt Grosse ^usstellunssl?3ume unc- Verkauf. VssieMigung erdetsn. Alan kau« voristtkstt. n»n,a S9SS-ag90. Blur kur vsmen. « /k i? i- K s c i?» nnnn «ai»»««rdON. ^nn^^ lieii, Ilot-, Qroncxter l.lIi»-V-r»Iei,. Laeanttert ur»«rr,il«!Ilct> " r-?»»c o k'x k"5 » X^^v^l^ 5? ^'r Ve^ ^tlrntrl»eb, - Unterteilen In jetler ^u,st>i,r<ir>g. ZiLl.7I5t>lk «e^r-ciL^NLl^ Paul IVIsrkgrsf. Ks.dSctisrgas^s s SpvTlal 0srnen»rl»»ju?»<Zo»<:r,Srt ^oc>i.rk-r?cu^v Inn-Ker: >i.kl:^ KliVi-i. p»crig»»er,S»t Illr vllro» uncl Zlelcriandartart fk^iVK^V«! ^. Scn!ike!r«-,»e 12. ^elelon tt»n,» »4» S«»eriUN»dt.eri«r j«>.'Iicn,r ^rt. 0?uek»»erl«n lür ^«x:n»!t uncl privat Z:«Ier,vnl,«,<t»rk tUr kZUro uncl Sctiula ImwerdfanS-tZfl!^^ ««nerslVertrlek <l. l^,»k«vSr>rt. ZiseSer-XscdllerSe Wr Qa,. Konlr. 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