Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 8 (4.1926)
- Date
- 1926-04-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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14 Sernen'MttarveUer« gegenüber war er ein freundlicher Kollege der niemal» den Vorgesetzten betonte and jeden gern tn feiner Tätigkeit förderte. Gar mancher hat ihm seine Weiterbildung und de« Aufstieg zu höheren Posten zu verdanken. Freilich muhte er durchzugreifen, wenn e« nottat aber nur ungern entschloß er sich zu hartem Tun. Die Eigenart feiner Kollegen verstand er zu schätzen und jeden an den Platz zu stellen, an dem er gerne wirkte. Deshalb fand er auch hier Liebe und Anerkennung und konnte in freundschaftlichem Verkehr den einzelnen nahetreten. Der Krieg hat wie so viele» auch diese» reiche Leben mit vauher Hand zerstört. Tin hoffnungsvoller Sohn fand al« Fliegerleutnant den Tod, Er war ein begabter charaktervoller junger Mann, der Stolz und die Freude seiner Eltern. Adler hat diesen fchweren Schlag niemal» verwunden. Er suchte in angestrengter Arbeit Trost, vergebene, der Gram fraß an seinem Leben. Eine schwere Krankhcit warf ihn auf« Totenbett, am 19. Februar 1919 schloß er für immer die Augen. Nu» liegt er ein Held an der Seite der Helden, von denen so manche seinen Unterricht genossen habe«. .An seiner Bahre trauert« mit seiner Witwe und einem pt«geren Sohne die ganze jüdische Gemeinschast de« deutschen Vaterland«», denn er gehörte ihnen allen, sein selbstlose» Wirken hat ja »or keiner Partei jemal» halt gemacht. Ob liberal oder orthodox galt ihm glelch. wenn e» sich darum handelte ein Werk der Nächstenliebe au»zu>ben. Er nahm da» Gute von jeder Seite. Ohne seinen eigenen Standpunkt je zu verleugnkn, wu^te er den de» anderen zu achten und zu schonen. So bleibt sein verklärte« Bild un» stet» t» Gedächtni» und sei» Leben «ine Mahnung ihm gleich zu tun. Seine Taten werde« ihn überdauern und seinen Aame» al« einen der wohlklin« ge»dst«n hinübertragen zu kommende« Geschlechtern. »Drum lebt er auch nach seinem Tode fort .Und ist so wirksam, als er lebte .Die gute Tat. da» schöne Wort E« strebt unsterblich, wie er sterblich strebte'. Prof. Dr. «N«z Leo». veber sszlale Kranlenhaussürsorse. An«, d. Vchrlftleitung: Im Rahmen der belehrenden V«rträge, welche die Zentrale siir jiid. Mohlsahrtspflege in diesem Winter veranstaltet, rsilroe da» nachstehende Referat von Frau Klara Krause, einer Dame der weiblichen Fürsorge, gehalten. Wie Kr«nktnhau«fürsors.< ist ein wichtige» und umfangreiche« Gebiet der allgemeine» und sozialen Fürsorge. Sie besteht nicht »uc darin, den Kranken Trost und Mut zuzusprechen und sie durch lbM MUMN kleine Aufmerksamkeiten wie Erfrischungen, Bücher. Weine ete. zu erfreuen, die Hauptarbeit liegr in der rein fiksorqerischea Tätigkeit für die Kranken und vielmal» auch für deren Familienangehörige. )n einer wirtschaftlich so schwere« Zeit wie die heutige, ist Krankheit w den meisten Fällen eine Eischülterung des ganzen Gleichgewich:« der betroffenen Familien. Es ist darum erklärlich, dak die Kranken den Mitgliedern unserer Kommission bei ihre« Besuchen von ihren Sorgen und Nöten sprechen; denn während die Kranken gezwungen find, still und »ntätiq im Hospital >» liegen, sind ihre Gedanken doch vielfach bei den ihrigen und de« schweren Sorgen, die ihre Krankheit der Familie gebracht hat. Hier muh die weibliche Fürsorge eingreifen und Hilfe fchaffr». Die Kommission für soziale Krankenhaussürforge war erst eine Unterabteilung der Weiblichen Fürsorge: sie wurde im Jahre i»17 in» Leden gerusen. Die Frauen der Komnnssio« arbeiteten anfa"gs gemeinsam mit der interkonfessionellen soziale» Krankenhau fürsorge. um zunächst einen Eindlich tn die Organs satton der Ardeil zu bekommen. Damals wurde regelmäßig «ur da» städtische Krankenhau» besucht und nach jüdischen KrsnK«» grfraut. die der Hilfe bedurften. Wenn eine jüdische Fra r i« städtischen Krankenhaus en«Kunden hatte, so wurde d:e Kornmtssio» für Kindersü-snige davon denachriailiat. Im Jahre!92t wurde dann nach derselben A r wie im städtischen Krankenhau» die Fürsorge auch im jüdischen Krankenhaus eingeführt. Zwei Frauen der Weiblichen Fürsorge besuchten die Kranken und berichteten l» den Sitzungen der Weiblichen Fürsorge von den Fällen, in denen Hilfe notwendig war und die in der üblichen Weise behandelt wurden. Seit April 1S2I bildet die Krankenhaussürforge eine Kommission der Weiblichen Fürsorae. die außer dem städtischen und dem jüdische« Krankenbaus noch solaende Ans»nlr-n «?» ihren Arbeitsplan aufgeonmmen hat: das Heil ggeiri-Hospital, die pk,chia» trische Klinik. Feldstrabe, das städtische Aller,heim. Feldstrabe, da» Bürgerspital, das Rote Kreu<«Krantienhaus. da» Marienkrankenhaus, da« Rothschilosptlal und das Gumpertzsche Siechenhau». H« diesen S Krankenanstalten waren im letzten Jahre S? Kranke zu betreue«. Davon lagen im Jüdischen Krankenhau» ... IIS Kranke Städtischen Krankenhau» . . . LO . Feldstrake........20 He'ltg Geist....... 4 Rate» Kreuz....... 1 , Biirgerspital....... 2 . Rothschildspital ...... 3 Hierzu waren er'orderllch S50 Krankentzausbesuche und N0 Besuche bei staatliche» und städtischen Behörden. Die Agudas Iisroel. die ursprünglich eine eigene Krankenh»R»- fürsorge halte, schloß sich der Kominniion für sozole Kronke»kau«- sürsiirgc an und sendet ,wei ihrer Mitglieder zu den wöchentliche, Siyunger». Bei den Besuchen tn den Krankenhäusern werden alle jüdische Kranken 5. Klane besucht, diejenigen der!. und 2. Klasse nur auf deren besonderen Wunsch Zur Orientierung der Kranken liegen in allen städtischen Kran»«»anstalten Handzettel auf mit mit dem Hinweis aus die Weibliche Fürsorge und ihre ^o«mlssto» für soziale Krankenhau«fürsorae. Jede« neueingewiesenen jüdische« Patienten wird ein solcher Zettel gegeben. 5 5 ^^H».Ml»iUt«>.Mit^t».^».^. »z>.M>!WII»!IIV, IM» W»lUli-1 e5Kt.70n p^^s?-no?ez. Lmrner mit unä onne Verpflegung »u rnSbiger»?ret»e». . VM» <I»rUon. Volle?er»,ior» vor» Xk.!0.— »e». H Sssit-sn: LeksUer »Ml-« M^^WM.M^^^M^M^^M!M.I^Mtz^^^^ M. M!'M!«M-Mc >M.I Bekommen Sle eine neue Hose oder haben <5ie eine alte Hose, ^^ü!?, 5«^^e*5«>«b«^^'-^«5»»>»^ V»I i»e»»M!»ek»m Kr»nk»npN«lZ«r Nn«ien psle^ede^urtria« l.eu»e Autn»tune mit ritueller Verpflegung, kmplerüe rnlck «uck »uöer äera N»u»e in <e.?<?e»> U t«U»»«,» »»»»>»t»^»«t«!«i». ^. Srilnedsum?eun» llot«een»en. krte«lder«erl«>nä»tr»»»e 2«. leleton 2 »65. 8j«i«d»r rsnii'»p«rt. 8?ui«ekrs«ll»tod«». l^IseZU Oomplcit^^ tt^r»ss ss?7 LekZsor-zsss« 20 Lpsniseko Kot« u. Wsikvirslna Lpzmlscks 80kv,sma Vorianysn L«» pi'oizlizto. rZvsucnsr» Li« rna,n» t.o^ala. Lai'antise't natura r«ins. gut gapt?»gt« W«ir»« tWo-Me! ZZkS-A;zzcd!sss ZSn-AMl XszzetizckkZiilie le» kervorrvgenäer (ZitaliiSt n, oe« dUUg,»en prei»«». »elis z..<i.!el! 2Z. »»WM