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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1926-01-01 · 5 (1.1926) · page 11

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
4 (1925-1926)
Issue
5 (1.1926)
Date
1926-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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l! Sücherfthau. SeitrSae zor jöt>. Svltvrgcfchichte. Heft i. Sie ZKmorah »es SdaaaNafesieS von E. Toeplig, Frankfurt a. M. 1S24. Selbstoerlag d. Gesellschaft 5. Erforschung jüd. Kunstdenkmäler. Nach mehrjährige? Unterbrechung hat die verdienstvolle, seit Z.89S bestehende. Gesellschaft zur Erforschung jüdischer KunstdenkmSler in Frankfurt a. M. ihre Veröffentlichungen wieder aufgenommen und legt als erstes Heft der neuen Reihe eine kurze Abhandlung von Erich Toeplig über die Menorah des Ehanukkafestes vor. Nach einer populären, aber nicht durchweg glücklich gefaßten Einleitung wird die stilgtjchicbtliche Entwicklung des Chanukkaleuchters an Hand zahlreicher Beispiele dargestellt, und es ist dem Verfasser gelungen, aus seinem Kunsthistorischen Wissen heraus fast überall die Zusammenhänge zivilen den überlieferten Menorah-Formen und ihrer zeitgenössischen Kunstepoche aufzuzeigen, sodaß die Arbeit einen guten Uederdlick über dieses Spezialgebiet der jüdischen Äunstsorschung gewährt Eine eingehendere Untersuchung würde wohl ou.l) den Quellen der handwerksmäßigen Bearbeitung nachzugehen haben und dabei vermutlich zu dem Ergebnis kommen, daß der weitaus größte Teil dieser jüdischen Kunstdenkmäler von nichtjüdischen Gold« und Sildrrschmicden herrührt. Bon besonderem Wert sind die der Schrift bcigrsüglcn Abbildungen, und es ist zu hoffen, daß die Gesellschaft dieser kleinen Probe sehr bald weitere solgen läßt und damit nicht nur archäologische Kenntnisse vermittelt, sondern auch dem jüoiscvcn Kunsthandwerk neuen Antrieb bietet. E. M. Ludolf v. Zberina, Ser Liampf vm» Aecht. Berlin 1S25. Philo- Verlag. In seinem Bemühen, hochwertige apologetische Literatur zu fördern, hat der Philooerlag eine glückliche Hand gehabt, als er diese Schrift — allerdings buchtechnisch nicht sehr ansprechend — neu herausgab, obwohl sie weder von einem Juden geschrieben wurde, noch einen jüdischen Gegenstand darstellt. Jhcring tl»l»—'.«2) war einer der wenigen unter den ganz großen Juristen, die nici.t in ihrem Sondergebiet besangen bliebe«, sondern, darüber hinaus das Aecht als solches zum InHall ihrer Arbeit machten.. Seinem .Geist des römischen Rechts' und dem unvollendet gebliebenen .Zweck im Recht' kann die deutsche Jurisprudenz des 19. Jahrhunderts nur wenige Werke an die Seite stellen. Aber der weitaus größte äußere Erfolg war dem „Kampf ums Recht" beschiedcn, der «inen in Jahre 1372 gehaltenen Vortrag erweitert wiedergibt und schon 1LV0 in 21 fremde Sprachen übersetzt war. Die von Kant ausgesprochene Mahnung: „Laßt Euer Recht nicht ungeahndet von Anderen mit Füßen treten!" wird vom Verfasser in doppeller Richtung, als Pflicht des Menschen gegen sich selbst und gegen die Gemeinschaft entwickelt. In schar» geprägten Ausführungen wende: er sich gegen die romantische Aussassung. daß das Aecht gewissermaßen in aller Ruhe, wie eine Pflanze, heranwachse, während es in Wirklichkeit aus dem Widerstreit der Lebensformen heraus sich bildet. In diesem Widerstreit aber ist die einzige zuverlässige Grundlage einer gesunden Rechtsentwicklung und damit die ergiebigste Quelle des ganzen staatlichen Ledens das Rechtsgefühl des einzelnen Bürgers. Dieses Aechisgeiüh! zu erforschen und zu stärken, ist die wahre Au'gabe der Gesesgebung und der Rechtssprechungdie ah»? gerade in de? deutschen Rechtr-entwicklung, vor allem im Prozeßrecht, nicht gelöst ist. weil hier fast au-schließlich das Geldintereüe in den Vordergrund tritt, während die Genugtuung für das verletzte Rechtsgefühl, der Ersaz immateriellen Schadens vernachlässigt ist. und weil auch die Ordnung der Be-reislast den Gläubiger benachteiligt. .,ür diese Gedankengänge Iherings ist nichts bezeichnender, als daß er in dem Ausruf Shnlocks „Ich fordere das Veseq' und in der Geschichte von Michael Kohlh -as die höchste dichterische Verwirklichung seiner eigenen Forderungen erblickt. Die überaus interessante und anregende Schrift ist gerade f,!r den Juden besonders lesenswert, der für sich und seine Gemeinschaft so oft den Kampf ums Recht zu beliehen hat, und der zugleich der Träger von Rechtsgedanken ist. die Ihering selbst, hätte er sie gekannt, in vieler Hinsicn. als das ..richtige Recht'' bezeichnet haben wiirde. obgleich von seinem Standpunkt aus der weitgehende Schuh des wirtschaftlich Schwachen, der für das jüdische Recht so charakteristisch ist. sich mit dem Prinzip unbedingter Rechtsdurchsetzung nicht verträgt. Dr. E. Mayer. Zvax SachSmann. Symphonische Variationen über das Thema: ,.Scb!rm und Schu>>" sür Violine und Klavier (oder Orchester). (Hclvctia-Verlag Rod Iicssnin. Berlin NW 2l). Der Titel „Smnphonische Variationen" ist wohl etwas zu anspruchsvoll gewählt für diese zwar gespickt, aber im ganzen doch wenig cigcnkruslu, und gehaltrcictl erfundenen Variationen über das Ehanukkalicd. Immerhin ist es begrüßenswert, daß ein Komponist, der über gediegenes sal>tcchnischcs ölonncn oerfügt, eine jüdische -Bolksmclodie zur Bearbeitung wählt und so die nicht allzu reiche neuere jütische Musikliteratur um ei» sicherlich .wirkungsvolles Stück vermehrt. Allerdings werden nur technisch rei e Spieler sich an die Ausführung des ziemlich schwierigen Gcigenparts wagen dürscn In der Hand eines solchen Geifers jedoch werden die in weHsclnden Stiinmi-ngen gehaltenen, in einer sugenmäßtg eingeleiteten, großen Schtunstcigerung gipfelnden Variationen ein willkommenes Vortragsftück in den Programmen unserer Ehanukkaseiern bilden können. De. N. Ehrenreich. Aeaerscheinonger. Aus vielseitigen Wunsch wird das von Lehrern und Schülern der Breslaucr Höheren jüdisckrn Schule verfaßte und mit großem Ersolg zur Ausführung gebrachte hrbräischc Spiel: .Abraham und die Götzenbilder" nunmehr auch im Druck erscheinen als Heft!7 der von Herrn Dr. Erich Kltbanskn herausgegebenen Jüdischen Iugend-Büchcrei. Subskriptionspreis bei sofortiger Bestellung beim Herausgeber «.Breslau. Elauscwitistraße ll!') beträgt 0.:«1 M. (Porto ertra) Dr. jur. Loiho La ser st ein .Das Judentum ist der Friede' Wiesbaden. Buchhandlung .Friede durch Recht G. m b H.' Gartenstraße ltt. Preis M. 1.—. Diese Arbeit entstammt der Feder des Verfassers von .Rvusseaus Schriften zum ewigen Frieden". Vertchtiaans. Das in der letzten Nummer angezeigte Werk .KUzur Schulchan aruch' erscheint bei Samson (nicht Solomon) Weiß, Frankfurt a. M.. Eckenhcimerlandstroße tX). Aus der Gememdeveriretimg. Sitzung vom tt Aooemd» 1925. Der stellvertretende Vorsitzende. Herr Naftali Fromm, eröffnete die Sitzung und gab vor Eintritt in die Tagesordnung in herzlichen Worten der Trauer der Versammlung über das Hinscheiden ihres früheren Kollegen, Herrn Isaac Haas, Ausdruck, indem c? desouders die großzügige Hiljsdereitjchaft und das tatkräftige Interesse rühmte, welche der Verstorbene der Gemeinde und ihren Anstalten jederzeit bekundet hat. Die Anwesenden hatten sich zu Ehren des Dahingeschiedenen von ihren Sil-.en erhoben. Kenntnis gegeben wurde 00» der Amtsniederlegung des Herrn Mar Kahan insolgc Wegzugs von hier, sowie von der Einladung der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer .ttunsidenkmäler zur Besichtigung der von ihr in den Räumen des Museums sür jüdische Altertümer. Fahrgasse l!<!. veranstalteten Menorahassftcllung. Ein« Vorlage des Vorstandes wegen Beschickung und materieller Unter- MtZMlMlAWWWMlMlMiMM 8>l« il.»' fostliektlsitsn. _ Wsing^osskanellung. ^0 M^» I s s As^s» rZssit-Sf-: f. u. 5. SSmSri WWDMUMZWUMDZWUMU?s * 1 WM RRILR R 8 Kaffee, 7ee, Kakao, ZekskO.scis, k^««»»«». tH»po.it»ins. Londons. Keks. Lpir^kuensn sie. Filialen in?rsnkfuft: I Ssi^ge»-»tk-sLs 77 ^-?^-7^.55:!^5« ö. Leün»dueg-veg 11 K^n-'p^neesizt^ö« 3S 2cn-wk'gas-ta 21 l.eipZ'gsl'st-'slZs?? rl. »Xm 5ie>-» 2

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