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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1925-12-01 · 4 (12.1925) · page 8

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
4 (1925-1926)
Issue
4 (12.1925)
Date
1925-12-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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k i^Z!Ä nichts von diesen Dingen vor sich gesehen Wie sollte sie sie in ihr jüdische. Hau« verpflanzen? Gar manche jüdisch« Mutter, die heute schmerzlich diesen Mangel empfindet und schon lange auk Abhilfe sann, wird daher das Müllersch« .Buch für unsere Mütter^ begrüßen. Sabbat und die Feste des ganzen Jahre» mit ihren Zeremonien sind in Rede und Gegenrede zwischen Mutter und Kind eingehend besprochen. Freilich hätte dabei die Erzählung der einzelnen Feste nicht so ausführlich bchzndelt werden müssen; denn ihre Kenntnis kann die Mutter sich aus tiner guten Divelübersetjuna verschaffen, dem Kinde ist sie durch die Schule hinreichend bekannt. Hübsch und dankbar für den Erzähler ist die angefügte Iuaenderinnerung ^er schönste Feiertag", die sinnig und humorvoll zugleich die Wesenszuge jedes Feiertages zusammenfaßt. Die Sprache des Buches ist ernst und würdig und dabei fein auf das kindliche Verständnis eingestellt. So können wir jüdischen Mütter das geschmackvoll mit hübschen Bildern ausgestattete Buch nur begrünen und ihm weiteste Verbreitung in unseren Elternkreisen wünschen. Elise Rothschild-Block. Besuch der Gottesdienste an den hohen Feiertagen 1925. Wir bringen an dieser Stelle einen kurzen Ueberblick über den Besuch der Gottesdienste in diesem Jahre. Nachstehende Tabelle gibt über den Besuch der einzelnen Gottesdienste, die nur teilweise der Verwaltung unserer Gemeinde unterstehen, Aufschlug: Gottesdienst Männer» Frauen- Sitte insgesamt Gemeinde " > Hauptsunagoge 554 504! 1058 Synagoge am Börncolak 8V1 484! l345 an der Königsteinerstr. 694 «594 I 1338 in Bockenheim 152 96 248 Franksurt-Loge 15k l58! 314 Suppenanstalt. Theobaldstr. 73 94 > 167 Philanthropin ll4 132 j 246 Krankenhaus 35 .5! 5° sonstige Gottesdienste innerhalb i der Gemeinde i Synagoge Hcrmesweg l^8 52 > 130 , Unterlindau 343 20?! 545 Isr. Männeru. Frauenkranken - Kasse. Rechneigrabenstrafze 18 60 40! 100 Gumpertz'schcs Siechenhaus.! Röverbergweg 35 10! 45 Zsr.Waisenanstalt. Röderbergweg 109 W! 129 insgesamt: > 3314 > 2501! 5315 Zur Vervollständigung dieser Tabelle sind Angaben über die Teilnehmerzahl der übrigen öffentlichen und privaten Gottesdienste sehr erwünscht. Entsprechende Mitteilungen werden an die Echriftleitung des Gemeindeblattes erbeten. Boa den insgesamt ausgegebenen 5315 Platzkarten entfallen 31.53 auf den konservativen und 2692 auf den liberalen Ritus. Aus der Gemeindevertretung. «tzim« vom 14. «toder »925. Bor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Vorsitzende. Herr De. Richard Merzbach dem dahingeschiedenen verdienjtoollen Mitglied de« Krankeahauspflegamt» Emil Kaufmann Worte ehrende»» Gedenkens, welche von d« Versammlung stehend an» gehSrt wurden. Infolge einer Eingabe der Ortsgruppe de» Reichsbunde«, ßlidischer Frontsoldaten wurde beschlossen, den Vorstand zu bitte«, »ena irgend »Zgltch. die auf Mittwoch, den d M a-o?s»t- Eluweichüag de» Ehreafriedhof« auf eine» Sonntag zu verlegea, »amtt eine größere Beteiligung möglich gemacht werde. Bewilligt wurden der Israelitischen ReLai»»,schute M. 7000.— alz Beitrag zu den Einri^tunasküstea der erweitene« Eonaooge Unterlindau. der Hebräischen Sprachsch^le M. lvvv - ms Subvention für da» laufende Etatjahr, der Darle^askasse de» Der» eins seldüändtger israelitischer Handwerker und Gewerbetreibende M 2500. - als Darlehen. Es wurde Kenntnis genommen, daß der Regierungspräsident die Aufnahme einer Anleihe in Höhe sou I'? Millionen Mar» zur Anlage des neuen Friedhofs und zum Bau einer Synagoge genehmigt hat. Im Anschlug voran entspann sich eine eingehende Aussprache über den Srans der Ardeilen zum neuen Friedhof, in welcher seilen» des Vorstände» berichtet wurde, daß die fett längerer Zeit mit der Sladt schwebenden Tauschoerhandlunge« als gescheitert betrachtet werden müssen, sodaß es nunmehr geile, den Friedhof auf dem ursprünglich h.erfür in Aussicht genommene» Terrain au der Fciedderger Warle zu erstellen. Es werde dabei zu prüfen sein, inwieweit im Hiudlic» auf die Frage der Geldbeschaffung an dem vorliegenden Ausführungsvrojekt des Äegierungsdaumeislers Nathan größere Ersparnisse und Abstriche gemacht werben könnten, worüoer der Vorstand demnächst der Gemeindeoertrelung derlchten werde Für die Herstellung vo» Wegen usw. zu neu zu eröffnenden G^äoerfeldern aus dem jcai^ea Friedhof wurde ein Kredit von M bewilligt. Eine Eingabe der «onagogeNjjemeinde Düsseldorf in Sachen der im näwsle» Jahr zu eröffnenden großen Ausstellung für Gesundheitspflege, Fürsorge und L-idesüdungen (Gesolet) wurde zur Kenntnis gediacht Die Angelegenheit wird in einer Aussprache der beteiligte» Kreise weiter oerfolgt werden. Ferner wurde der Bericht de» Gefänantsseelsorgers über seine Tätigkeit im Quartal Juni- September dieses Zahres vorgelegt. Eine Mitteilung des Vorstandes, wonach der Eingang an Kultussteuern in der ersten Hälfte des Aechnungsjubres das Elat — Soll fast genau erreicht hat. wurde mit BeirleStgung zur Kenntnis genommen. Doch wurde allseits darauf hingewiesen, daß dieser Umstand »einen Anlaß gebe, bezüglich der Gemelndefinanzen allzu optimistisch za sein, insbesondere wird von dem Vi)rsi»enden mit aller Deutlichkeit erklärt, daß die neuen SteuergeseSe zweifellos im kommende« Halbjahr von einschneidender Folge für bie Gemeinde sein werden; ke»ne,fulls dülfe man dle Tai>ache, daß das erste Ha.blahr unter schärjster Anspannung der Finanzen »einen Zehldelrag ergebe» habe, der F nanzgrd^hrung im zweiten Halbjahr zugrunde legen, in dem sia,er ei» größe-er Feh d . trag zu verzeichnen sein weide. Es wurde beschlossen, den Kullussteuersak sür das drille Quartal (Oktober Dezembcr) wie bl?her auf 15'» der Retchseinkommensteuer festzusesjen und die Beschlußfassung bezüglich des vierten Quartals vorzubehalten Schaag vom ll.Sovemder IST,. Der Vorstand ist dem in der legten S gung der Gemeindevertretung gefaßten Beschluß auf Bewilligung eine» Darlehen» von M. 2><X>— an die Unterstükung^ Kusse de» Vereins selbständiger jüdischer Handwerker und GciveroetreiZenoe nicht dei» fär jüdische W/hlsuhrtspflege geschaffene Einrichtung, die sich schon früher rn:t einem ähnlichen Ge.uch an ihn gewandt Halle, nicht übergehen Wellie. Er hat desh^lo den von der Gemeindevertretung bewilligten Betrag dieser Kasse darlehensweise ,uge» wiesen und bestim nt. daß der Betrag in einzelne kleinere Kredite geteilt und ausschließlich an seldständtae jüdische Handwerker und Geverbelreioende zu mäßigem Zinsfuß ausgeliehen werde» soll Auf diese Weise werde zwar aus organisatoriichen Erwä langen der Betrag über die Leihkasse geleitet, an sich jedoch genau dasselbe bewerkstelligt, was der Antragsteller. Herr Direktor Glaudrrg gewünscht habe. Die Gemeindevertretung hat sich jedoch den E.wäaungen de» Vorstandes nicht angeschlossen und auf Antrag der Herren Glauderg und Gen. ihren B.schluß au» der S'ti lng vom l4 O^coder aufrecht erhalten. Dem Brkch'utz der Gemelndeoertretung auf Erhöhung der Subvention für die Hedrä.sche Sprachl'chule von M. U^l— aus M 1^) - ist de. Verstand nicht beigetreten, fosaß ein Gemeindedesch!uß nicht zustande gekomme» ist- Den An:ragitellern wurde im Laufe der Erörtern»^ anheimjestellr. demnächst ein neues gut begründete» Gesuch an den Gemtlndeoorstan'» gelangen zu lassen Der vom Vorstand beschlossenen Subskription auf vier Ezemplare der t» VerlagEsch^olerscheinenden jüdischen Enz,,klopädie wurde zagestlmnr. Eine Eingabe der Vereinigung der Frledzossgärlner tn Frankfurt a. M. welche Klage darüber führen, daß d»e Gemeinde aeuerding» eine unliebsame Konkurrenz für sie geworde» tkt. wurde Sem Vorstand zur Prüfung zugewiesen. Es wurde Kenntnis genommen von den im Kindlich auf die am 6. September!S2s?altgehadte Tagung der Konferenzgemetn schast de? GroßgemeiadeaoondrmVorsland gefaßten Be>ch!üssen Auf Antrag Scr KsmmisÄa fü» soziale Züsorg« wurde dem Fraueahet» and d«m Kraderhei« in Bad Nauheim, sowie dem Erholungss-i» in Baden-Baden eine Sudoenttoa von je M. tö0 — monatlich. ioll. bewilligt. Auch hat"die Gemeinde einen erheblichen Beitrag für zwei «eitere Patienten des Gumpertz'schea Siecheahauje» «mZ?WMWMWU^

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