Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 4 (12.1925)
- Date
- 1925-12-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Foerder. Ludwig: Anklagerede Freudenthal. Mar: Die israelitische Gemeinde Nürnberg. Glaser. A.: Geschichte der Jude» in Straßdurg. Handbuch der jüdischen Gemeindeverwaltung. Herl». Friedrich: Rasse und Kultur Historien und Lesenden. Sammlung von Erzählungen). Aarobus. Adolf: Ter Gottesstaat Aehuda Halewü Diwan. Kaan. S.: Talmudisch-rabbinischc Sätze. Dir mündliche Lehre. Kollcnscher. Mar: Jüdisches aus der deutsch-polnischen Uebergangszeit. Krakauer. Isidor: Geschichte der Juden in Fraukfurt a. M. l. Ikreppl. Ioies: ^udcn und Judentum von heute. Kuh. Anton: Börne, der Zeitgenosse. Lazarus. Moritz: Was heißt national? Lehren des Judentums (Gekürzte Ausgabe) Lehmann. M: Rabbi Iofelmann von -Roshcim. 1. " Mari. Jacob: Das deutsche Iudenmm und seine jüdischen Gegner. Meisl. Josef: Geschichte verluden in Polen und -Rußland. Z. Mieses. Matthias: Die jiddische Sprache. Luzzatto, Samuel David: Meschkcre Ha-Iachduth Mischnajoth: Seder Moed. 14. l5. Seder Kodaschim. 11—IS. Im Msrgenlande. sIugendschriflt. Moses den Maimon: Führer der Unschlüssigen, l- A. Nölttng. Erik: Deutsches Judentum Pevser, Alfred: Nationaldcutsche Juden und ihre Lästerer. Äuoptn. Artur: Die Kolonisation in Palästina. Povper-Lvnkeus, Joses: Fürst Bismarck und der Antisemitismus. Echachnowitz. S: Die Messiasbraut. konnenkeld, Hugo: Tagcsprobleme. Stein. Ludwig: Gegen Spengler. Eteinoera, Iehuda: Der Soldat des Zaren. Steinschneider. Moritz: Gesammelte Schriften, 1. Stern. Selma: Der preußische Staat und die Juden, l. ^. Sulzer. Salomon: Sckire Zion. Siicherschau. Rtzwr AchüllHan Lruch von Rabbiner Sch'lomo Ganzfried s A. mit deutscher Ucbcrsctzung von -Rabbiner Dr. M. Kahn. Frandkirt a. M. «Salomon Weiß» l'.-2.>. .^Ktzzur Echulchan Aruch'. zu deutsch ..Kurze Zusammensassung l»e« vchulchan aruch' ist ein Werk des ehemaligen -Rabbiners von llngwar in Ungarn Rabbi Sch'lomo Ganzsried. Dieser Gelehrte wollte dem Bedürfnisse entgegenkommen und einen kurz gefaßten Auszug aus dem großen vierbändiqen Gcscp.escoder des Schulchan aruch von -Rabbi Iosr?h Karo . . und den Zusähen des R -Maschch Oeries . . . und den Ausführungen der späteren maßgebenden Gelehrten schaffen, um dem Manne aus dem Volke, der weder über »tele Zeit noch über großes Wissen oerfügt, in leicht zugänglicher Sprache und volkstümlicher Darstellung denjenigen Stoff aus der jüdischen Pslichltnlehrc zu vermitteln, dessen er zum täglichen Gebrauche bedarf/. Die vorliegende Ausgabe, von der bisher die erste Lieferung erschienen ist. erfüllt den vom Verfasser aese.-tten Zweck, indem sie tu klarer Druckausardcitung den hebräischen ^ert lunpunktiert» und ein? gut lesbare Uebersetzung bringt echrrstenlde-lvdlloverlag-. Berlin li»2.5 Der ungemein rührige Verlag hat wiederum eine große Reihe »cm -VerZssentUctiungen in bester Ausstattung herausgebracht, deren »ir hier Erwähnung tun. An erster Stelle sei hervorgehoben der Neudruck des berühmten Vortrags .Was heißt national?', mit dem Moritz Lazarus im Dezember 15'«'.» den Kampf gegen den «uilodernden Judenhaß in Deutschland begonnen hat. Seine Aus- Mhrungen haben noch heute lebendigen Gcqenrvartswerr, umsomeh? «l» sie den heute erst recht umstrittenen Begriff der .Nation, tn tief schürfender Weise deHandeln. Dr. Isidor Levo hat dieser Rtuausaade ein Vorwort vorausgeschickt, indem er besonders die Persönlichkeit und Lebensarbeit von Moritz Lazarus, zumal als Streiter gegen den Antisemitismus tn ansprechender Weise behandelt. Einen weiteren Neudruck stellt die Anklagerede der .Kg! vroßh. Staatsanwaltschaft in Luxemburg wegen Beleidigung der Mischen Religion und ihrer Bekenner dar". Diese Rede ist lk»Äl »»Prozeß gegen den Redakteur der Zeitung .Luremburaer Wart" «ehalten worden und zeigt. ---:t wie riescr Sachkenntnis der in jenem Prozeß auftretende öffentliche Ankläger seiner Pflicht genügt Hat Das Beispiel dieses Luxemburger Juristen könnte gar manchem Vertrete? des Rrchts in unseren Tagen und in unserem Vaterland« »ur -R»-H»>ch-^? dicken. Auch der offene Briei. den Franz -Aosenzweig unter dem ^«e. .Die Bauleute' seinerzeit an Martin Buber gerichtet hat,? bereits früher erschienen und wird nunmehr im vorliegenden j Neudruck einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Er dej handelt das .Problem des Gesekes' und die «Stellung, die insbesondere Martin Buber zu dieser grundlegenden Frage einnimmt i Besonder» hervorgehoben sei unter der Reihe der vorliegenden! Schriften das ausgezeichnete Referat, das Raddiner?r Kaan! im voUgen Jahr bei einer Sitzung des Rabbincrvcrbands erstattet! hat. Das Thema behandelt .Talmudisch-radbinische Sätze über! Aechtskezichungen zu Ntchtjuden'. Kaatz gibt, wie er hervorhebt. ' .einen nur kleinen Ausschnitt aus dem ungeheuren Gebiet tal- > mudistiz-rabbinischer auf die nichtjüdische Umwelt sich beziehender i Bestimmungen.....Außer Ansah bleiben alle kulturellen und rituellen Gesetze, die zum Schutz? und zur Virhaltung der religiösen Selbständigkeit und Eigenart erlassen wurden, also alle spezifisch l religionsgrsetzlichrn Bestimmungen, durch die sich das Judentum religiös von der nichtjüdischcn Welt abgrenzte, um durch den Zaun des Gesetzes sein Wesen vor dem Auf- und Untergehen in einer anders gearteten Umgebung zu retten und durch eine religiöse Erklusivitüt die Möglichkeit seiner Eri tcnz zu sichern. Nur solche Bestimmungen . . . werden hier beleuchtet, welche Rechtsverhältnisse zwischen Juden und Nichtjudc» berühren ' Der Vortrag behandelt nur die tannaitische Epoche. Es wäre dringend zu wünschen, daß der gelehrte Versasser seine aufhellenden Ausführungen, die er bisher gegeben, noch durch einen zweiten Vortrag, der auch die Zeit der Amvräer und der Kod.sikatvrcn dehandelte, baldigst zu einem Ganzen ausweite. Ferner liegt uns eine Abhandlung von Ludwig Stci n. de», bekannten früheren Professor an der Universität Bern vor Er hat sie überschrieben .Gegen Spengler' und gibt eine eindrucksvolle kulturphilosophischc Auseinandersetzung nicht bloß mit Spengler, dem Propheten vom.Untergang des Abendlandes', vielmehr auch mit dem frankfurter Unioeriitätsprvsessor Nölting. Stein, der hier seine Kulturphtlosophie (vgl sein Werk .Der Anfang der mensche lichen Kultur'. Leipzig M»'»» kurz skizziert, wurzelt mit seinen Auffassungen in der optimistischen Gläubigkeit des Judentums und kommt zu folgendem Schluß. .Die Welt ist uns nicht gegeben, sondern ausgegeben, sagt Fichte: sie in nickt das Reich des Seins. > sondern das des Sollcns. der zu bewältigenden Ausgabe, der zu er-! füllenden Pflicht. Menschen oder Völker ohne Ideale, ohne Aufgabt, ohne Lebensziel und Lebenszweck, ohne Lcdensplan und ohne Ledenssinn sind wie im Weltenraum umhcrwirdrlndc Atome, wenn nicht Gravitation und Fallqesrtz ihnei? die -Richtun.i wiesen. Ideen und Ideale sind gleichsam Gravitation und Fallgcseft im -Rent> der Geschichte. Diese Ideale können wir «ur erstreden, nicht erreichen: nur an sie glauben, nie sie erfüllen. Aber indem wir an sie glauben, sind wir daran, sie stufenweise zu verwirklichen Denn das Heil des Menschengeschlechts liegt nicht hinter uns. sondern vor uns. Das sind die Lehren einer Soziologie der Geschichte. > .die uns einen neuen Himmel und eine neue Erde verheißt'. Die Irrwege des Bolschewismus und die Zickzackwindungei: der Revolution machen uns an den Endzielen einer Soziolo.ne de? Geschichte, wie unser .sozialer Optimismus", der an den Propheten l orientirrt ist. nicht irre. Wir li-uuben mit ^eutero-Iciajas an Univcrsalismus, Huinani^mus und Pazifismus. Wir lassen uns den bewährten, durch dreitausend Jahre geschichtlicher Kontinuität erprobten Optimismus durch falsche Propheten des -Rückwärts von« Schlage Spenglers nicht rauben oder auch nur schmäler»'. Dr Heinrich Leon-Koref gibt eine vorzügliche Ltudie! .Karl Marr und Hegel', die er mit den» Untertitel versieht .Zur! Widerlegung der Legende vom jüdischen Ma.tismus'. Um dieses > Ziel zu --reichen, betrachtet er zunächst die Philosophie Hegels .in den gröbsten Umrissen mit besonderer Rücksicht auf diejenigen Prinzipien . . . welche die Marr'sche Lehre geformt haben. Wird hierbei bereits . auf entscheidende Zusammenhänge der Prinzipien beider Denker aufmerksam gemach», so erfolgt danach der ausdrückliche Nachweis dieser Zusa menhänqc durch die Betrachtung grundsätzlicher Lehren des großen Sozialisten. Schließlich wendet; sich der Verfasser nochmals zu Hegel zurück, um wichtige inhaltlich« Bestimmungen des Marxismus . . . innerhalb ihrer au,u,eigen'. : Ans Ende der hier angezeigten Schriftenreihe sep.rn mir einen Vortrag .Taqesprobieme'. den Justiz rat Sonnenfeld bei der j Hauptoersammlung des Ecnlraloereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens im April qehalten^hat Dem Philo-Verlag sei mit seinen regen Bestrebungen ein voller! Erfolg beschieden i A R S. ZVtMer. «in Vach'tür oasere Zllütter. Sabbat und Feste ir-^Garten dcr^Kindheit...Berlin <Philo-Verlag) l!555.^!Ii, Seiten Dem religiösen Indifscrentismus der letzten Jahrzehnte ist heute innerhalb aller Konfessionen eine Wiederbelebung des religiösen! G.elüd.-5. ein neu erwachtes Intereffe an der Religion ge»olgt Auch 5 di-k jüdische Jugend mit ihrer empfänglichen Seele und ihrem warmen Herzen hat den Wunsch, die alten Sitten und Gebräuche, wie sie am Sabbat und an den Festraaen seit U-v.i»-? Z?-:?n in^crhald unfrrc? v rmeinschaft geübt worden sind, in ihrer Mitte, im Elternz Hause wieder lebendig vor sich zu sehen. Leider aber scheitert dieser Wunsch häung daran, daß die Mutter, die Trägerin des jüdischen Lebens im Hause, ihm nicht gerecht werden kann: den sie ist oft genug unwinend. In ihrem Elternhause hat sie tn vielen Fällen