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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1925-12-01 · 4 (12.1925) · page 4

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
4 (1925-1926)
Issue
4 (12.1925)
Date
1925-12-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Weihe des Shreusliedhoss der Gemeinde. Am Sonntag, den 8. November 1925» hat die ernste Feier auf dem Friedhof der Rat Bcilstrasze stattgefunden. Der Vorstand dc? Israclinschen Gemeinde hat sie veranstaltet, der Reichsbund Mischer Frontsoldaten sich gleichfalls um die würdige Abführung lebhaft bemüht. Um w Uhr traten die Mitglieder des Frontbundes vor dem Friedhofsportal an, rückten ungefähr Mann stark ^ehemalige Offiziere und Soldaten) unter Führung des Herrn Mar Elscnkrämer n> geschlossenem Auge in den Friedhof ein und nahmen, »in Viereck um den eigentlichen Ehrensriedhof geschart, zu du sim Frontstellung. Ihnen schloß sich eine uniformierte Abteilung der Zanitätskolonne vom Roten Kreuz und des Aro»itersamariter- Vereins an. Inzwischen erschienen die zur Feier Geladenen Bor allem fast sämtliche Mitglieder de» Gemeindeoorstände», der Gemeindevertretung und der Äoaagogenvorstande. Rabbiner. Lehrer des Philanthropins. aber auch die Vertreter der Behörden. So sür die Stadtverwaltung Frankfurt a. M Herr Oderbürgermeister Landmann, in Vertretung des Herrn Polizeipiäsidenlen err Polizeirat Auerbach, für die Oderpostdireklion Herr derposlrat Kalbersberg u. a. mehr. Den übrigen Raum auf dem Edrenfriedhof selbst und in seiner näheren Umgebung füllten Angehörige der Kriegsopfer und sonstige Mitglieder der Gemeinde, von denen freilich in Rücksicht auf die überaus starke Beschränkung des vorhandenen Platzes nur verhältnismäßig wenige Zutritt finden konnten. Pünktlich zur festgeseSi«» Frist um i t Uhr begann die seier. Ver Gejangoerem .Ehrenscld'. stets ein treuer Förderer solcher und ähnlicher Veranstaltungen auf de» hiesigen Friedhöfen, leitete sie ein mit stimmungsvollem Gesang. Während der letzten Töne betrat Herr Rabbiner Dr. Arnold Lazarus die seitlings aufgestellte Kanzel. Im Austrag der Gemeindeoerwaliung richtete er an die Er-, - schienenen folgende Ansprache: Von Westen und Osten, von Nord und Süd. schleppen sich nachten» viel Fuße müd. Hutze vom W^nvern wund und zerfezt. > Lanasam. scdachltg zur Erde gelegt, Muq'n sich im zttlernden Mondexfchei». Rujtw» tief nach Deulschland hinein. Und wer mu lauschendem Ohr noch wacht, HZrt sie i» jedweder werdenden Stacht, Harr die» schlürfen so milde und schwer, Hort eine Klage voll wilder Begehr, j Sine Älage schinerzvrfresiea: » Nur nicht vergessen! I Un» nicht vergessen!! Hochansehaliche Versammlung t I DemMundeines Dicht«r»«nserer«äherenHeimateatfta»me» I diese Verse. »Unsere Toten", so hat er sie üderschriedeo, l Rur stchr vergessen! Es will mich dedüntten. al» od de?! Dich'er.dejsea Worte ichon oorgeraumerFciü in die Breitedtr5>?ent» tichirei: lnaau»dra»iZ«n. richtig emsfusdes Lud rsahrgtspl>ichen ' Zo'.e M?usche» alle sind geneigt, gar leicht zu vergesse«. Wir Mensche«, öle die Zäüe de» Erleden» in diesem und nach dieie» Kriege auf s^s einstürme» sah?n mögen erst recht diesem — sage« wir» ehc-ich — s?rfa2e-i. mag darum qut sein, daß unsere ^eier, die wir schon längst gewünscht und gewollt hatten. h:nau»ae» schaden durch manche ZL:2»:g»eli Sieirr Zeit, ern heute fich os2^!?ht. ::?ch»?ch?»:>j>o »I^i. öa» ist ei^ alle» VLedot »nse» rer Bidel, geprägt i» der gleiche» «kchriagltchr» wuchtigen gor»

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