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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1925-09-01 · 1-2 (9.1925) · page 10

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
4 (1925-1926)
Issue
1-2 (9.1925)
Date
1925-09-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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I A W M M "'z wellen der ^tadt sei cin dringendes Bediinnts. Die größere Betätigung auf sozialem Gebiet sci eine Ehrenpflicht der Gemeinde, der sie sich nicht entziehen könne. <5s gelte die Erhaltung der bestehenden Anstalten fi r.Kranke und Äeilie. iur tArxis- und niiui-,- lose .Kinder. Von den Gcincindcbcainten müsse Vcrslnndnis für die Finanzlage der Gcincinde oerlangt werden. Die abgeschafften .kusualicn seien wieder einzuführen, dainit die den Etat stark belastcndcis?lb.'iifll!!>lsbttr>igc gespart iverden. ^wr allem aber gelte es der Pflege liidischrr Vclchrung und Eruchung. damit die Frankfurter «.''ciiiciiidc auch ivciterhin als Muttergeincinde in Israel bliitie und stark binde. Herr Jacob Malis ist in Bezug aus die ivirtschastlichen Vrsb.emc niit den Aussührungen des Herrn Dr. Geiger einig, nicht aber in Ve-.ug aus die geistigen Angelcgrnh..itcn. die vom jüdischen Standpunkt aus tirtracht>.t iverden music». Er verurteilt den liberalen Standpunkt in dachen de? Unterrichtes. In den simultanen schulen geschehe nühts für die <!irftarkuug 0cr jüdischen .Kinder in, .Kampfe für das Iud, ütu'«: dort werde ihnen im Gegenteil das ^iiitkarul grbroUicn. ^'«.«in das nulit gesnichc. Hab«, man es einzig dem ^iililns! der uoiiiiliiUicn Organisation zu verdanken, die aufrechte Menschen erziehe. An der Tatsache eines ANeder^ einer jeden jüdischen Gemeinde bei diesem Wiederaufbau mitzuwirken. Eine ebenso heilige Pflicht sei die Förderung der hebräischen «praUie. dainit die Jugend wieder Verständnis sür die hebräischen Redete und sür die „Quellen der Iiidischkcit" erlange. i>iur die Förderung der hebräischen Sprache binde zu einer ivirkiichcn Einheit im Judentum zusammen. Herr Wvlss unterstützt sodann die Forderung aus Errichtung einer konservativen Volksschule und die Bereitstellung von )?litteln sür die jüdische Wohlfahrtspflege. Dir indirekten Aligaben seien an der Grenze des Erträgliche» angelangt. Mit ihnen könne der Etat nicht balanciert werden. Man müsse vielmehr die Stenern so hoch beinessen.. das; die Grmeindedrdiirfiiisse in dem erforderlichen Masje befriedigt werden können. Herr Werner ist gleichfalls für Erhöhung der Steuern, ohne die man keine gesunde Finanzioirtschaft treiben könne. Alsdan» spricht Herr Dr. Galliner zu der Schulfragc. Einheit sei nur möglich, wenn man nicht nur duldsam ist. sondern wenn man auch die andere 'Dichtung als gleichwertig erachtet. Nur so komme man zur Verständigung. Die Schule diirsc nicht die Weltanschauungen der Parteien, sondern sie müsse die Weltanschauung des Judentums vertreten. Wenn es sich nur um eine Rcligisnsschule handele, könne man die Eriftenzberechtigunq einer liberalen, einer konservativen und einer zionistischen zugeben. Da es sich um eine allgemeinbildende Schule handele, müsse man von beiden Seiten Konzessionen machen. Wenn man den Partcigeist in die Schule trage, dann werde sie innerlich miirbc. Sie könne nur dann blühen. Unabhängigkeit mnjjc gewahrt werden. Die Notwendigkeit einer jüdische» Schule sei nicht degründet in der furcht vor dcm Antiicmitismus. sondern in der Ausgabe der .v>sseiis»l>asltichcn Erkenntnis und in der inneren Erslarkung des Judentums. Gerade dadurch w?rde auch der Liberalismus von seiner negativen Einstellung zur positiv-jüdischen Arbeit und zur geistigen Vertiefung gelangen. Die Erkenntnis des Judentums erhalte man aber nur in einer jüdischen Schule. Hieraus erfolgte die Spezialbcratung des Haushaltsplanes, iür welche seitens der Finanzkommission cin umiangrcichcr Bericht des Hern» Dr. Geiger vorlag. Die Antrage der Finanzkommission wurden im wesentlichen, angenommen und der Haushaltsplan für ll«25 festgestellt aus: ^. Oroinarium Aapitel II IN IV V VI VN Vitt IX X XI XI« Xl«I in Einnahme M. 7W Allgemeine Verwaltung — Be»oidungea dienste .. — Unterrichtswzsen At-.5t» Lchächtw«fenu.rit. Betriebe ., — Krankenhaus „ 14» 5« Bestatwngsivesen — Zudvennonen u. Wodlsahrt» pflege .. — Schulden» u. Iinsendienst .. 22uÄi Verschiedenes .'»KI Unvorhergesehenes „ t»0i«6 Kultussteuer M. in Ausgabe M. .. 4.^7-VV.» .. 27trdi .. »5iN „ „ 4.^7»2 S44»>! .. «ö^i0 .. 47 V» „ tö4vü . soom .. 42 «XV M. »2» 157 k. E^traordinariam in Einnahme und Ausgabe au? M. 7-V0>iX>. Zizangssm!l.Asguft In der enlen Si^ung nach den Ferien begrüßt der Vornflen"? «ierrn Äe»1ztsannxtlt Dr. schönderg. der sür da; ausgeschiedene Mitglied. Frau Adele Meyer, zum ersten Mal erschienen ist. Die!<> Gemeindevertretung nimmt davon Kenners, daß der Vorstand sich den abgeänderten Beschlllnen der Gemeindevertretung angeschlossen hat. wodurch der Haushaltsplan sür das Rechnungsjahr!"25> endgültig verabschiedet wird, ^.n de? , leichen ^i?,ung wurc e Kenntnis genommen von dem Veschluf; des Vornan des. wonach zum leitenoen Ar^t sür die innere Abteilung des Krankenhauses nerr Prof. Isaac berufen in. Einige P<rsoni?lnn.^l-.>?n. Heiken wurden erledigt, u. a. die Wahl des Herrn Hcnrn Ettinger zum Mitglied der frieöhofsbaukommission. ,;crner gibt der Vorsitzende »olgende Spenden bekannt: ein Oeloild des verewigten Hecrn Rabbiner Dr. Markus Horooiq von Herrn Nailali Fromm und einigen anderen Herren, Abbilvungen zweier fricdhossenrwüne von Herrn Aeqicrun'gdauincislcr Nathan und ein Geldbetrag für das .Krankenhaus von Herrn Henry Walter aus New-?)?rk. Die Gemeindevertretung schlief-,! sich dcm Dank des Vorstandes an. Amiliche Anzeigen des GemeindedorfiandS Kultussteuer. Wir haben sestaestellt. daß in einer verhältnismäßig großen Anzahl von Fällen diejenigen Steuerpflichtigen, die selbständig Reichseinkommensteuer zu entrichten haben, es unterlassen, mit ihren Einkommensteuerzahlungen gleichzeitig auch die Kultus» steuer abzuführen. Da infolge der großen Anzahl von Steuerpflichtigen v!» Mahnungen durch die Finanzämter zur Zahlung rückständiger Steuern nur in größeren Zeitabständen erfolgen können, entgehen der Gemeinde häufig sür längere Zeit die ihr geschuldeten Kullussteuerbeträge. Wir richten daher die dringende Bitte an unsere Mitglieder, sorgfältig darauf zu achten und gegebenenfalls das mit der Erledigung der Steuersachen befaßte Personal darauf hinzuweisen, daß regelmäßig mit der Einkommensteuer auch die entsprechende Kultussteuer im Sinn der nachstehenden Bekanntmachung entrichtet wird. 1) Die Kultussteuer für das erste und zweite Quartal des Rechnungsjahres 1925 (1. April bis 30. September 1925) ist durch Hemeindebeschlusz aus 13'/» der Reichseinkommensteuer festgesetzt worden. Für das dritk und vierte Quartal wird der Zuschlag in einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben 2) Die zur Reichseinkommensteuer selbständig Veranlagten entrichten die Z5ultussteuer gleichzeitig mit jeder Einkommensteuerzahlung an die zuständige Finanzkasse Diejenigen Lohnsteuerpflichtigen, welche die Einkommensteuer lediglich durch Abzug vom Arbeitslohn entrichten, zahlen die Kullussteuer auf Grund einer besonderen ihnen zugehenden Veranlagung und Zahlung?- aufforderung an die darin angegebene städtische Steuer- Kajst Solche Lohnsteuerpflichtige, welche wegen der Höhe ihres Einkommens außer dem Steuerabzug noch weitere Einkommensteuerzahlungen zu leisten haben, entrichten von den letzteren gleichfalls den Zuschlag von 15-o. und zwar an die zuständige Finanzkasse. Im übrigen wird auf die öffentlichen Bekanntmachungen der Finanzämter Bezug genommen. Plätze sür die Synagoge an de? Königffeioerfilaße. Gegebenenfalls noch zur Berfüguaz stehende Pläze find an, Boradend des Neujahrsfeste» l Freitag, de» 13. September) und bis eine Halde Stunde vor Begiaa des Gottesdienste» bei Herrn M. Löllbach. «oniLsteinerstraße 30. käuflich z» erwerben.?M»MWi4»Ä!?M» . ^-^W«,i«^?»«»-^^U>«»>II»A>.>. > X M^I»»^!j^«-«u 1

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