Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 3 (1924-1925)
- Issue
- 6 (2.1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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3 wenn es nur ein schlichter Dreibätzner (Psg ) war Es wurden j Aedcn gehalten und cezei:t, daß das neue 5>a», aus Al>tt gej arür-d.! w^rce. Dcr R:na. sc» drr Brä.ili.nm der B aut an die I Hand steckte, war da? richtige Symbol der L cbe und Treue, »nd so sanien in der Gasse in Iahren keine S»e dangen vor Tie Braut halte ihr seröses K!eid. me.sten^ au? ar>ldgcsticktem Brokat an. weites aerr-öznück a ich bis znm Leden-e:?>e das Festgcwand , bl ed. In den sieden Tagen der Hock,eil iüd t»?, »xj. Braut und! Brami om als Manualen un» wurden mit Ed en selbst von! ihren Ellern üderi'ch 'tte:, und so wurde das Schöne un> Edle in der Bes ängnis gexfiegt. Es zeigt >,ch öfter »n »»n'Vrrr Geschichte, da» die Borsedung die Juden in die dunk'en S ä trn cinciigtr. Erde ein enkr. um aus ihr einen schönen F uch bäum;u gewinnen. I N ch: mii der Flinte in der Hand zieht der.Jude aus und sucht I sein N«ckt af der Spike des Schwertes — mit den Niedern! se nes Pfalm'sten in der Hand und den, Buch der Wci-Heit seines! Kön-gs Salom.' sucht er d c alten Schätz? zu ergründen und d e rechten Lcdensrsgde zu oer'ol^en. ^n der engen Stüde der Juden« aane, d e hygienisch wenig ausgenanet w^r. ans welcher der V^.er herau?irat, iein Stückchen Brot »u p.r-'i. ne», baite er dgs i ü<?, indem er die Se-niaen zu veredeln s ichle, er schuf n-rzen z und mchr Arme zum kämpfen. Das Losungswort beim Beginn j des Sadd^ts .Lampe herunter. Sorgen hinauf' Ichrie itm. daß die Seele der Rüde u, d der Samnil "g n>'ch d>r A beit bedarf.! Das Lickilein. das die Mul er. nachdem sie itir Z mmer q^vnkit l und mll frischem Sand beiireut halte. o,',>ii'dete, war das Snmbol der Zufricdenlieit, die allein gl ckl ch macht. ' Nicht ii>eir vom .Ezaniodau-' rinden mir die en.'enRäume, i in welchen im Vorderhaus d e Atmen d>r F rma Schwad u.! Sch a-a rz schild und im Hinterhaus die A^nen der Firma Baruch Bonn, die spä:er gesamt in d.n eiiiii-chen Firmen von Svener in London und New >rk ausgingen. Gegen"ber finden wir das Allt'sengeschäft von Gumprich Glesch d'ss.n! frommer Indader sein gutes Herz an den späteren S abtrat! Fieich vom hirsi^cn Armer-amt vererbte Nebenan eine jüdische! Restauration von Emmerich Westheimer. de-eu Sohn fpä-er! in Paris ais Bicomle Westheimer ausbauchte Hier miiss.n wir dein früveren Meyer Hecht, der in soäieren Jahren auf die AUerdeiii^enitraße überfiedelle. einige?li-aenblicke folgen und vo» k,ett'N Weisheiten erzählen. Das jüdische Na:io»algericht Kucke! und Bahnen konuie sich nicht jeder he'stellen in seinen enge» Räumen, u>>d ja wanderte ein Heer von D enstmü^chen in die Ki.che von Meyer Hecht, um für die .Herrschaft .Schalet schö er Götterfunken», wie Heine sagt, zu veischass n.?ils einst Hecht in seine .Küche trat und van den Mädchen empfangen wurtc: ,H--rrHecht, ich war zuerst da', faale er: .Ahr Alädchrn. di.r geht es nach demAlier'. und jede- Mädchen räumte darauf gerne id-er Nachbarin den Vorrang ein. Hechts!?rau, die sich bei ihrem Manne deklagt?. daß ihr idre?ienftb<'teii nicht de-! ha^te». berudigte er. indem er sagte: .befalle d,s Mädchrn weiier! zu wrchiein. Fetzler hat jedes Mädchen ' Hecht w>,r der Z>ater! des derüzmlen E s«Rover, den er nach Paris in d e .^sisnn ctor<-e sandle, um lochen zu lernen Aber die Sch> le. die in P.i'is gelrtirl w^rd-. cefi-ht Hecht nicht und er fa^te zu seinem Sohn:! haik in Par'S celernt. d:ch banke.'olt zu d, chen.' Mener! Hech: da:te das Prirn-p seine «^ä>re ,u B? nn» m t verl. cheden! s.vwcren Spei en ,u sättigen, so doß sie dem???enu. welch.? auch j fe ne Sve.ien brachte, n cht mehr folgen konnten Auger Roder hatte Hecht noch mehrere Binder, und wir gedenken gern der a»len .zrau Ving 5uld. der <statlin des srofzen Ams-eroamee ^oantiiers Ä cker (Becker u. Zuld),' der Mutter des Nohlensiirslen Landauer,^u!S in Berlin, die n^ch bis zu ihrem Leben-ende immer n ,ch ^ankfurl kam. um in einer frommen Humil e dem EcZer bcizumadr-.en Aur der rechten Seite standen meistens Seschäs!shä>,''er Wir tiomm'n zum .großen Bau*, ein Haus, welches Plals bot, auch FremZe zu deixrberqen Weiler hinunter lre:en wir in das sich mit ihrem sehr geringen ZZer-nä en zur A l-'gar-e gemocht halte!! d>e armen Leute, die allmonail ch roch!?ran^surl kamen, um I Almosen zu sammeln, in ihren encen Räum -ch^eüen;u dede?» ' der^e-r vn» ne mit der senilen einfachen Kult «» sä?>s??:. T!; Rinber zu ihr sagten: .Mutter.?a lädst so viel Gäste ein. Kaden wir denn auch aenüzend", erwiderte die Edle: »Ihr habt nur zu f a>z«n, od Lcffel genügend vorhanden sird. das Brot wird G2:r schon aeden." Äie alles Edle seine Ber^e.'tuua itl-bet, sehen w.r das erste Hau-, welches in der Ir^iserftras^e. n»lie dem neuen Bahnhof, err chrer wurde, von einem Enkel von fachet BoSknro es, dem Inhaber der ^irwa Simon errichten und ebenso das erne Haus, das als Geschäflspalast oi.f der nei^rn Zril Deit Wohlrarth errichten Neben^ dem ^use vsn" Blöden-! wies w?hn:e Reo. Salomon Geiger, der Pa:er von Lazarus! Geize?, dem in der Z:ad:divliolhek ein Denk.nal errichtet wurde. UederaI bis -um Schluß der rechten Seile der Ga'se s-ndel man j rn:r Trö^elzeschänr. «:?- fast allen Häui'ern finden n?:r Sic kleinen Z?erkä: fer von schmackda ter Wa^e. die w?e Dcr.'e Neugaß. die «uien H-?^kuchenp:äkzchea. gedrate-c Äu-fe und (Surken feilkielten. Nur am Ende der Gaffe, wo sie sich anschickt, in die Dl'm'nikanergasse einzud egen. finden wir ei» großeies Spezereiqeschä't. bei welchem w r al» jung< Bur'chen de» iiälkrrn Teil- Hader der aroneu Br Uan cnsirma G,d . L o>ve nite i n. v.e ein« eigene Perlensl'chrrei dctried. s>ö:,lich als L>h>burschcn den Zucker und A'mmt in eiserne» Mor er» zerklci» ern >rh»n Wenden wir uns runder der linke» Seite der «^»isie z». so sinZcn wir Häuser, in wilchen G >!? >!>>d ^cr». :!i?:? W> hosiij i uiir-. S i?-iag v g e »i, wo in den enge" Räumen das ti,f au^ den, Heiden dringende Gebet den Schien a f K ndcr und Nachkommen erbat. Betrachter« 5-iunn a?s DtNkmal des?a»kcs für Gott errichtet wurde, so finden wir i» der k einen Sluke. d e wenig S>1ni»ck zeigte, an deren Wände S nb e standen, d e von t-nem?algl:cht erleuchtet wurde und nach dem F-nstrr zu für den ^g.deter eine Erdohung halte, noch r »en klrlne»!"ch, an wiichrm von ejüc-u olieu f.i'i erdlindeieii Mann der Bacher ul >Udd>t ch und Hamdolo geleert wurde. A!»er in dem engen Stiidche:: uinde» die G.dete Erhorung, so wurde da von einem X!>'ses Schilf d.is v)^ uck se-ner Sö.me erfleht. darunti rA icod S ch i s f. ivr a.-gr fiter ^'e:s. a>terder ssir heil seiner G andensdriider und a!? herv-rra u»d» i ^-»»nzmanli. >v e er mir itldit crzah te. st, ls srcien ^ntr U im Weisieu Hanse zil Washington, dem S t?e der grvßen f cir» nn» rikanliit rii Rc°gierung. gälte W-r sclie» den a len He>rn Sch>»»r,ch lö. Bntrr der Griindi-r der We!tfir» a Schwa zs.tii l d< O>t, >. freudig das G nck 'einer Kinder rrslrhe». Gehen w r ,iv>i Hänser wri-rr. so fi >d> n wir wieder eine ^nnogoge. Ein fro», > e . v i» Glück de» giinsligler Mann. Löh Reis vrrerdlc sein!!,rmog»ii zum Z>v>ck ein l< ogi,niiiasiu'ii zu err chlc» nnd brniininie. dos: r»„ri» der Radb'ner der Gemeinde tunohnniig erhall»» und?a>>"nkii!en in dem Hiuse l'giert und geip ist werdku. t5ine Hau si>na..vge, die ihre ^ornrit >ng nun im Hrr»>e^m> g H it. n'»r>c errichiel und fein ausgestattet ^u der ersten Reihe »enru dem Siiil^radbine..' »ehen w r eine» echten Gelehrten. den Poisteher ^>oac Docior, Ba er eines Berndard Doctor. den ersten Rei'a-.tenr der Frankf-irier Zeitung »n er Leopold Soiineman". nrdeiian Maler Oppen hei»,, den Mann, der es verstaut», s >»e Gesiihle. die er im Balerhaiis von idealem .^amilirn ibr» en psin,,. dnich seinen P-nsrl zu llderiragrn. Ei» ,^reitagnd«nd ol!e?die»st vrrkiindele, hs'rfchle.?ir gan^e S»nug»ge zeigte >l>t» in» S Hub' o^.ich . war f'isch oepiiftt und mit Snnd destlrui. An dein A nie» or br^ nnien die gelben Gedächrni^kerzen, und um den Dunst zu vertreiben, hatte der würdige Meyer Goldschnitt»', der G'ii»"er d?r Firm Gebr. G>'ldschmidt. klrine Ranchkrr che» a»f.!rsleUl Die imposant.' G slalt in meißer B ude und s iichrm <!<ragrn verriet so recht d e heilige Schgddossliminu>>g ui>d «orgle für n »islrrhnfte O'dnnng in der Eiinagoge. Den Z<g»l»r ipie le ein Sck»hiNt.cher der ^»denaassc »aniens Znnz, der >ri"en S tiuiterhainnirr a>n Freilog Abend rnh> n ließ und da i!r da? s>t o e Li. d von Rabbi därlit gcn Pud!:.i,in vurirug. D>e Finnen, die wilidig ihr Gebet in der Frouenichu e v'rrich eten. begliick!en an, ^chuiß der Si)»»- goge mir ihrem G»t ^chabbos-Grus',. »,nk> nun ving es nach Hause, wo der Valer Fron und Binder s'gnele und mit d^m Beitie^ des Dnickrs und der Zuoeisichi die Sat>b»tbroir, d e von der Frau unter Ab'vnderung der Ehallo selbst gibacken niaren, gereicht we-deii. An der Tose! fehlte e- „ichl au Leckerb ijrn u, d an den schonen braunen.«arpfen, und Tifchgesgug verlierruchlc den fieud.vollen Tag. . E n Haus weiter finden wir??» Gr '!:'!?? der qr-ßrn Z'ass^e« firma Rooo. die in den Iahren!>7-» eine fi-hrende Ri lle einn^d'r:. D e Räume wuchsen, wenn der H.insherr mit seinem Heer von Armen, das er o»n seiner nickt weil enliernte» 5< aus¬ Synagoge mit nach Hause brachte, «inirat Dem in-poianlen Mann waren k»ir>e Kosten zu groß, d-e die Bewirtung der Arme» verlan. te. ebenso wie an den W.r^ta.ie" sri»e großen weißen Weste, laichen mit Eech^kreozcrstiickeii griiillt waren, um den Annen scsort Uliterslük'.ungen >u iprnden. G.he» wir zwei Hä»fcr w ite,. so sinNri, wir das Gedurl»h,u^ Bornes Wieder wechseln Tro.ielqesckäste ab. bis wir an eine S» a>oge komnien, deren Gründung nach Wien führt. Der Grünter. ein Herr Wert Hein, er, hatte das Haus zu ähnlichen Zwecken wie der se!. L5t- Reiß ^.stifirk An diesem Hans wcir eine E »diegunq, in welcher der zweite Brunnen der Gasse stand .^n den Paiterreräumen war eine Männerunk» Fraueingnagoge. die. da diese Stiftung nicht so gut dotiert war. nicht s > fein aus.:estat!el war. Hier verrichtete der fromme sel Baron Wi.delm von Rothschild. a>: er als junger Mann nach Fsandfurt kam. dreimal täglich seine Gebete. Nahe beim Vordeier hatte er sich eine Stelle Herrichten lassen, wo er sein srommes Gebet uncestöit zur V.>rseduni senden konnte. Im ersten Stock des Hauses wodnte der soqrraniile Klausradbiner, dessen Frau nach dem?gde ihres?7!c:7:nr5, r-r?>»> girer als sie war. die dekainte S-idersiriiicr Lazarus Posen Wwe. »rrich:en konnte. Ein größeres Z mmer im ersten S.^ck bot Platz, daß eine Bereinigung f ommer Männer allabendlich j-.m Dhorailudium zusam'nenkcmmen konnte. Ein schone? srvmmer Geijt herrschte in dem Ldal. wo man bei »le'ne'N Lampenliekt f-öhl ch und in GottveNrauen studierte. Als im Jahre ltliv die '^lxüsvrgen auch an die kleine Schaar herantraten, fragte