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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1925-02-01 · 6 (2.1925) · page 4

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
3 (1924-1925)
Issue
6 (2.1925)
Date
1925-02-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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sie ihren weisen Lehrer, was sie tun sollten, worauf diese? erwiderte: .Wir lernen weiter. Die Vorsehung, die uns au» so vielen Nöten befreit hat, wird auch über dieie P.üfnng hinweghelfen * Neben diesem Hans oeianl» sich ein piaazloau. ganz au» Steinen und >,>it eisernen Läsen, we.cher von einem Vaniller Spiro bewohn wurde Es »eihea sich nun lauter Hauser von Trödlern und Handwerkern ohne besondere Seoealung an. Ader wo so Schöne» uroeiht, zeigen sich auch Auswuchs-, u->d wer hommert an ein stets versch ossenes Haus, wo ein uderttuolenec Doktor der Rechte wohnte. >tr ließ niemand in sein Haus, da» nur r?»e Stattder llnorvnung und des schmutzt» w^r. Per Besitzer war als Advokat »m Aarekduch elugellaten. und ai^ eine auswärtige Firma im Adreßbuch noch einem Anwalt «nchlt, oa sie! ihr der 2tame Dr. Trier aus Die Firma janote tgre IVechseforderung an Trier ein u>,d bat um Vertretung ihrer Rechte. Trier warf den Vrt f uno Wechsel zu «einen auge.'peicherlen wertlosen Papieren und ltrfz dir vielen Bliese de, Hauses, da» um seine Vertretung bat. unoeaiiliv «itet. Da w r geraoe von oen Auswüchsen un» Sonderl ngen sprechen, so vürseir wir den Sonderling Aron Schener »i>bl vergessen Er war aus guirr Z nnilie and ernähne sich redlich durch Verdaus von Lotterielosen, «r war «ur eine Nacht verheira et und verlieh seine junge «^rau. die ihn wegen setner geordneten pe»un ären Verhältnisse heirairtc, tndein er sofort in» Ausland floh A » Scheizer nach vielen Iavren zu» rlickkehrte und der Scheidungsprozeß angestrebt war. e w.derle er dem den Scheidungsprozeß fllhr,nven Richter aus die ,^ragr, warum er Scheidung wünsche „sie dar mir ja die Nachtmütze oerjteekl." Gar, daß die Gosse nicht viele solcher Auswüchse zu verzelch >en hatte. Wir finden weiter eint-e größere Häuser, die Noiaolen ge¬ Horten und später als W!rlschos>en oienle». A>, den kleinen Däusern, die jetzt folgen, und die von Handwerkern bewohnt wa>e.i, müssen wir einen Augendlich «lehen bleiben. Da steht das enge Häuschen des Schuhmache»s Z>nz. dessen Sohn spaier jahrelang al» Prokurist der Firma V H lAoldschmiv! eine ^iolle spielte. Al« im ^ahre lttitt überall Mil täreinquarueruilg stalliano. erhielt unser freundlicher Meister auch einen S loalen. der a euos betrunken nach Ha»fe dam- Zunz sah sich genötigt, die gemischte Miiiiäroalroullle zur Enlfernung seinem tr»ni«eiien So daie» an- Zurufen tkle ne dereit diese n besuch »achiukoinmrn. jto.perle die Patrouille die en e dnnklr Treppe hinaus, aber leider ninßle Zunz bald einsehen, das; er stau eines sieben volle S. ldalen vor sich hatte, die vor Trunkenheil die Treppe nicht mehr sinden konnte». Wir finden dann an der linken Seite de? V» sse nur «nie, kleine Wirtschaften, die massig bes»riästigt waren und sind nun am Schlachthaus angelangt. Hier mutzte alles Vieh geschlachlet werden, welch-s Montags siir die ganze Stadt eingetrieben wurde, und da» heisch wurde in den kleinen Schlitten, die aus dem Zudenmarkt ih en Eiiiganq hatie». zun, Veidaus gebracht. Das zum Viehhof führte So enge die ich „ale Strußc war. so «ührte solch- ,,,m Virkiiof, wo alles Vieh, das die «iudt denotigte. «um Verkauf kam. Dicht am zweite» Ausgang des s.t.luchlti^»»>es te.ltcn sich die engen Straßen Ein Drittel siit>r»e zum V eh!>ol. ein Drittel der Siraße, ^»deni»a»er genannt, ivu an ti bis in späteren Zeiten die Gemeinde ein großes iArlinditl'-tii. gcuanrl ..Zuin roten Hcf' besaß, und ein Dritiri der Sirui'ie s,il,rie zn drin logenann« len Gemelndehosrilal. Die rs Hosp.lal cnldcbrlc jcg lchcr hygienischer Einrichtungen, hatte nach e.ne Ha»?i„»agv»ie und «tuen tAarlen, der natürlich seNr beengt war, ac>cr ^.'lisl und Licht von dem angrenzenden jü'> svtien .^riri'hoi erWelt. Alle Urankcn rsurden, ob mir ansteckenden jtraniiheilen oder kvrp»rlichen Verletjnngen ringeliesen, in drn ..Hrk.'nsch Ävt« . öcr p. sscn muhte, gesteckt und im dem z em ich aro^n <aal uilic^.iebracht. )n ganz aller Zeit übte her Ala»er6,rn Wärter sc »e är,l- «che j?un>t. Mayerche A^aitrr »chopfle sr>»c metn,i»i>che ^» n'cnstbast nicht an e««er ilnioeisikät. so «dern deoda tiicie arnau die Urinflajcden der Patienten, was ihm eine arnniie zlinninis vcr« si5affie. Auch der grüne Doktor, der wege» seiner Er ah7un>ien vo» t?ürtt Metterni>t, zur H 'long seiner Frau cer>ne„ wurde, soll dort seine praktisch erlernte «Unit ausgeübt haben. Damit find wir mit der tstasse selbst zu Ende .... Sttnias »o« »4. Zanuar 1925. j Herr Dr. Merzdach a?s Vorsitzender der früheren <5e-! -:ei?deoertretung eröffnet die S «>un.». er brari kt die neue i^e» j metndevertretung und aidl de»,?1>>>"sch ^!.:?dr::L. d^Z > c? »un^en stet? so »ahlreich w e deute beiuch: s»ien u> d all- Ge» raeinveoerlrcter sich ilzrer oerattlworlun.;?oollen Aitfgade eikrig hingeben. Nach dem Namensaufruf wird «»»nächst beschlossen, d e bisherige Geschäftsordnung auch iür d e neue i^cineindeoerrrernng an«unerzmcn. De d?s Vürs^ e f^'a? ei-m-imi^ und «rgivt H?rrn D'. Riiz.^r'» Äterzdach ai^ Vo:si:;.ndcn, Herrn NastaU Fromm als ste^oenreteiiden Vornki.iiSen. s^wie al» Schriftführer die Herren Albert Cohen, Dr. Siegfried Hazenstein, Dr Hsqs Emmerich Sodann werorn g^mä^ den Anträgen der Wahloorschlagskzmmiifion die Delegierungen in die Komm, sioaen der Gemkindeo?rtretuna. die gemischten Ao-imissionea. die oer»assuagsmägigen Ver-v^llungskommisilonen, die Synagogenoorstäaoe. den Sazulrot des Vtiilaa» thrl.p ns, va» Pfle^amr des Krankenhauses, die Reiig!onsilt>ule, die Zentrale für jüdische Wo^lfahrisofteae und verichied-n? S>if« tungüveriSiii:ung--r o->rq???-?.'nmer:. Eine au?sahr.iche Diskussion entsoinnt sich über die Fests?F-:r:>; des«u i:^sstcssrsaAes für das 4. Quartal «Januar- "^). H?r? Dr. Geige? h»?icht-r namens der Steucrkommiision und schlägt iine EriziZhuna auf der vermindcrten Zieich^einkommrojteuer vor Der Vorsitzende regc demgegenüder an. einen «atz von l5"/o festjuiegen. weil das Defizit von -» Monaten sDe^e.nber-März l^.i) durch die Steuercinaänge von Ü Monaten gedeckt werden müsse Herr Stiefel schließt sich diesem Änlrag an He r Sonddermer stellt nai-ens des Lorstandes in Aufsicht, daß i» ZuKunst eine schärlere Trennung zwischen lausenden und außerordentlichen Ausgaben o^ra-nomm>n weroen solle Herr V^o lif weist darauf h n. dag die??raeschlaaene Slenererhöhunq nickt nur wegen der Verminderung der Re»ch>e:nkvmmenstruer, sondern auch wegen unvermeidlicher Llebrausgaben noiwenoiq geworden sei Er beantragt zu dem bisherigen Steue.ian einen weiteren Zuschlag von der Reichsei> kommenucuer s ir da^> t. Quarta» zu erheben Syndikus Dr. Maner nimmt ,u öcn Äu^ruhrunaen der einjelnen Ardner 2 ellung und betont vor allem dag dir Gemeinde, wie auch in den Lo»kr>easjahren. steis einen höheren Steuersatz als die Kirchen ertzeben n üjse. da sie erheblich höhere Lasten als k>i-s? zu tragen hane. Noch.iein Herr D? ^ri aer nsch auf die mit der Erhöhung oerbun"e»e B^laining der freien Verufe hingewiesen hat. wird deschlr ss.n, zu dem bisherigen Steuersast von v" » weitere zu erheben, sodasj. sür das Quartal Januar—März l u^^ insgesamt!^ /„ der Ärichsernkommensteuer als Kultussteuer zu entrichten sind. Es wird serner beschlossen, durch die Finanzkonimission zu prüfen, welche ausserordentlichen Ausgaben aus laufende» M'lieln gedeckt worden finS Von dem Vierleljahre^dericht des Gefänanisseelsoraer» sland?bejch!uk betr. Ellrich ung einer Inspektion für der» Aeli qionsunterricdl. De n derr.ts vor dem Kr eq in Aussicht genommenen Projekt eines S rinaaog endaus wir» u»f Vorlage des Vorstands nunmehr wird-r närieruetketra un> >un.,ch>» eine H<ommiision iür bestimm e Vorardeuen e nges«lz. Eue A .f a^e des Herrn Glau- Vera wegen Heraiz cdun^ j oischer Handwerner zu den Arbeiten der Gem iride iit o m i'oriiand unter Vorlage des ge- Z»m Schluß der offe, t tt, u S!tz>»ng spracht der Vorsitiende den Angehörigen de» r,'^ rt>r, e» Herrn Dr. Franz Hausmann, der sich im Vil^^'"! de? ^raniientiau'es und in anderen Korvtrscv"s:en groß V roie-stc ermorden hat. das Vcilcid der Ge»>ei"d,o,rlre!»ng uu^ die si.v zu Etlrcn des Verstorbenen von ihren Silie« erhoben hat. In nichtöffentlicher Sitzung werben Versonalanyelegenheiten behandelt Amtliche Anzeigen des Gemembevorstands MtuS.?euer. Die Gemeindeverwaltung Hut sich un Hinblick auf den durch die winschafll.chcn Bcrhällntsie und die Heradfall genötigr gesehen, ais Kultussreuer sür da» letzte Quarta! des lausenden ^teuerjuiirs lZanuar. Februar, März neben dem biskeliaen ^^chlaq znr 'Reich?cinkvmmenfteuer von 6V. einen weiteren Anschlag von 9 ., zu erheben. 5omir ist bei der Ei::!:u::.:'.'.ct'.ft6uer;a!:!u:'.? sü? diise drei )»!onare '^5Nil» ein Ztlschlag von insgesamt der verminderten Reichscindommensteuer als Kullussteuer zu entrichten. Es wird dciLndeks darauf hina'wiesen. daß es sich hierbei nur um eine QuartalszMunq handelt, sowie dag der ^aH von!5'o an der disheriaen Deranlagungs- Grundlage clemeiscn in Ä?irk!ich!ielt nur l!.25 „ dedeulet.?ie eoangcluche und a!l»a:hol sche Kirche erheoen llotz wesentlich aering.re? Lasten bereits seit l. A?r:l 1924 a's ^!7ch»::s:eucr einen Z isch'a^i von lu der unoer«- minderten 'Riichseinkommtnsteuer.

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