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Selbst-Emancipation · 1892-07-18 · Heft 14 (18.7.1892) · p. Seite 150

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Journal
Selbst-Emancipation
Volume
1892
Issue
Heft 14 (18.7.1892)
Date
1892-07-18
Page
Seite 150 (sequence 12)
Language
German
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Nr. 14. Seite 150. Selbst-Emancipation wird der Lernende allmälig dein Lehrziele zugcsiihrt, die hebräische Zprachr lesen, schreiben und sprechen zu können. Die hebräische Grammatik. Stylistik und Conversation werden in abwechslungsreicher Vcrthciluiig dem Lernenden bcigebracht. Uebcrflüssigc Regeln werden vermieden, die gegebenen sind kurz und klar. Die nothwcndigcn Erklärungen und Abhandlungen enthalten in gedrängter Kürze die Quinteffcnz der bisherigen Resultate der hebräischen Sprachforschung. In den späteren Briefen wird der Lernende auch mit der hebräischen Literaturgeschichte vertraut gemacht und lernt hiebei zum besseren Verständnisie eine Auslese der besten Leistungen der hebräischen Clasiikcr der verschiedenen Epochen kennen. Am Schlusic des ganzen Unterrichtes verfügt der Lernende über einen ungemeinen großen Wortschatz, wird aber wol dennoch freudig das hebräische Wörterbuch begrüßen, welches den ganzen Bcgriffevorrat der modernen Menschheit umfassen soll und dcsicn Herausgabe nach derjenigen des „Brieflichen Sprach- und Sprech-Unterrichte" beabsichtigt ist. . Der Lernende ist davor behütet, durch alberne und pnulo>e Uebungssätze, wie sie in anderen Sprachbüchcrn im Gebrauche sind, die Lust am Lernen zu verlieren. Er treibt vielmehr von allem Anfang an klassische, anmuthigc und fesselnde Lectüre, indem sich durch den ganzen Unterrichts-Cursus eine herrliche Erzählung eines berühmten hebräischen Romandichtcrs der Neuzeit hindurchzicht. Jede Fortsetzung derselben bildet die Grundlage für die sprachwissenschaftlichen Ausführungen und Erörterungen des betreffenden Briefes. Gewisse Einseitigkeiten und Jrrthümcr anderer Sprachbüchcr werden dadurch vennieden, dass der „Briefliche Sprach- und Sprech-Unterricht", wie oben ersichtlich, zwei gemeinsam arbeitende Verfasser hat, von welchen der Erstangeführte die hebräisch-sprachliche, der Zweite die deutsch-sprachliche Seite des Unternehmens in, wie wir hoffen, vertrauenswürdiger Weise vertritt. Das Deutsche nicht vollständig beherrschende Schüler werden, was jedenfalls crtvähnenswcrt ist, durch die Unterrichtsbriefe auch in der deutschen Sprache sich zu vervollkommnen Gelegenheit haben. Der „Briefliche Sprach- und Sprech-Unterricht" ist für ettvachsene Personen — und diese allein haben die zur Erlernung einer ihnen fremden Sprache nothwendige Geistesrcife — bequcnier und gründlicher, als der mündlich erthciltc; zugleich verursacht er weniger Kosten. Jeder Brief (V, Bogen stark) kostet 20 Kreuzer öst. Währ, (für Abonnenten der „Selbst-Emancipation" 17 Kreuzer) und kann einzeln bezogen und bezahlt werden. Zahlstellen werden auf geeignete Weise bekannt gemacht werden. Der erste Brief erscheint Mitte Oktober 1892. Durch Einsendung des bezüglichen Bcttagcs vor 31. August 1893 erhält man: 1. den ganzen Cursus (mindestens 60 Briefe) um . fl. 10.— 2. die ersten 40 Briefe (mit Einräumung gleicher Ermäßigung bezüglich des Restes bei rechtzeitiger Einsendung des Bcttagcs) um. fl. 6.— 3. die ersten 20 Briefe (mit analoger Einräunmng) um fl. 3.20 4. die ersten 10 Briefe (mit analoger Einräumung) um fl. 1.65 5. die ersten 5 Briefe (mit analoger Einräumung) um fl. —.85 Abnehmer von mindestens 10 Exemplaren erhalten 10°/« der durch ihre Vermittlung einlausendcn Gelder. Gesinnungsgenossen! Durch das Erscheinen des „Brieflichen Sprach- und Sprcchunterrichtes" ist Euch, soferne Ihr die hebräische Sprache noch uich?könnct, die Gelegenheit geboten, sieleicht und gründlich zu erlernen. Ebenso habet Ihr die Gelegenheit, durch eifrige Propaganda für das neue Sprachwerk, durch Aufnahme von Subscriptionen auf dasselbe, zur Verbreitung der hebräischen Sprache wesentlich beizuttagen. Nützet beide Gelegenheiten reichlich aus! Gesinnungsgenossen! Fördert das Llnternrhme« anf jede Euch mögliche Weisel Anmerkung: Brief- und Geldpostsendungen sind zu richten an die Redaktion der „Selbst-Emancipatton", Wien, II/3, Malzgassc 4. Belletristisches. Es werde Ächt! Glcicbwic gebannt, die Hände verschlungen Liegt Israel, liegt und träumt, Und harret der Zeit, wo durchdrungen von Liebe die Ulelt von Glück überschäiimt! Sieh, wie i»> Gsten der Dämmerschein Sich durch Ivolkcnschaärcn bricht, von Stürmen gefegt der Himmel wird rein, Und Alles ruft: Ls werde Licht! Genug geträumt in schrecklicher Nacht! Der Erlösung lltorgensonne in Sicht! Die Augen geöffnet! Lrwacht! Erwacht! Es werde Licht! Es werde Licht! Für die Redoction verantwortlich: Do. Nathan Kienbaum? Gorrefpondenz der HLedaclion. Herrn 0. S. in Radautz. Sie scheinen die Nummer des „Kol. Slachsike Hadass“ vom 16. Juni d. I. nicht gelesen zu ' haben. Es ist geradezu haarsttäubend, was diese Zeitschrift, die sich ohne jedes Recht als die Verttctcrin des galizischen orthodoxen Judentums ausgibt, in dieser Nummer an Angriffen gegen den Zionismus leistet. Nicht bloß zu persönlichen Beleidigungen, sondern sogar zu gemeinen Flüchen sinkt dieses Organ herab. Schade nur um die hebräischen Lettern, die zu diesem für das ganze jüdische Volk beschämenden Prcsscrzeugnis, und für ein Hebräisch verwendet werden, welches eine Sünde gegen die Sprache der Bibel ist. Mit diesem Blatte polemisiren wir nicht. Aber orthodoxerscits sollte man einmal daran gehen, demselben das Handwerk zu legen. Es ist ja unerhört, dass sich diese Zeitschrift im Namen des orthodoxen Judentums die Zionisten mit den gemeinsten Beschimpfungen zu belegen erlauben darf, während hunderte der angesehen sten streng orthodoxen Rabbinen Russlands, des Orients und anderer Länder die Zionsbcwegung billigen, zum Theile selbst dem nationalen Erlösungswerke Israels ihr Leben widmen. R. Samuel Mohiliwer in Bialystock. R. Jsack Elchanan Spector in Kowno, R. Rastatt Zwi Berlin in Wolosin, Dr. Hildesheimer in Berlin u. s. w. sollen es sich gefallen lassen müpcn, dass ihre innigsten Ucberzcugungen in den Koth gezerrt werden? Man soll cs ruhig hinnchmcn, dass dieser Kolh auch auf die Gräber von R. Zwi Hirsch Kalischer (Thorn) und R. Elia Gutmacher (Grätz) gespritzt wird? Das darf nicht sein und Pflicht derjenigen galizischen und bükowinacr Natioualjudcn. welche in religiöser Beziehung Orhodoxe sind, ist es, gegen diesen Scandal zu protcstiren Soeben erschienen! exegetisch-kritische Studien. JESAIAS Wilhelm Reich Miner t israel. MtnspeiMe io Bah bei Wien. : Verlag von Oskar Frank’s Nachfolger ■VsTie», 1892. Preis 3 fl. ö. ’W'. In Wien finden ein oder pnei Knaben aus anständiger Familie im Alter von 10 bis 16 Jahren in einem seingevitdeten Mischen Kaufe volle Verpflegung, eventuell auch Unterricht in den verschiedenstenDisciplinen, so in den Gegenständen des Gymnasiums, der Realschule, der Nornml- und Handelsschule, in Stenografie, in modemen Sprachen und in den hebräischen Fächern. Speciell können ausländische Knaben, da der Herr des Hauses ein anerkannter Schriftsteller deutscher Sprache ist, dieses Idiom gründlich und bis zur vollkommenen Beherrschung in Wort und Schrift erlernen. Angemessenes Honorar nach Vereinbarung. Auskunft in der Redaction. — Druck von Gtto Keiick, Wien, IX., INaximiliaiiplatz 5.

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