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Selbst-Emancipation · 1890-06-02 · Heft 5 (2.6.1890) · p. Seite 2

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Journal
Selbst-Emancipation
Volume
1890
Issue
Heft 5 (2.6.1890)
Date
1890-06-02
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2. Selb st - E m a n c ip a ti o -.•f-v fli-V - 5. -i-/: '-V. ivi V- ■ '‘V ‘ " <:~K - ■. .;ir- '■ -<ä^- ' auch ein Volk von lauter Baucrnsi ulitexchenL LcrMWir können/uns jchoch bezüglich.ihreMine' aus/Z der unsere - WcchselstübenZmiW seinem Besuche fvaiiSiaT Sift/3 7^!n ..... .*7n. Ji7iinnl/>7 V n■ ■fll!ii(iiito' n¥m7ni-« 1 7X*uÄu7auiL H». i' t.alT»f 7. " ...7^. L.. — - beehrt ... "< ’ 7 - Ja/, es ist /und bleibt wahr:/sö/lange die die . geistige als dieHttliche sproHeneH GMEnsters sind, in jÄcin FallcubeS gesellschaftliches politische und wirthschaftliche Ath- ‘“'Ä*A_ " *m x<- -riiS'^icr"*1lröucffcviiecT ß^nfitS ^fftpiVm unftnpfipn mosubäre'.'in Ler MN' niTuWn. .Tn" fiTpifif**nilpfip würde. "* " aus "der 'Ilrquelle ^des Golus "fließen und oeffen inosphärc/' in der wir athmcn, so'bleibtZwie sie Die mcrcantile Einseitigkeit unseres Volkes schlammichte Farbe an sich tragen. heute ist, bleiben wir auch mit allen den Schwächen ist, wie bereits gesagt, nichts Meres als eine, Mangel,an pcrsönlichxmMuth, au Eleganz, bchgftet, die wir auf unserer Europawandcrung Folge''unseres traurigen Schicksales. Es hießesöst)?Fn? Tack,.sau' asiheiischynMfühl wcrden)uns vor-)'^aufgelesen haben. Es ssci das: wenigei mit' Rück- Erörtertes nochmals breittrctcn, wollten wir hier geworfen und nicht ganz mit Unrecht. Freilich ' sicht auf die Arier constatirtals mit Rücksicht ein genaueres Bild davon geben, wie wir durch spielt hiebei arische Selbstüberhebung eine große auf uns und unser Gedeihen. Die Arier haben systematischen Ausschluß von allen anderen. Be-, ,.lllollc^/Ein ^Freund der Formalität, der .Cercsich die Suppe cingebrockt, sie mögen sie ausschäftigungen alle zum Handel und verwandten'''monies'der'Floskel, wie der Acußcrl'ichkeit überlöffeln! Ihre Ahnen haben uns vom Heimats- Berufen gepreßt wurden und werden; wie mir, Haupt, kann der'Aricr dcn'mchrinncrlichen baden wcggerissen, haben uns dann gemartert aller politischen und nationalen Hilfsmittel gegen-; Standpunkt des Semiten nicht; begreifen;; wer und gehetzt wie das wilde Thier; die Nachkomübcr der Gehässigkeit der Völker entbehrend, mit nicht wegen einer Lappalie seines Mitmenschen »>cn streben, ihrer würdig zu sein. Wir brauchten einem Gefühle der-Erleichterungdas Geld-mls- und sein- Leben in die Schanze /schlägt, ist ihm —daheralso auchnicht - sentimental -zu sein. Haben unseinigermaßen besser und sicherer stellend befeig; wer-sticht europäische ^Salün-linnatürlichkcit sic jetzt Nachthcil von ihrem schmählichen- Vorgrüßcn Mßftn7ML''Wssen."Dle^r8chen)JuLeu"'^ls7aLf's"J-Wpfelchen trifft, ist'ihm unelegantgehen, Io könnte "das uns' nur' freuen;''aber es tragen ihr Golus-Elend wenigstens vergolde^ — wer arische Intoleranz auf Augenblicke; vergißt -; handelt sich um unsere eigene Haut, um iinsere und sich gehen läßt,-istihm.tnctlos, und ,vcr sittlichen Ueberlieferungen, die täglich mehr an den Inhalt höher schätzt als die Form, ist ihm Boden verlieren. Nicht um der arischen was Wunder, daß sie alles daran setzen, um immer mehr Reichthümer zusammenzuscharren, und daß ihre armen Brüder dem Ziele des Neichthums zukrämern, freilich in-den allermeisten Fällen ohne andern Erfolg, als den der Demoralisation. — Selbst diejenigen unseres Volkes, die ideelleren Sinnes und hervorragenden Geistes sind, werden oft mit hinab in diesen Strudel des Mammonismus gerissen, — denn ihnen, den jüdischen Gentlemans und - Genies stehen ja nicht mehr Wege offen als' jüdischen Taugenichtsen und Dummköpfen, und sie, denen unter normalen Verhältnissen ein gut bewirthschaftetcr Bauernhof oder anerkanntes Wirken in der Oeffentlichkeit als Ideal vorschweben würde, lockt im entwürdigenden Golus nur' eine mit Wcillionen garnirte Baronie. ' Wir haben bis jetzt nur' die -Liebe zum Gelde als den bedeutendsten unter den anerzogcnen Fchlern unseres Stammes etrvas eingehend behandelt; cs wäre aber noch' eine ganze Reihe solcher Mängel aufzuzählcn und zu besprechen. Murze Aebersicht der. Fortschritte der jüdischen «Lolonisgtlon in Dglkistinkl IvDrend der letzten 7 Mtzre. . Vortrag, gehalten bei der feierlichen Versammlung deS Vereines „Bnej-Zion" in Moskau am - Chanuka-Feste 1889 von M. Uffischki«, Ingenieur,*) (Fortsetzung.)*^) '' ' ' Südlich von der Jäsfa-Jerusalemer' Straße, unweit der Colonie Rischon lc Zion, liegt Waad-cl-Ehanun, oder Neoth Rüben. Diese Ortschaft kann eher Landgutals Colonie genannt werden. Sie umfaßt bloß 140 Dcßjatin Acker und wurde von einem reichen 'Juden aus dem Gouvernement Cherson, Namens Rüben Lehrer, angekaust. Nach 'einigen Jahren aber verkaufte Herr Lehrer einige Stücke Landes an urme Familien aus Rußland, in der'Äbstcht sein Besitzthum in eine kleine Colonie zu' verwandeln. Dieser Versuch gelang' ihm aber nicht ganz, weil jene armen Familien,' welche das Land von ihm gekauft hatten, nicht über die 'dazu' erforderlichen Mittel verfügten) Im Jahre '1887 mußten die *) Aus dem Russischen übersetzt von A. Diamant. **) Wegen Raummangels folgt der für diese Nummer angekündigte Schluß erst in' der nächsten -'Nummer. V-y:';-- geschmacklos. — Nichtsdestoweniger wollen wir keincsivcgs leugnen, daß Mängel in den erwähnten Richtungen vorhanden sind. ' Was soll uns muthig machen? Etwa die ewige Beschäftigung mit dein Gelde oder der Mangel einer Einheit/ oder das stete Mindcrhcitscin, oder' diefortwährende Knechtung? Was soll uns elegant machen? Vielleicht der schreiende Gegensatz zwischenarischein Gebühren und semitischem Grund,vescn, der an uns so' sehr auffällt und uns im Gegentheile so lächerlich macht, oder die Inferiorität unserer socialen Stellung, welche auf unsere ganze Haltung.so bedauerlichen Einsiuß nimmt? 'Was soll uns Tack lehren? Vielleicht der Tact, mit dem wir seit achtzehn Jahrhunderten -behandelt werden? Was soll unsern Geschmack bilden? Etwa' die widerliche Figur eines arischen Branntweinsäufers, der in unsere Schnapsläden ' kommt, - oder die Jammergestalt irgend eines' Monaco- oder Turf-Aristokraten, neuen . Besitzer 7 des Landes sogar die Güte; des Barons in. Anspruch nehmen, ..welcher auch ihre Bitte;, erfüllte; und..- ihnen ein- Darlehen von 12000 . Francs; ohne Zinsen.auft.Natenbezahlungen von 1000 Francs jährlich; gewährte. —, Jetzt wohnen in dieser- Colonie außer deren-Gründer Herrn Lehrer, noch 3 -Familien,. insgesammt. aus 30 Personen bestehend. —,Der Garten des.Herrn Lehrers sicht wegen seiner Apfelsinen- und Citronenbäume in gutem - Rufe.; - - - ... Südlich; von Waad-el-Chanun liegt die Colonie .Ekron, oder Maskereth-Bathia; .(zum- Andenken der Mutter, des. Barons). Diese Colonie ist die einzige,; in. welcher, sich die Colonisten ausschließlich mit Feldbau beschäfügen.;.Der Boden Ekron's gilt .nächst,. Jeffud Hamaalah als . der fruchtbarste;- Die Colonie ist. im. Jahre. 1883 von dem Barone , gegründet. worden . und /zwar für sechzchn eingewanderte. Familien aus'. Pruschani, Gouv. Grodno,. welche. isich schonin Rußland . mit -Ackerbau; beschäftigt , hatten.-; Da die Erde) in Ekron sehrfruchtbar; ist, die Colonisten-.derselben, -wie gesagt, mit dem..Ackerbaue bereits bekannt/waren,'-da ferner speciell der-Feldbau schon imzweiten - Jahre. Einkünfte bringt, so; könnten Bö kker / w i lll ein,'----o'd e r -- iii e ni gsie n s .n.i ch t Haupt s ä ch l i chi h r et wegen, so üd er n um uu serös, .e i g en e n./H.c i lc s, n ö'ch mehr ' ab c r u m'' d e r 'I d e e d e r S i t.t-li-ch kci t;s e l bsi wi l l e n; m ü s s e n wir aus der fit 11 i ch c n N i c d c r ü n g c mp orzu kom men suchc n, in die uns arische B-e r-f o-lg u n g s su ch t hinabgcst o ß en hach. Dafür 'gibt cs aber nur einen Weg: die Rettung aus dem Golus und dem Materialismus, in .den cs uns 'hineingejagt hat. Daß wir das. nicht in. dem Sinne meinen, daß a. l l c Juden;.ans allen Wcltrichtungcn gesammelt..und auf. einen Fleck Erde räumlich vereinigt werden, hatten wir schon in früheren Artikeln zu betonen Gelegenheit. Ein Centrum-muß vic l.mehr geschaffen werden, welches, ebenso wie es den zerstreuten Gliedern u n s e r.e s S t a m m e s w i r t h sch a f t.l i ch die Colonisten Ekrons sich zuerst vollständig unabhängig machen und jeglicher Unterstützung ganz entbehren. In der That lebten sie. auch im Jahre 1888 zehn Monate hindurch .ohne irgend welche Subsidien. Da. kam, aber das bekannte Schmitta- Jahr heran, wo bekanntlich dem jüdischen, Ritus gemäß die Erde in Palästina, zur Zeit der jüdischen ' Herrschaft wenigstens, nicht bearbeitet werden durste. Wiewohl die berühmtesten. Rabbiner. giußlands nach vieler Mühe und. nach reifer Uebcrlegung zum Resultate gelangten, daß dieses rituelle. Gesetz jetzt keine Anwendung hat, so wagte: doch .keiner der Colonisten Ekrons, welche übrigens fast durchivegs einfache, religiöse. Leute sind), die Erde in. diesem, Jahre. zu bearbeiten. Denn, die jerusalemischen Rabbinen, welche ausgesprochene Gegner der Eolonisation sind; wandten alle ihre Kräfte auf,, um die Colonisten. zu überzeugen,. daß die_ Erlaubniß der.. ruffrschm. ,Rab- .bincn nur )sictiv . und in Wirklichkeit dem .jü- ' dischen. Gesetze zuwider sei, was, die . Colonisten auch, -glaubten. Ihre., Lage wurde nun kritisch, deun sie waren damals; noch nicht bemittelt. ..ge- -nug, um ein. ganzes Jahr, .hindurch ohne Ertrag von den Feldern und ohne'-Subsidien - leben 'zu

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