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Selbst-Emancipation · 1886-01-15 · Heft 2 (15.1.1886) · p. Seite 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Selbst-Emancipation
Volume
1886
Issue
Heft 2 (15.1.1886)
Date
1886-01-15
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 'Äi. » S elb st - E m a n c i p a t i o n Zeit, die Söhne ZionS außer Acht zu lassen, denkt Ihr nicht an unser Elend und unsere schlechte Lage? Kräftige und arbeitslustige Männer wandeln schattenhaft daher, von Hunger geplagt. Sie sind den ganzen Tag auf den Füßen, um Arbeit zu suchen, ohne sie zu finden, denn unsere Stadt hat keinen Handelsverkehr. Wohin sollen sich diese Armen wenden in einer Stadt voll Dürftiger? Dabei ist noch zu bedenken, daß bei der um sich greifenden Palästinabewegung trotz des Winters die Zahl der Einwanderer von Woche zu Woche sich mehrt. Weun Ihr also, Brüder, heute unseren Worten kein Gehör schenkt, wer kann die bösen Folgen für Zion und Jerusalem voraussehen. Darum, geehrter Herr! erfüllen Sie unsere Bitte und unterstützen Sie uns gütigst, indem Sie durch Veröffentlichung dieses unseres Briefes in Ihrem geschätzten Blatte das Mitgefühl unserer StanimeSgenoffen wachrufen. Indem wir einer gütigen Erfüllung unserer Bittte entgegensehen, verbleiben wir mit den besten Wünsche». Im Namen aller Mitglieder (an 50 Familienväter) deS ColonisationSvereines „Loos Zion" in Jerusalem: DieBercinSvorsteher: Jizchak Zwi Bivlia Zwi Ascher Schapira, Moscheh Zwi Löwe n s o ha. Wir empfehlen vorstehendes Schreiben der besonderen Berücksichtigung unserer geehrten Leser. Briefe an den Bereit» sind 31t richten an die Adresse: Abraham Prost, Jerusalem. (I« Bann gethau.) Die sephardischen Rabbiner Jerusaletns haben den mit einer unvergleichlichen Consequenz und einer anerkennenswerthen Gesinnungstüchtigkeit für das national-jüdische Princip eintretenden, in Jerusalem erscheinenden „Hazewi“ in Bann gethan. Diese Zeitung ist nämlich schonungslos und, ohne sich ein Blast vor den» Mund zu nehmen, gegen diejenigen Rabbiuen äufgeireten, welche, den anderen Juden ein böses Beispiel gebend, den dortigen Missionsarzt benützen, obwohl ihnen das seelenfängerische Treiben dieses Mannes bekannt ist und es genug jüdische und nicht-missionarische, christliche Aerzte in Jerusalem gibt. Um sich nun für dieses freie Auftreten des „Hazewi“ zu räche», haben die klugen Herren herausgefunden, daß der Negenmangel, der seit Ghaniikaa bei großer Hitze in Jerusalem herrscht, als eine Strafe für die Sünde zu betrachten sei, welche der „Hazevi" durch die Beleidigung rabbinischer Giößen verübt hat und die findigen Entdecker haben demgemäß den Cherem über die ketzerische Zeitung ausgesprochen. Es ist nur schön, daß dir aschkenasischen Rabbiner eine Anerkennung dieses Anathemas ihrerseits ablehnten, wie überhaupt alle Verständigeren in der Stadt über den merkwürdigen Bann nur lachen. IsmM-EmWr« werden nach den neuesten Journalen auf das Feinste billigst verfertigt bei Mine. Rosa RathhanS, geb. Münz, II , Lastellergasso 8, Th. IS. mit Bildung, der deutschen, polnischen und französischen Sprache mächtig, sucht eine Stelle als Comptoirist im Jn- oder Auslande. Gest. Anfragen sind an Herrn Wilheln» Goldwasser, Podgürze, bei Krakau, zu richte». Ar Daris uub fniibo» kaufe ich alle Sorten echter Perlen zu den h ö ch sten Preisen. Aron Weil Wien, II., Große Schiffgasse 3. Für Russland. I Qar§SSte 1 in (CüTMjjiait3-, JStcjrtit2-!! Kautschukstempel!! Ferner: Crayon (Taschenstempel), bestehend aus Bleistift, Federhalter, englisch gebohrter Petschaft für Siegellack, als auch feuchtem Kautfchukstempes worin ich Vor- und Zuname, Wohnung, Beschäftigung re. deutlich nnd fein zur vollkommenen Ausführung bringe. Alles zusammen kommt in Aickekgestel!, sehr bequem für die Tasche. 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Alis Ansuchen und Anrathen sehr bedeutender Persönlichkeiten haben wir uns entschlossen, vom Januar 1886 eine Beilage in hebräischer Sprache betitelt: „Z X O!£T“ welche allmonatlich 2 Bogen enthalten, und ein Heft bilde» und unserer Zeitschrift beizugebeu, ^ohne de»» Pränumerationspreis zn erhöhen; wir ersuchen daher um rechtzeitige Einsendung des Piänumerationspreises für die „Arohoöqczer Zeitung fammt Beilage" Vierteljährig .fl. 1.3» Halbjährig.. . „ 2.50 Ganzjährig . . . . .... . „ 4.50 Die Beilage „Zion“ allein kostest Halbjährig.-. .fl. 1.50 Ganzjährig .. „ 3.— Die Adminislralion der „DroHobyczer: Zeitung." __Drohobyez._ ~ Avis! Folgende Herren hatten dir Güte, die Agentur unseres Blattes unentgeltlich zu übernehmen, wofür wir ihnen zugleich berzlichst danken. Für Rußland: Abraham Konstantinowsky^ Ehrenbürger in Odessa; Für Rumänien: M 0 r i z. S ch a ch in 'a u » in B u c a r e st, 6alea Dadesei 5; Für Deutschland : Ferdinand Wolfs in H a m b u r g,. Deichstraße 18 H; Für Serbien: Lasar Friedin a n n. Buchhändler in Belgrad; Für England:' I. Wolfs in London E. C. 81, Milfcon Street; Für Belgien: S. Sessler ui Brüssel, Boulevard du- Hainaut, 53. Wir bitten also unsere Stammesgeuossen, welchen das jüdische Nationalinteresse am Herzen liegt und die unser' Blatt abonniren wollen, sich je nach ihrem Aufenthaltsorte' an einen dieser Herren zu wenden. — Die PränumerationS gelber können, sowohl an die vorgenannten Herren, als auch" direct an die Administration (für Rußland jedoch une direct) eingesandt werden. Die Administration der Zeitschrift „Selbst-Kmancipatiorr!“ Druck von/Carl Buttert, Wien, Maximilianplatz 14. HcrouSgeber und veraiitwonlichcr Rcdacieur: R. Birnbaum.

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