Selbst-Emancipation
- Journal
- Selbst-Emancipation
- Volume
- 1885
- Issue
- Heft 6 (17.4.1885)
- Date
- 1885-04-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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- Minsk 1× ep/1000754
- Odesa 1× ep/1000834
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Selbst-Em an cipation! gesühltesten Da n k a u s" , mit Stimmeneinhelligkeit angenommen, worauf die Sitzung um 1t Uhr Abends geschlossen wurde. x. Erez Israel. Odeffa, 10. April. Einer der hiesigen Krösusse — deren es in Odessa, nebenbei bemerkt, unter unseren Slammesgenoffen nicht wenige gibt — Herr K—n, gründete vor Kurzem in Jaffa ein Etabiissement für Im- und Export. Es ist zu hoffen, daß genannter Herr keine Ursache haben wird, dies zu bereuen, vielmehr kann man vom Erfolge überzeugt fein. Bis nun war der Im- und Export Palästina's in den Händen der Deutschen — sogenannten Templer — und zum Theile in denen der Franzvsen. Diese Herren machten und machen dabei gute Geschäfte. Das hatte ich selbst, während meines Aufenthaltes in Palästina, zu bemerken Gelegenheit. Die Gesamintsumme des Im- und Exportes Palästina's ist nicht unbedeutend» sie belief sich im Jahre 1883 auf mehr als 2,200.000 Dollars, wobei der Export größer war als der Import. Herr K—n exportirt vorläufig aus Palästina nach Rußland Olivenöl, Rosinen und edle Früchte, und imporrirt dahin aus Rußland hauptsächlich Gehölz, was dort ein sehr gesuchter Artikel ist. — Es wäre nur zu wünschen, daß auch ändere unserer Krösusse diesem Beispiele folgen. Für die Colonisation heißt so ein Unternehmen ebensoviel wie die Gründung zweier Cvlonien oder noch mehr. ' Leon Schwarz. . . (Ein gewisser Henry Brasseur) veröffentlicht im „Wiener Israelit" eine Correspondenz, in welcher er über das Treiben der Mission in Palästina ganz berechtigte Klage erhebt, zugleich aber die Schuld an den Fortschritten der Seelenfängerei den „Coloiiisationsfreunden" zuschreibt. Der Schreiber scheint zu der Garde der „Fanatiker d>s Müßigganges" zu gehören, von denen wir in einer der letzren Nummern gisprochen haben. Es freut uns nur, daß die Redaction des „Wiener Israelit" sich bemüßigt gesehen hat, bei dem Worte „Colonisationsfreunde" ein Fragezeichen zu macken. : . (Kolonie Rischon Lcziou.) Dem „Habazeleth" in Jerusalem wird berichtet, daß in dieser Colonie der Anbau von Wein, und anderer Naturproducte rüstig vorwtutsschreite. (In Jaffa) wurde im vorigen Monate eine Tabakfabrik eröffnet, in der 15 jüdische Arbeiter beschäftigt sind. Es ist Aussicht vorhanden, daß die Zahl der jüdischen Arbeiter daselbst auf 35 steigen werde. Kingesendet. Der akademische Verein „Kadimah" weist dankend folgende ihm zugekommene Beträge aus: Jänner 1885: Herr Mayer Kohn, Wien (Spende) ...... 2 fl. „ Jacob Lubarsky, Briczany (Förderer-Beitrag) 12 „ „ S. Hurowitz, Minsk „ 3 „ „ Abr. Nussinoff, Wien „ 12 ,, Februar 1885: Fra» Esfir Wilbusiewicz, Wien „ 2 „ Herr A. Grau, Lemberg „ 1 „ März 1885: : Herr Di Älkalay, Wie» „ 2 „ „ Jacob Lubarsky, Briczany „ 3 Rbl. Es ist Seitens mehrerer Freunde unseres Blattes in Wien das Ersuchen an uns gestellt worden, die Gründung eines Wiener Zweigvereines des „Montesiore-Berbandes für die Colonisation Palästinas" in unserem Blatte anzuregen. Wir kommen diesem Ersuchen gerne nach, da auch wir schon längst das Bedürfniß fühlen, daß in Wien, wo sich ja eine größere Anzahl von Zionsfreunden befindet, eine Vereinigung derselben zu gemeinsamem Wirken erfolge. Wir bitten also diejenigen Herren Gesinnungsgenossen, die dem Gründungscomil« beizutreten und an dessen Vorarbeiten theilzuuehmen wünschen, ihren Beitritt unter Angabe ihrer' genauen Adresse der Redaction unseres Blattes gefälligst: anzeigen zu wollen. D i e R e d a c t i o n der Zeitschrift „S e l b st - E m a II c i p a t i o n!" Kommerzielles. (,,3-ojtciere", Pester Versicherungs-Anstalt.) Am> 14. d. M. hielt diese seit dem Jahre' 1864 bestehende Anstalt ihre ordentl. Generalversammlung unter dem Vorsitze ihres Directions-Präsidenten Marcus Graf P e j a c s evich in Anwesenheit von 17 Actionären mit 16,305 Actien in Budapest ab. Der zur Verlesung gelangte Directionsbericht constatirt, daß in der wichtigsten Branche des Geschäftes, in der Fellerversicherung, trotz außerordentlicher Co»currenz eine neuerliche Vermehrung der Prämien- Einuahme erzielt wurde. Diese erreichte die Höhe vow 2.705,434 fl. und stieg um 120,622 fl. Ausgabenposten bilden 889,933 fl. für Rückversicherungs-Prämien und 2.206,951 fl. für bezahlte Schäden auf eigene Rechnung. An Prämien-Reserve sind 611,161 fl. eingestellt. In der Lebensversicherung lagen 2220 Anträge über 3.470,484 fl. Kapital und 1000 fl. Rente vor; 1784 Anträge über 2.756,684 fl. Kapital und 600 fl. Rente wurden durchdie Ausfertigung von Polizzen eiledigt; 385 Anträge über 601,100 fl. Kapital und 200 fl. Rente theils abgelehut,. theils znrückgezvgin, während die Erledigung von 51 Anträgen üver 109,700 Gulden Kapital und 200 fl. Rente in Schwebe verblieb. Dagegen sind durch Todesfälle, Ablauf,- Storni, Rückkauf und aus anderen Ursachen 1353 Polizzen über 2.437,715 fl. Kapital und 704 fl. Rente ausgefallen, wonach mit Ultimo December 8389 Polizzen über 13.496,573 fl. Kapital und 2894 fl. R-nte in Kraft blieben. Die Einnahmen stiegen von 611'178 fl. im Jahre 1883 auf 686,871 fl. im Jahre 1684; hievon wurde» 227.500 fl. der Präniien-Reserve zngeführt, welche mir Ende Dezember 2.169,784 fl. und nach Abzug der Rückversicherungs-Reserve von 109,740 fl. den Betrag von 2.060,043 fl. sür eigene Rechnung erreichte. Die >ingetretene Sterblichkeit war auch im B-richt-j-ihr günstig,- indem sie ein um 25,060 fl. geringeres Eiroroeriuß als das rechnungsmäßig erwartete ergab. In der Hagelversicherungsbrancke betrug die Einnahme 532,788 fl. (gegen 559,701 fl. im Jahre 1883); die Mindereinnahme vom 26,913 fl. rührt daher, daß sich die Operationen lediglich auf Ungarn und auf eine» Theil der österreichischen Provinzen beschränkte», und daß sich die Verwaltung beim Betriebe dieses Geschäftszweiges, welcher in den Vorjahre» bedeutende Verluste brachte, eine gewisse Reserve auferlegte.- Für Rückversicherung wurden 119,532 fl. (gegen 95,777. fl. im Jahre 1883) äusgegebe», was für das äbgelaufenc Rechnungsjahr einen. Mehrbetrag von 23,754 fl. ergibt. Hingegen betrugen die die Gesellschaft für eigene Rechnung treffenden Schäden 234,895 fl. (gegen 485,574 fl.' inv Jahre 1883). In der Transport-Versicherungsbranche wurde vorzugsweise das Fluß- und Landtrausport-Versicherungs--