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Selbst-Emancipation · 1885-04-17 · Heft 6 (17.4.1885) · p. Seite 7

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Journal
Selbst-Emancipation
Volume
1885
Issue
Heft 6 (17.4.1885)
Date
1885-04-17
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 6. Selbst-Emancipation! Seite 7 -Geschäft und aus Vorfichtsgründm nur in geringem Maße das Seeversicherungs-Geschäft kultivirt. Die Einnahme betrug .'318,867 fl. (gegen 348,110 Gulden im Vorjahre), e; resul» tirt sonach eine Mindereinnahme von 29,242 fl. Für Rückversicherungen wurden verausgabt 129,917 fl. (gegen 141,395 fl. im früheren Jah>e), während die Schäden für -eigene Rechnung 195.953 fl. (gegen 107,137 fl. im Jahre 1883) absorbirten. Das unbefriedigende Resultat dieser Branche ist auf Rechnung einer ungünstigen Verbindung im Seegeschäfte zu stellen, die deshalb auch bereits aufgelaflen -ist. Die Prämien-Reseiven betragen 628,461 fl. in den -Elementarbranchen und 2.060,043 fl. in der Lcbensversiche rungsbranche, zusammen 2,688.504 fl. (gegen 2.460,904 fl. mit Ende 1883); es ergibt sich somit eine Zunahme von 227,600 fl. Der Gewinii-Reserv fonds erhöht sich durch dir diesjährige Dotirung auf 100,138 fl. Rechnungsabschluß weist einen Reingewinn von 167,336 fl. ans. Von dem Ueberschusse ist der Coupon Nr. 3 der Gesellschafts-Aktien mit 5 Perzent gleich 5 fl. einznlösen, während der verbleibende Betrag für die statutenmäßigen Dotirungen verwendet wird. Die Generalversammlung genehmigte einstimmig den Bericht und rrtheille einstimmig das Absolutorium. — Die durch das Los zum Austritt bestimmten Direktoren Freiherr Fried. K o ch m e i st e r. Ant. v. L a c z k o, Alois Strobentz und Dr. Anton Will« er. sowie die Aufsichtsräthe Dr. Karl M a n d e l t o, Graf Ant. P r o k e s ch. Lud. Rosa de K u u h a lo m und Karl Wolf wurden mit Akklamation wiedergewählt. — Der Coupon gelaugt vom 1. Mai angefangen in Budapest bei der Cenlralkasse der Anstalt, in Wie n beim Wiener Bankverein . und in Paris bei der Languv d’Escompte de Paris zur Einlösung. Bei Constituirung der Direction wurde das bisherige Präsidium, lind zwar Graf Markus P e j a c s e v i ch, Präsident, und die Vicepräsidenten Fried. Freiherr v. Kochmeister und Ant. v. Laczko wiedergewählt. — Aus dieser Darstellung ergibt sich die Bedeutung der „Fonciere" und würden bei der enormen, sehr bäufig unlauteren Concurrenz kaum solche Resultate erzielt -worden sein, wenn die Leitung nicht eine so umsichtige wäre und bei den R-präfintanzen nicht so ausgezeichnete Kräfte an der Spitze stehen würden. Bei aller Coulance, welche die „Fonciere" ihren Versicherten gegenüber jederzeit beobachtet, bietet sie die vollste Gewähr für die stricte Erfüllung aller von ihr eingegangenen Verbindlichkeiten. Anglo-österreichische Bank. Die am 11. d. Mts. abgehaltene 21. Generalversammlung, in welcher durch -45 Aktionäre 37.000 Actien mit 7400 Stimmen vertreten waren, wurde von dem ältesten Mitgliede des Generalrathes Herrn Rafael von M a y e r eröffnet, welcher auch znm Borsitzenven gewählt wurde. Der vom Generalsecretär Dr. Emil Schlesinger vorgetragene Jahresbericht des Genrralrathes constätirt, daß das Syndicat der Franz Josef- Bahn-Actien aufgelöst und der resultirende Nutzen der vorliegenden Bilanz gutgebracht wurde. Dasselbe ist beim Syndicat für die Gotdprioritäten der Alpinen Montan- Gesellschatt der Fall. Auch der Nutzen aus den durchgesührten Conversionen der Prioritäten der Franz Josef-, Äudolf- und Vorarlberger-Bahn erscheint zum größten Theile in der Bilanz pro 1884 verrechnet. Auch der aus der Begebung dir serbischen Rente und Eisenbahn- Prioritären resultirende Gewinn bildet einen Bestandtheil dieser Bilanz. Das serbische Salzgeschäft ist in günstiger Entwicklung begriffen. Das im v. I. perfect gewordene Arrangement wegen Uebernahme der Pilsen-Prieieuer Bahn durch den Staat hat einen mäffigen Nutzen ergeben, der .zum Theil in der Bilanz verrechnet ist. Der Effectenstand Hat sich gegen das Vorjahr um circa 136.000 fl. vermindert. Der gesummte Debitorenstand beträgt nach Abrechnung der Compensatioiisposten ungefähr 95 9 Millionen. Professor Spitzer erstattete hierauf den Bericht der Censoren und wurde den von ihm gestellten Anträge gemäß der Rechnungsabschluß pro 1884 genehmigt und dem Generalrath einstimmig das Absolutorium ertheilt. Auch der Antrag des Generalrathes, von dem Gewinnsaldo per 932.727 fl. 6 fl. per Actie als Dividende pro 1884 zur Vcrtheilung zu bringen und den Rest von 32.727 fl. auf neue Rechnung zu übertragen, wurde e i n st i m m i g und ohne Debatte angenommen. Hierauf wurden die Wahlen in den Generalrath vorg nommen und hiebei die in das österreichische Comite cooptirten Herren Guido E l b o g e n nnd Ernst Freiherr v. H e r r i « g in ihrer Function bestätigt, die -ulsscheidenden Mitglieder Julius Schloß vom östecr. Comite, Pascal Du Pre Grenfell und L. M. Rate vom englischen Comite wiedergewählt. („Allianz"), Actien gesell schaft für Rückversicherungen in Wien. Die ordentliche Generalversammlung dieses Institutes findet am 23. d. M. statt nnd gereicht es uns zur Befriedigung, bei diesem Anlasse der Thatfache erwähnen zu können, daß im abgelaüfene» Jahre wesentliche Fortschritte in dor Consolidirung unter der jetzigen tüchtigen Leitung gemacht wurden und die Betriebsrechnung nach reichlicher Dotirnng der Reserven einen Gewinnüberschuß ausweist. welcher die Vertheilung einer öpercentigen Dividende gestattet. (K. I. piv. Lemberg-CzernowiH Jassy-Eiseubahn- Gesellschaft) Die 26. ordentlich: Generalversammlung dieser Gesellschaft findet laut einer Bekanntmachung derselben am 28. d. M. statt. (Ungarisch-französische BerstcherungS-Actien-Gesellschaft (Franco Hongraise.) Im März 1835 wurde» bei der LebenSamheilnng 458 Anträge zur Versicherung von ff. 830.200 eingereicht und 426 Polizze» über Gulden 802.500 versichertes Capital auSgeiertigk. — Im I. Quartale 1335 gelangieu 1323 Anträge über fl. 2.457.955 zur Eiureichnng und 1180 Polizzen über fl. 2.276.830 versichertes Capital zur Ausfertigung. Briefkasten der Redaktion. Herr» Dr. Sk. B. sin Vlasotyuee: Der Empfang JhreS wertben Schreiben« hat uns mit großer Freuve erfüllt. Die verlangten Nummern des „Sajosr" erhalten Sie, Rücksendung nicht nothwendig. Der Wiederaufnahme Ihrer geschätzte» Mitarbeiterschaft sehen wir mit Vergnügen entgegen. Die jüdisch-nationale Jugend an der Donau bittet uns. Ihnen, dem „alten HauS" Im Balkan ihre herzlichsten Grüße anSzurichten. Bon uns gestnnnngSbrüderlichen Herrn H. M. in vr.: Ihr Feuilleton-Artikel ist erst nach nach Schluß der R-daction eingelangt, also ist für diesmal eine Aufnahnie unmöglich gewesen. — Ihrer Erwartung können wir. leider nicht eutsprechen. — Bezüglich de? Berichtes über die Makkabäer-Feier wollen Sie sich gürigst a» den Verein „Kadimah" wenden. Herrn I. Pr. in vr-: Nach Schluß des Blattes eiugelangt. Uebrigens müßten Sie Ihren sonst gut gehaltenen Artikel etwasachlicher gestalten, damit er zur Veröffentlichung geeignet wird. Herrn JaSPis in L.: Herzlichsten Dank für Ihren Bericht. Auf Rösselsprünge ist die Druckerei nicht eingerichtet. Herrn Dk. M. L. in Odessa: Herzlichsten Dank. Bezüglich der Bibliothek werden wir sehen, was sich thun läßt. Gesinnung», brüderlichen Gruß! , , Herrn Lt. in L.: Herzlichsten Dank und gestimungsbruderlichen Herrn H. 8. in v-W.: Eine» Ihrer Räthsel in nächster Nummer. Korrespondenz der Administration. Löbl. Revactioueir des „Hamagid", „Hamellz" und „Hazefirah* : Herzlichsten Dank für Aufnahme der Annoncen. Herrn Dr. M. L. in Odessa: Empfang de« Pränumeration»- betrageS für 11 Exemplare wird dankend bestätigt.

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