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Jahresbericht · 1914-01-01 · 1913/14 (1914) · page 66

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Journal
Jahresbericht
Volume
1913/14 (1914)
Date
1914-01-01
Page
– (sequence 66)
Language
German
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— 18 — Hauszins von 15 4> zahlte „von sins wegen", d. h. im Auftrag Johannes, des eigentlichen Hausbesitzers, und für das Jahr 1366 verzeichnet das Bedebuch hinter dem Hause der Else zum Drynschenkele1) (Dreischenkel) „die juden huser" ohne Angabe einer Bede, weil die Juden als Mieter davon befreit waren2). Noch immer bevorzugen sie geistlichen Grund oder geistlichen Stiftern angehörende Häuser. So sitzen sie im Haus zum Katzenelnbogen, dem Eigentum des Katharinenklosters3), auch entrichteten verschiedenen Juden Zins an das Bartholomäusstift4). Am Ende unseres Zeitabschnittes geben eine Anzahl Juden auch dem Arnsburger Kloster, in dessen geräumigem Hof sie wohnen, Bede, so Joseb von Miltenberg, die reiche Zorline mit ihren Verwandten und noch andere5). Im Laufe der Jahre, als die Verhältnisse für die Juden sicherer geworden waren, siedelten sie sich auch wieder auf städtischem Grund und Boden an, bauten daselbst Häuser und zahlten selbstverständlich, wie die christlichen Hausbesitzer, den Zins dafür.* Sie hatten dann auch das Hecht, mit Bewilligung des Rates, der das Obereigentumsrecht behielt, die Häuser zu verkaufen, wie Isaak, der Sohn Kaimans, 1393 sein Haus Brückenau mit Hof,; Garten und allem Zubehör für 550 Gulden an Konrad von Glauburg den Älteren und seine Frau Grede von Marburg, verkauft. Der Ratbestätigte den Kaufbrief6). Ebenso lernen wir in den Bedebüchern einzelne Juden als echte Hausbesitzer kennen, so den Iselin von Fulda7), Seligmann8), Ber9), Joseb von Lechnitz10)'und vielleicht noch andere11). x) Saalgasse 5 (Urkundenbuch S. 291. .. 2) So wohnt Joseph, von Kassel im Hause des Herrn Ortwin an der. Ecke, Ysaak von Worms in dem des Bierbrauers Heinz,: der Schulklopfer ist Mieter bei Klaus "Noyde (Urkundenbuch S. 293), die Jüdin Kele Mieterin bei Johann Hering, usw., usw. (siehe Urkundenbuch S. 294—296); 3) Sehnelin zahlt im Jahre 1378 an Bede 1 U für die Nonnen daselbst (Urkundenbuch S. 292). ... 4) Selmelin zahlt 1378 für die Nonnen zu der pharre 15 aide h. (La); 1390 zahlt! Mans für dieselben 5 Engeische (Bedebuch 59 b), 1391 zahlt Gottschalk 31 5 h für paffen gulde (Bedebuch 17 b); 1392 gibt Liebermann gleichfalls für paffen gulde 15 \ (Bedebuch, foL 2 b) usw. , &) Siehe Bedebuch, 1391 im Urkundenbuch S. 296, 1392 im Urkundenbuch S.-296, - 6) Urkundenbuch Nr. 439, S. 203, cf. S. 204, Nr. 440. ') 1385 zahlt Seligmann von Lenich von Iselins Hause 5V2 Gulden und 12 alte Heller;-. Seligman wohnte also als Mieter bei diesem (Urkundenbuch S. 293). •- . . 8) 1390 verbedet Seligman 2 U 40 heller „von sime huse" (Urkundenbuch S. 295). 9) 1391 zahlt Senderlin von dem Hause, das Bern ist, 18 3 Hell.; dieser hatte es also an Senderlin vermietet. 10) 1396. Das Haus des Joseph von Lechenitz gibt an Zins 2 U 40 Heller. u) Die Ansicht Bothes in seinem Werke: Die Entwicklung der direkten Besteuerung, in der Reichstadt Frankfurt usw., S. 74: „In XTVten Jahrhundert sind sie (sc. die Juden) zeitweise ganz ohne Steuer geblieben. Die Stättigkeit galt als ihr Bede" (siehe auch Anmerkung 4 L a), scheint mir nicht ganz zuzutreffen.

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