Programm
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- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 19)
- Language
- German
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- 20 — Baugrundes allein einen Kostenbetrag von Mk. 50000.— erforderte, betrugen rund Mk. 790 000.— Der Bauentwurf ist auf Grund eines engeren Wettbewerbs von dem Magistratsbaurat Georg Matzdorff-Berlin gefertigt worden. Diesem war auch die Oberleitung der Bauausführung und die Gestellung aller Bauzeichnungen übertragen worden. Die örtliche Bauleitung führte Diplom-Ingenieur E r n s t H i 11 e r. Die Bauausführung hat von Beendigung der künstlichen Fundierung an nur einen Zeitraum von 15 Monaten erfordert. 2. Der Wandschmuck im neuen Schulgebäude. Als vor etwa 10 Jahren von Hamburger Lehrern die Forderung nach einer künstlerischen Ausgestaltung der Schulräume aufgestellt wurde, herrschten in Schulmännerkreisen über Ziel und Zweck, über Art und Weise des Schmuckes noch die sonderbarsten Ansichten: „Der Schmuck eines Schulzimmers ist Sauberkeit und Ordnung in allen Geräten, doch ist ein Christusbild und ein vaterländisches Bild, z. B. das des Kaisers, eine schöne Zierde und eine Erinnerung zugleich, daß die Schule ün Dienste Gottes und des Vaterlandes stehe." So heißt es im Lehrbuche der Pädagogik von Dr. J. C. G. Schumann. — Eine verdienstvolle Schrift von Dr. M. Spanier über „den künstlerischen Bilderschmuck für Schulen" (Hamburg 1900 2. Aufl.) hat wesentlich zur Klärung der Frage beigetragen. Spanier gibt in diesem Büchlein ein Bild der Bestrebungen, zeigt, wie in andern Ländern, besonders in England, schon bedeutsame Anfänge gemacht worden sind und zeichnet in klaren Zügen die Grundlinien auf, nach denen die Ausschmückung unserer Schulräume erfolgen müßte; eine stattliche Auswahl von geeignet erscheinenden Bildern fügt er in übersichtlicher Anordnung bei und beschließt mit einigen zustimmenden Briefen namhafter Künstler (Thoma, Liebermann, Uhde) die anregende Broschüre. In ähnlichem Sinne behandelt Oberschulrat Dr. Menge in Rems Handbuch der Pädagogik (6 Bd.) dasselbe Thema. — Doch stießen die neuen Bestrebungen auf vielfachen Widerspruch. Man befürchtete eine Ablenkung der Kinder während des Unterrichts, dazu die Bürde eines neuen Lehrfaches, man scheute die Gefahr, die enggezogenen Grenzen der Unterrichtsgebiete möglicherweise überschreiten zu müssen. Da hat denn auf dem ersten deutschen Kunsterziehungstag in Dresden (am 28. und 29. Sept. 1901) eine Zahl hervorragender Künstler, Kunst-