Programm
- Journal
- Programm
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/3089693-3089772--1308-3092229- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
- 19 — alten Frankfurt. Dieses hat auch sonst an geeigneten Stellen desTEeubaues Motive für Kunstschmiedearbeiten, Treppenanfänger usw. hergegeben, welche das Verständnis der Schüler und der Schülerinnen für die alte heimatliche Kunst wecken sollen. Ähnlichen Zwecken dienen das Wandgemälde „Alt-Frankfurt" nach Merian, nach einem Karton des Zeichenlehrers der Anstalt P. F. Fay (auf einer Wandfläche im ersten Stockwerk) und der.in Schablonentechnik wiedergegebene „Alexander-Zug" auf den Schildbögen der Corridore im ersten und zweiten Obergeschoß. Die Hof anläge (Abbildung 14) wird durch die 3,0 m breite, in der Kord- Schulhoi: Südrichtung verlaufende Mittelallee, die beiderseitig von Lindenbäumen eingefaßt ist, in den Knaben- und Mädchen-Hof geteilt. Jede Hofhälfte hat ihren Trinkbrunnen. Die einfassenden Wege sind gepflastert, die Spiel- und Laufflächen bekiest. Die Allee erweitert sich in ihrer Mitte zu einem Rundteil, in welchem das Michael Heß- Denkmal aus dem alten Philanthropin Aufstellung fand. Gegen Süden wird der Schulhof durch den von gärtnerischen Anlagen eingefassten Tennisplatz abgeschlossen. Östlich vom Flügelbau sind der Schulgarten — mit zwei Bassins für Wasserpflanzen — und der Spielplatz für die kleinen Kinder der Einführungsklasse eingerichtet worden. Es war angestrebt, dem Hofe durch die Bepflanzung der Umlauf enden Einfriedigungen mit Ziersträuchern, durch Lindenbäume und durch einzelne Spaliere an den Putzflächen des Hauses, welche Abgüsse klassischer Reliefs umschließen, und an denen sich Kletterpflanzen emporranken, den Eindruck eines in der Regel reizlosen Schulhofes zu nehmen. Im ganzen stehen ca. 3170 qm Hof fläche zur Verfügung. - Die Schulhofbeleuchtung erfolgt auf elektrischem Wege und wird vom Zimmer des Schuldieners aus bedient. — Schließlich sollen an weiteren Einzelheiten des Ausbaues noch genannt werden : die Trinkbrunnen auf den Korridoren des Schulgebäudes, hinter welchen, wie hinter allen Zapfstellen im Gebäude, die Wandflächen Kachelbelag erhielten; die Fahrrad-Aufbewahrungsräume im Keller für Lehrer, Schüler und Schülerinnen, zu welchen statt der Kellertreppen Rampen führen; die neben der Erfüllung aller ortsüblichen feuerpolizeilichen Vorschriften vorgesehenen Feuerschutzeinrichtungen wie elektrische Alarmglocken für alle Geschosse, Feuerlöschäpparate in den Hörsälen und weiter die Ausbildung der höchstgelegenen Fenster aller Treppenhäuser als Rauchabzüge, die vom Hof aus durch Zugvorrichtungen zu betätigen sind; endlich auch die Einrichtung eines Sammlungsraumes und eines Malerateliers im Dachgeschoß. Das Wohnhaus dient dem Direktor und dem Schuldiener. Jener vermag Wohnhaus, aus seiner Wohnung unmittelbar in das Schulhaus zu gelangen. Für einen Heizer wurde im Schulgebäude ein vom Schulbetrieb abseits liegendes Wohnzimmer vorgesehen. Die Baukosten der. gesamten Anlage — zwei Schulen, Wohnhaus und Zu- Baukosten, behör — einschließlich des Inventars und der inneren Einrichtung aller Räume, auch einschließlich der künstlichen Fundamentierung, die infolge des schlechten