Programm
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- Volume
- 1906
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 10)
- Language
- German
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5. Könnte eine den Uinserzungsprodukten gleiche oder annähernd proportionale Aufnahme von Wanne (Vu Wasserclanrpf und anderen Bestandteilen der Luft eintreten. Dann könnte, das Gewicht annähernd koiistauc bleiben, ja. sichsogar etwas vermehren. Rosenba eh hat bei 17°—20° operiert und dabei ein rasches Wachstum beobachtet. Seine Pflanze gelangte in;>2 Tagen zur vollen Ausbildung bei einer Sprosshöhe von 4* cm. Meine PI.lauzen brauchton verschieden lange Zeit. Je höher die Temperatur ist, desto früher kommt in der Regel die Blüte. Hei Zimmertemperatur (ca. 20° 0.) kann man sie von krüf eigen Knollen (etwa. 150—^00 g) schon nach drei Wochen erhalten. bei -f b° C brauchen manche vier bis fünf Monate. Auf fallend rasch ist. nur die Entwicklung der Blätter bei den in die Erde gesetzten Knollen. .Bei ihnen entstanden schon nach drei bis vier Wochen Blätter mit über 50 cm langen Stielen und breiten. Blattfiächen. In. Bezug auf die oben, erwähnten drei Möglichkeiten zur Erklärung der (-Jeudohrs Verhältnisse nach Roseubach habe ich zunächst darauf hinzuweisen, dass man" die Tätigkeit, des Protoplasten durchaus nicht ausser Acht Lassen darf. Das Vorhandensein von Srärkekörr,ern in den grünen Teilen beweist eine rege Arbeit der Chloroplasfcen. Die Sprossieile der Pflanze tragen Spaltöffnungen; und wenn diese auch nicht, gera.de übermässig zahlreich sind, so geben sie doch Wasser aai die Atmosphäre a.b. Irgendwelche Einrichtung zur Verhinderung der Verdunstung bestellt an ihnen nicht. Zudem hat die Epidermis der Sprossteile nirgends Einrichtungen,- die die Wassera.bgabe hindern könnten. Der Stoff verbrauch für die Atmung konnte nicht festgestellt werden. Dass die Pflanze, sobald sie Blätter besitzt, assimiliert, geht aus der zeitweisen Gewichtszunahme sicher hervor. Da aber bei manchen diese Erscheinung ausbleibt, so. muss angenommen werden, dass das Wachstum zum grössten Teile stets durch die Keservestofie. bestritten wird. Prof. Rosenbach verwirft die Annahme einer rein rransformativeu Verschiebung der Stoffe, und sie ist auc.lt wohl insofern abzulehnen, .als durch Abgabe von Wasser ein Teil der Knollensubslanz in die Atmosphäre entweicht. Bei dem grossen Wasserreichtum der frischen Knolle und dem allmählichen Eintrocknen derselben während des Auswachsens ..ohne Wasser und Erde" har zweifellos das Wasser den Hauptanteil a.m Gedeihen. Durch das Wachstum werden die in der Knolle gespeicherten Stoffe in Anspruch genommen,1) wobei die Pflanze transpiriert. D.a nun durch Temperatur- Steigerung das Wachstum beschleunigt wird, die transpirierende Fläche sieh dadurch vergrössert und auch absolut die Wasserabgabo bei grösserer Wärme eine bedeutendere ist (gleiche. Luftfeuclitigkeifc vorausgesetzt), so findet eine raschere Gewichtsabnahme statt. . x) Pfeffer zeigte (Übe? die Ursachen v. Reservestoffen ans Samen. Ber. it. d. Verhandhingen d. Kgl.. säehs. Gosollsch. d. Wisson'sch.• Math., phys. Kl. 1898 IV), dass das Wachstum der primäre Vorgang, die Beaktiviertmg der Keservestofrc erst eine Folge davon bei.